(© GMP )

Futuristische Entwürfe: Sieht so der neue Fernbahnhof Altona aus?

Aus "Diebsteich" wird "Altona": Habt ihr schon die Entwürfe der Architekten für den geplanten neuen Bahnhof Altona gesehen? Darin zu sehen: zwei futuristische, güldene Türme.

Mittlerweile sollte es sich herumgesprochen haben: Der Fernbahnhof Altona, mit seinen Zügen nach Berlin und allen anderen Himmelsrichtungen, geht – zumindest so wie wir ihn kennen – in den Ruhestand. Abgelöst wird er durch einen Neubau im Bereich rund um den Diebsteich, welcher sich 1,8 Kilometer nördlich befindet. Die Pläne für den neuen Fernbahnhof sollten mittlerweile auch schon stehen: Ein Architekten-Wettbewerb sollte über das Schicksal des Areals nahe des Friedhofs entscheiden. Aus diesem ging bislang noch kein Gewinner hervor, wohl aber drei Favoriten. Einer davon ist gmp (Gerkan, Marg und Partner) aus Hamburg mit folgendem Entwurf:

(© GMP )

Die Jury sieht, ebenso wie bei den anderen Finalisten, jedenfalls noch Verbesserungspotenzial. Klar scheint aber zu sein: Der Bahnhof geht ganz schön in die Höhe, viele Glasflächen sorgen für einen transparenten Look, wie auch hier bei den dänischen Architekten "C.F. Møller Architects" zu sehen. Neben zwei Hochhäusern, in denen Raum für Büros, Hotelzimmer und einem Fahrradparkhaus mit 1.000 Stellplätzen ist, soll eine rund 300.000 Quadratmeter große Empfangshalle mit Läden und Gastronomie entstehen.

(© C.F. Møller Architects )

Der Fernbahnhof Altona: Früher, jetzt und bald

Der Fernbahnhof Altona hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Manch einer erinnert sich noch daran, wie er mal ausgeschaut hat, Überlieferung zu Folge war er tatsächlich "richtig schön". 1974 wich das historische Gebäude, beziehungsweise der Part, der nicht dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen war, trotz Protesten der Anwohner: Angeblich sorgte man sich um die Einsturzgefahr bei den unterirdischen Bauarbeiten, welche uns die heutige S-Bahn bescherten.

Bahnhofsplatz Altona in den 1920er Jahren (© Stadtteilarchiv Ottensen )

Jetzt ist der Altonaer Bahnhof oben um McDonald's herum – seien wir mal ehrlich – etwas abgehalftert. Aber untenrum, wo es hippe Süßkartoffel-Pommes gibt, ist er hingegen ziemlich fresh. Wir schätzen zudem insbesondere seine Bereitschaft, uns auch am Sonntag mit dem Nötigsten zu versorgen – ob das noch so bleibt, wenn er kein offizieller Fernbahnhof mehr ist? 2023 soll seine Fernbahn-Geschichte jedenfalls der Vergangenheit angehören. Auch einen neuen Namen wird er bekommen – zum Leidwesen vieler Ottenser. Der Name "Bahnhof Altona" geht dann an den jetzigen Diebsteich. Kein Wunder, denn "Diebsteich" hört sich für Touristen nicht attraktiv an. Ungefähr so, als müsse man beim Aussteigen ganz fest seine Handtasche umklammern. Dabei sieht der neue Fernbahnhof zumindest auf den Entwürfen so futuristisch aus, als gäbe es bis zu seiner Einweihung gar keine Diebe mehr:

(© C.F. Møller Architects )

Mehr zum Bahnprojekt Altona

2014 wurde beschlossen, dass der "Kopfbahnhof", also ein Bahnhof, an dem Züge "rückwärts" wieder rausmüssen, durch einen Durchgangsbahnhof am Diebsteich zu ersetzen und die so freigeschaufelte Fläche für neue Wohnungen, Parks, KiTas & Co. zu verwenden. Mehr Infos rund um den neuen Fernbahnhof, zu seiner Geschichte und Zukunft, findet ihr unter www.bahnprojekt-hamburg-altona.de.

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