Hach, was haben wir hier schon alles erlebt... Es lebe der Pudel! (© Ole Masch )

Golden Pudel Club: 5 denkwürdige Momente, die wir nicht vergessen werden

Sicher habt ihr auch schon mal bis zum Morgengrauen im Golden Pudel Club am Hafen getanzt. Ist schließlich eine Szene-Legende, der Schuppen. Und hat manch denkwürdigen Moment erlebt.

1. Der Einzug des Golden Pudel Clubs

Denkwürdig ist schon der Einzug in die historischen, aber ziemlich runter gerockten Räume des Café Elbterrassen, in denen früher sogar mal ein Knast für Schmuggler gewesen sein soll. 1995 bellt der Golden Pudel Club am Fischmarkt 27. Schnell wird der Laden zum Treffpunkt für Musiker der legendäre Hamburger Schule. Frank Spilker etwa, Sänger der Band "Die Sterne", steht dort hinterm Tresen. Was viele heute gar nicht mehr wissen: Das Prinzip Pudel ist älter. Ende der 80er starten die Szenegrößen Rocko Schamoni, Schorsch Kamerun und Norbert Karl ihr Club-Projekt. Und zwar in der Kampstraße, unweit des Schlachthofs. Sofort herrlich anarchisch, ein Freiraum für Künstler und Kunst liebende. Ist er bis heute. Wau.

2. Der Brand

Erinnert ihr euch an die Nacht zum 14. Februar 2016? Da schlagen Flammen aus Hamburgs zu diesem Zeitpunkt wohl beliebtesten Szeneclub. Brandstiftung. Verletzt wird niemand. Doch windschiefe Häuschen wird zu großen Teilen zerstört. Unter den einst befreundeten Betreibern gibt es ohnehin schon lange Streit. Der Termin für eine Teilversteigerung steht. Es hat sich ausgebellt am Fischmarkt 27. So jedenfalls scheint es.

3. Die Demo für den Golden Pudel Club

Im April nach dem Feuer bekommt der Golden Pudel unerwarteten Besuch. Und zwar von etlichen Mitgliedern des Deutschen Pudel-Clubs, die ein ganzes Rudel ihrer kläffenden und wohlfrisierten Gefährten im Schlepptau haben. Die Hundefreunde wollen sich mit ihrer kleinen, aber denkwürdigen Demo Gehör verschaffen – und fordern den Wiederaufbau des kultigen Clubs am Hafen. Solidarität, die für Aufsehen sorgt. Und fruchtet.

4. Die Rettung

Der 18. Juli 2016 wird zum denkwürdigen Tag für den Golden Pudel Club. Weil die Medien von einer Einigung berichten, die die Rettung der Location bedeutet. Eine gemeinnützige Stiftung kauft Anteile des Miteigentümers Wolf Richter, der das Oberstübchen des Pudel betrieben hat. Die Anteile von Rocko Schamoni würden irgendwann ebenfalls in die Gemeinnützigkeit übergehen, so heißt es. Der Pudel wimmert nicht mehr, er ist dem Tod von der Schippe gesprungen und kann wieder aufgebaut werden. Dabei helfen auch Stadt und Bezirk Altona finanziell.

5. Die Rückkehr des Golden Pudel Clubs

Der 17. August 2017 ist ein denkwürdiger Tag. Der, an dem der Golden Pudel Club vermeldet, dass die Tränke wieder geöffnet ist. Auf der Pudeltreppe ist nachts Alarm wie vor dem Feuer, drinnen knallt es aus den Basslautsprechern. Hamburg hat seinen Kultclub wieder. Und rund zwei Jahre später, im Sommer 2019, hat der auch wieder ein Oberstübchen. Das heißt jetzt Barboncino Zwölphi und verspricht Subkultur, Gaumenschmaus und Hirnschmalz. Na dann: Platz, ihr Pudel!

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