Mit-Initiator Dominik Bloh: "Waschen ist Würde." Axel Martens / Agentur Focus )

"GoBanyo": Ein Duschbus für Hamburger Obdachlose

Ein Kollektiv aus gemeinnützigen Organisationen und Privatpersonen um Autor Dominik Bloh möchte mit "GoBanyo" dafür sorgen, dass sich jeder Mensch in Hamburg waschen kann.

Waschen ist Würde – doch leider hat nicht jeder Mensch die Chance dazu. "GoBanyo" möchte genau das ändern und hat bereits eine Lösung dafür gefunden: einen mobilen Duschbus. Dahinter stecken unter anderem Viva con Agua, der Hanseatic Help e.V., der Clubkinder e.V., die Hamburger Hochbahn AG und Hamburg Wasser sowie Privatperson wie Dominik Bloh. "Wenn man tage- oder sogar wochenlang ungewaschen durch die Straßen zieht, hinterlässt das Spuren. Nicht nur auf der Haut oder den Klamotten, sondern auch auf der Seele", so der Bestseller-Autor und Mit-Gründer von Hanseatic Help. "Wenn man immer nur als dreckig wahrgenommen wird, hält man sich selber für Dreck. Die Möglichkeit einer Dusche reinigt nicht nur den Körper, sondern auch das eigene Befinden."

GoBanyo: Dieses Projekt wird Türen öffnen.

Die Initiatoren hinter GoBanyo sind sich sicher: Dieses Projekt wird Türen öffnen. Wer dreckig ist, vermeide den Kontakt zu anderen Menschen. Gehe nicht mehr zum Amt, stelle sich in keine Schlange zur Wohnungsbesichtigung. Die Scham sei einfach zu groß und der Teufelskreis zu stark. Mit dem mobilen Duschbus möchte das Projekt eine Lösung schaffen. Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die auf der Straße leben oder sich in Wohnungssituationen ohne fließendes Wasser befinden. Der GoBanyo Duschbus soll zukünftig überall dort auf den Straßen unterwegs sein, wo er gebraucht wird.

Ein Linienbus wird zum Duschbus

Für dieses Projekt soll im Sommer ein ausrangierter und gespendeter Linienbus der Hamburger Hochbahn AG umgebaut werden. Mit voll ausgestatteten Badezimmern und einer integrierten Kleiderkammer. Obdachlose können sich dort in Ruhe pflegen – dank einzelner Duschkabinen sogar in Privatsphäre.

Mithelfen: Bringt die Idee auf die Straße

Damit aus dieser Idee Realität wird, braucht es noch die Unterstützung der Hamburger. Für den Umbau und den Betrieb im Laufe des ersten Jahres werden 200.000 Euro benötigt. Am Donnerstag, dem 7. März 2019, startet dafür eine Crowdfunding-Aktion. Weitere Informationen dazu erhaltet auf der Website von GoBanyo.

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