Initiator Dominik Bloh vor dem Duschbus GoBanyo (© Jan Brandes )

"GoBanyo": Duschbus für Hamburger Obdachlose geht in Betrieb

Ein Kollektiv aus gemeinnützigen Organisationen und Privatpersonen um Autor Dominik Bloh möchte mit "GoBanyo" dafür sorgen, dass sich jeder Mensch in Hamburg waschen kann.

Waschen ist Würde – doch leider hat nicht jeder Mensch die Chance dazu. GoBanyo möchte genau das ändern. Die Lösung: ein mobiler Duschbus. Nach erfolgreichem Crowdfunding geht GoBanyo am Samstag, den 7. Dezember 2019, in Betrieb und fährt überall dorthin, wo Duschen gerade gebraucht werden.

GoBanyo: Viele Unterstützer in Hamburg

Hinter GoBanyo stecken unter anderem Viva con Agua, der Hanseatic Help e.V., der Clubkinder e.V., die Hamburger Hochbahn AG und Hamburg Wasser sowie Privatperson wie Dominik Bloh. "Wenn man tage- oder sogar wochenlang ungewaschen durch die Straßen zieht, hinterlässt das Spuren. Nicht nur auf der Haut oder den Klamotten, sondern auch auf der Seele", so der Bestseller-Autor und Mit-Gründer von Hanseatic Help. "Wenn man immer nur als dreckig wahrgenommen wird, hält man sich selber für Dreck. Die Möglichkeit einer Dusche reinigt nicht nur den Körper, sondern auch das eigene Befinden."

Dieses Projekt öffnet Türen

Die Initiatoren hinter GoBanyo sind sich sicher: Dieses Projekt wird Türen öffnen. Wer dreckig ist, vermeide den Kontakt zu anderen Menschen. Gehe nicht mehr zum Amt, stelle sich in keine Schlange zur Wohnungsbesichtigung. Die Scham sei einfach zu groß und der Teufelskreis zu stark. Mit dem mobilen Duschbus möchte das Projekt eine Lösung schaffen. Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die auf der Straße leben oder sich in Wohnungssituationen ohne fließendes Wasser befinden. Der GoBanyo Duschbus soll zukünftig überall dort auf den Straßen unterwegs sein, wo er gebraucht wird – natürlich kostenlos.

Ein Linienbus wird zum Duschbus

Für dieses Projekt wurde im Sommer ein ausrangierter und gespendeter Linienbus der Hamburger Hochbahn AG umgebaut. Mit voll ausgestatteten Badezimmern und einer integrierten Kleiderkammer. Obdachlose können sich dort in Ruhe pflegen – dank einzelner Duschkabinen sogar in Privatsphäre.

Ihr wollt das Projekt mit eurer Spende unterstützen? Alle Infos dazu findet ihr auf der Website von GoBanyo.

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