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Ganz schön erbaulich: 4 architektonische Highlights in Wandsbek

Ihr begeistert euch für traditionelle Bauwerke oder urbane Konstruktionen? Dann solltet ihr unbedingt mal in Wandsbek auf Entdeckungstour gehen: Architektonische Spitzenleistungen findet ihr hier nämlich (fast) vor eurer Haustür.

1. Das Schimmelmann-Mausoleum

Ein echtes Schätzchen der Baukunst befindet sich direkt auf dem historischen Friedhof Wandsbek: Das Schimmelmann-Mausoleum gilt als ein Hauptwerk des norddeutschen Klassizismus und wurde von 1787 bis 1791 erbaut. Die Pläne für die Grabstätte von Heinrich Carl Graf von Schimmelmann und seiner Frau Caroline Tugendreich stammen von dem bekannten italienischen Baumeister Giovanni Antonio Antolini. 1:1 setzte der Architekt Carl Gottlob Horn die allerdings nicht um – aufgrund von Sparmaßnahmen entschied er sich für eine vereinfachte Form des Mausoleums.

Sehenswert: Der Marmorboden, der mosaikartig zusammengesetzt wurde.

Info: Wandsbeker Marktstraße, 22041 Hamburg: Das Mausoleum kann sonnabends zwischen 12-14 Uhr in Begleitung des Kirchenöffnungsteams der Christuskirche besichtigt werden.

2. Das Bovehaus

Seit 1999 steht das Bovehaus in Wandsbek unter Denkmalschutz. Der Grund? 1861 ließ sich die Kaufmannsfamilie Bove ein repräsentatives Wohnhaus im Landhausstil errichten. Der Hamburger Architekt Georg Luis entschied sich beim Entwurf allerdings für ein damals ungewöhnliches Detail: Die Fassade des Gebäudes ließ er komplett mit Backstein verkleiden. In späteren Jahren ging das Haus in städtischen Besitz über und diente unter anderem als Dienstwohnung des Wandsbeker Oberbürgermeisters und als Wandsbeker Heimatmuseum. Heute ist das zweistöckige Gebäude ein Bürohaus.

Sehenswert: Das Wappen, dessen Spruch erst 2017 entziffert wurde. Durch starke Verwitterung war der Slogan der Bovens: "Vun Eek nich wiek" ("Von der Eiche nicht weiche!") lange nicht lesbar gewesen.

Info: Bovestr. 4, 22041 Hamburg

3. St. Joseph

Im 19. Jahrhundert war, besonders beim Kirchenbau, die Neoromantik in Mode. Ein bauliches Beispiel dieser Zeit steht auch in Wandsbek – St. Joseph. 1904 setzte der Architekt A. Brettschneider den Grundstein für die erste katholische Kirche in Wandsbek nach der Reformation. Ganz im Stil der Neuromantik gestaltete er den Bau mit Lang- und Querhaus, wobei Mittelschiff und Querhaus eine quadratische Vierung bilden. Im Innenraum kam es im Laufe der Zeit mehrmals zu Umbauten, etwa in den 1930er Jahren und nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, sowie in den 1970er-Jahren. Auch 2014 fanden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.

Sehenswert: 2013 wurde hier der erste Automat für Rosenkränze aufgestellt. Die Erlöse der "Bet-Box" fließen in die Arbeit der Pfarrgemeinde.

Info: Witthöfftstraße 1, 22041 Hamburg

4. Das CinemaxX-Multiplex

Ein architektonisches Highlight findet sich auch direkt über dem Wandsbeker Quarree. Hoch über der Einkaufspassage thront hier seit dem 9. November 2000 das CinemaxX-Multiplex. Das Besondere: Es handelt sich um ein schwebendes Kino! Statt fest verwurzelt zu sein, wird das Wandsbeker Bauwerk nur von vier Stahlsäulen getragen. Eine Konstruktion, die für gewöhnlich beim Bau großer Brücken zum Einsatz kommt.

Sehenswert: Alles, was auf der großen Leinwand läuft.

Info: Quarree 8-10, 22041 Hamburg

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Hat Wandsbek eigentlich Hipster-Potenzial? Dieser Frage sind wir in einem weiteren Artikel nachgegangen und hoffen, dass sich #WandsbekMarktDigga bei Instagram durchsetzt. Egal ob ihr auf fancy Fast Food Läden in der Nähe setzt oder ein ehrliches Bierchen im Wandsbecker Bothen, wir wünschen viel Freude in diesem bunten Stadtteil!

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