(© Unsplash / Waldemar Brandt )

10 Gedanken, die jeder bei der Wohnungssuche in Hamburg hat

Sind die Preise noch in D-Mark? Was ist ein Nachtspeicherofen? Und vielleicht ist Pinneberg doch ganz nett? Wenn ihr in Hamburg schon mal eine Wohnung gesucht habt, kommen euch diese 10 Gedanken vielleicht bekannt vor.

1. "Wie lustig – der Mietpreis ist ja noch in D-Mark!"

Herzlichen Glückwunsch, ihr habt also ein tolles Wohnungsangebot im Internet gefunden! 69 Quadratmeter, Neubau mit 2 Zimmern in Altona-Nord klingen doch prima. Bei der ausgeschriebenen Kaltmiete von 1.390 Euro muss es sich aber noch um den D-Mark-Preis handeln, ganz sicher. Oder aber ihr seid zum allerersten Mal auf Wohnungssuche in Hamburg. #WhenRealityKicksIn

2. "Nein, ich will nicht die Katze der Vormieterin übernehmen."

Umso größer die Nachfrage, desto seltsamer die Ablöse. So kann es sein, dass euch der Vormieter eine LED-Sternenlicht-Installation im Badezimmer aufs Auge drückt, mit der ihr nichts anfangen könnt. Und auch der elektrische napoletanischen Pizzaofen ist nicht so euer Ding. Immerhin habt ihr die Übernahme der Katze gleich abgelehnt!

3. "Schau mal, hier gibt es was umsonst."

Wenn Menschen in Hamburg bis zum nächsten Häuserblock in einer Schlange stehen, kann das folgende Gründe haben: Entweder sie wollen am Wochenende ein Franzbrötchen bei der Kleinen Konditorei in Eimsbüttel ergattern oder ein Paket bei der Post am Kaltenkirchener Platz abholen. Es kann sich allerdings auch um eine Wohnungsbesichtigung in Eppendorf handeln.

4. "Was sind das für Flecken an der Decke?"

Falls ihr es doch mal IN eine Wohnung zur Besichtigung geschafft habt, ist ein Auge fürs Detail gefragt. Denn die Flecken an Wand und Decke sind nicht etwa hanseatische Aquarellmalerei, sondern irgendetwas zwischen Schimmel und Wasserschaden. Aber der Vermieter ist in der Regel so fair und lässt euch beim Einzug die kompletten Räume selbst streichen, dann sieht man die unliebsamen Schattierungen kaum noch.

5. "Das habe ich mir irgendwie anders vorgestellt."

Bei der Wohnungssuche in Hamburg kommt es darauf an, die Zeichen richtig zu deuten. Vor allem in der Wohnungsanzeige. Beispielsweise ist "Direkt vor der Haustür spielt sich das Leben ab" zu übersetzen mit "Es ist höllisch laut" und "Sonnige Balkon-Wohnung im Grünen" mit "Die Wohnung liegt in Buchholz".

6. "Schönes Plumpsklo, aber wo ist jetzt das Badezimmer?"

Ihr wundert euch, warum bei eurer Wohnungsbesichtigung im Portugiesenviertel die Präsentation des Badezimmers hinausgezögert wird? Darum: Zwischen dem winzigen Waschbecken und der freistehenden Toilette ist so wenig Platz, dass ihr den Raum nur rückwärts und seitlich zur Wand geneigt betreten könnt, um nicht steckenzubleiben. Highlight sind aber die ockergelben Fließen, die das gemütliche Ambiente abrunden. Mit anderen Worten: Badezimmer in Hamburg sind irgendwie Glückssache.

7. "Nachtspeicherofen: So schlimm kann es schon nicht werden"

Nachtspeicheröfen sind so eine Sache. Morgens ist eure Wohnung so aufgeheizt, dass ihr in Unterwäsche herumspringen könnt. Abends dagegen braucht ihr zwei Paar Wollsocken, Leggins, T-Shirt, Sweatshirt, Pullover und Mütze übereinander, um nicht zu erfrieren. Und doch hört ihr euch, sobald ihr bei der Wohnungsbegehung ein solches Modell entdeckt, ganz laut zum Vermieter sagen: "Natürlich ist ein Nachtspeicherofen kein Problem für mich!" Spätestens bei den ersten Minusgraden in der neuen Wohnung dämmert es euch dann: ganz, ganz blöde Idee!

8. "Natürlich kann ich während der Arbeitszeit zur Wohnungsbesichtigung kommen!"

Endlich! Eine Einladung zur Wohnungsbesichtigung! Morgen, 15.30 Uhr, am anderen Ende der Stadt? Klar, euer Chef wird das bestimmt verstehen. Vor Ort steht ihr dann zwischen Akademikerpaaren und Vorzeigefamilien und versucht krampfhaft, den Vermieter von euch zu überzeugen. Zum Glück habt ihr schon eine komplette Bewerbungsmappe vorbereitet – inklusive Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen eures sozialen Engagements. Wetten, den Zuschlag bekommt am Ende aber doch der Vitamin-B-Typ?

9. "Ich muss mir irgendwas einfallen lassen."

Nach zig Absagen werdet ihr doch langsam nervös, jetzt müsst ihr euch irgendwas einfallen lassen. Kostenlosen Triangelunterricht, Gassigeh-Service, sogar eure Tickets für die "Die drei ???" in der Elbphilharmonie würdet ihr anbieten, um eure Traumwohnung zu bekommen. Nur euer Lieblingsfranzbrötchen würdet ihr niemals teilen, das wäre ja noch schöner.

10. "Eine WG in Pinneberg tut's doch auch."

Es ist soweit: Ihr gebt auf. Ihr könnt nicht mehr. Eine bezahlbare Wohnung auf St. Pauli wird also ein Traum bleiben. Und da, ganz plötzlich, kommt der Geistesblitz: Pinneberg! Ihr zieht einfach nach Pinneberg! Mit der S-Bahn sind das nur 30 Minuten nach Hamburg. Geht doch. Und an den verrückten Mitbewohner mit dem Schlagzeug gewöhnt ihr euch sicher auch ganz bald.

Neu in Hamburg? Das merkt man!

Ihr seid Neuankömmlinge im hohen Norden? Dann kommt euch das bestimmt bekannt vor: 10 Gedanken, die man beim ersten Besuch in Hamburg hat. Und weil der erste Eindruck bekanntlich selten trügt: 10 Gründe, warum Hamburg ganz furchtbar ist.

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