(© Jules )

Frühjahrsputz, aber richtig! 10 Tipps von Jules SchönWild

Magic Cleaning für Anfänger: Die Hamburger Bloggerin Julia Kremer alias Jules SchönWild verrät euch ihre Lieblingstipps zum Ausmisten und Aufräumen.

Einer meiner größten Wünsche: ordentlich und gut strukturiert sein. Denn je sortierter man im Kopf ist, desto klarer kann man denken und desto bessere Ideen kann man im Job schmieden. Vor knapp einem Jahr hörte ich zum ersten Mal von Marie Kondos Buch "Magic Cleaning" und ihrer Aufräum-Methode. Hätte ich damals geahnt, welchen Einfluss dieses Buch auf mein Leben haben würde, hätte ich es sicher schon eher gelesen. Ich habe euch mal meine 10 besten Tipps zusammengefasst, vielleicht habt ihr ja Lust, den Frühjahrsputz direkt mit einer Aufräum-Revolution zu starten!

(© Jules )

1. Bereitet euch gut vor und nehmt euch Zeit

Ich empfehle euch, das Buch von Marie Kondo einmal komplett zu lesen und die dazugehörige Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo" zu schauen, denn es packt einen. Man kann kaum erwarten loszulegen und sein Leben neu zu sortieren. Diese Methode wird nicht nur euer Ordnungsverhalten verändern, sondern auch noch einiges mit eurer Persönlichkeit. Deswegen solltet ihr euch genug Zeit nehmen.

(© Jules )

2. Begrüßt eure Wohnung

Jetzt müssen einige von euch sicherlich schmunzeln. „Bitte was? Wieso soll ich meine Wohnung begrüßen?“, habe ich schon von einigen gehört. Das versteht man, wenn man das Buch liest und mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an das Thema rangeht. Bevor Marie Kondo bei ihren Klienten mit dem aufräumen startet, setzt sie sich auf den Boden, schließt die Augen und begrüßt die gesamte Wohnung. Das Begrüßen der Wohnung schafft Wertschätzung und Dankbarkeit. Man wird sich darüber bewusst, welches Privileg man hat, in dieser Wohnung, in diesem freien Land zu leben.

3. Nicht nach Raum sortieren, sondern nach Kategorien

Jetzt kann es losgehen. An diesem Punkt hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe endlich verstanden, wieso ich Ordnung bisher nie durchgehalten habe. Ich hatte zu viel und ich hatte keinen festen Platz für meinen Besitz. Das ändert sich jetzt! Marie Kondo unterteilt ihr System nicht nach Räumen, sondern nach Kategorien und geht wie folgt vor:

• Kleidung
• Bücher
• Allgemeines
• Papierkram
• Erinnerungen

(© Jules )

4. Alles auf einen Haufen werfen

Je nachdem, wie viel Besitz ihr habt, wird es jetzt aufregend. Ihr startet mit den Kleidungsstücken und werft alles auf einen Haufen. Ja, ALLES. Wenn ihr, so wie ich, viel zu viele Kleidungsstücke besitzt, dann trennt auch die Kleidung noch einmal nach Kategorien, wie zum Beispiel Hosen, Shirts, Kleider und Socken. Sobald man sich klar macht, was man alles besitzt, fühlt man die erdrückende Schwere und freut sich über jedes Teil, das man aussortieren kann!

5. Does it spark joy?

Jetzt kommt die Magie ins Spiel! „Does it spark joy?“ – Macht es mich glücklich, wenn ich diesen Gegenstand in die Hand nehme? Das ist die Frage, die alles verändert. Vielleicht fällt es einem zunächst noch etwas schwer etwas zu fühlen. Denn sind wir mal ehrlich. Ohne Grund haben wir nicht so viel Besitz. Ganz oft versuchen wir uns mit dem Chaos von den eigenen Gefühlen und uns selbst abzulenken.

6. Gegenstände verabschieden und Danke sagen

Mir hat die Frage geholfen: Wann habe ich den Gegenstand das letzte Mal genutzt? War es länger als sechs Monate her und habe ich auch keinen direkten Anlass gesehen um ihn nochmal zu nutzen, musste er gehen. Egal wie teuer und von wem er kam. Was mir auch sehr geholfen hat war die Dankbarkeit. Ich habe mich bei diesem Gegenstand bedankt und mir bewusst gemacht wozu ich ihn damals brauchte und dass ich ihn jetzt gehen lassen kann, weil ich ihn nicht mehr benötige.

7. Die Marie Kondo-Faltmethode

Die Faltmethode ist etwas ganz Besonderes. Damit lernt jedes Kleidungsstück das Stehen und das gilt für T-Shirts, Hosen, Socken und auch Unterwäsche. Bei Socken lege ich ein Paar aufeinander und falte sie bis zur Hälfte. Jeans und T-Shirts faltet man erst bis zur Hälfte und dann faltet man sie noch einmal zusammen – dann stehen sie von alleine. Jetzt hat man die Möglichkeit, alle Kleidungsstücke aufrecht in eine Schublade zu legen. Generell ist es wichtig, dass Gegenstände aufrecht hingestellt werden, damit man sie sofort erkennt.

(© Jules )

8. Fester Platz

Nachdem ihr mit dem Aussortieren einer (Teil-) Kategorie fertig seid, sucht ihr für jeden Gegenstand einen festen Platz. Ich habe mir extra einen Schreibtisch mit Schubfächern zugelegt, um alles (soweit es geht) hochkant zu verstauen. Am liebsten befinden sich die Gegenstände in durchsichtigen Boxen. Dort entdeckt man direkt was sich darin befindet.

(© Jules )

9. Verschenken, verkaufen, wegwerfen

Meine alten Bücher und auch Kleidung habe ich entweder gespendet oder über das Internet verkauft. Hilfreich sind da die kiekmo Schließfächer. Wenn ich etwas bei Instagram oder über ebay Kleinanzeigen verkaufe und der Käufer aus Hamburg kommt, kann ich ganz easy meine Sachen weitergeben, ohne vor Ort sein zu müssen.

kiekmo )

Ich fahre dann zum kiekmo Schließfach in Eimsbüttel an der Osterstraße, hinterlege die Ware, die ich verkaufe oder verschenke und sende dem Käufer/Beschenkten ganz einfach den Öffnungscode. Die Person kann das Fach dann öffnen und die Sachen entnehmen. Win-Win ohne viel Arbeit!

10. Alles erledigt! Wie geht es weiter?

Herzlichen Glückwunsch! Wenn du alles soweit umgesetzt hast, fühlst du dich sicher deutlich erleichtert. Nach diesem Aufräum-Prozess habe ich nicht nur gelernt, dass alles seinen eigenen Platz hat, sondern noch so viel mehr: Mich leichter von Dingen trennen, Dankbarkeit, Verantwortungsgefühl gegenüber mir und meinem Besitz und ein besseres Gefühl für meinen eigenen Selbstwert.

Und eine Frage: Bin ich seitdem immer 100 Prozent super ordentlich? Ich bin ehrlich. Auch ich räume manchmal immer noch nicht sofort alles an seinen festen Platz. Die alten, erlernten chaotischen Muster legt man nicht von heute auf morgen ab, aber es ist weitaus weniger Arbeit als früher. Wichtig ist, dass man dran bleibt. Fakt ist, dass ich endlich unangekündigt Besuch bekommen kann ohne zu sagen „Warte mal kurz, ich muss da nochmal eben…“

Ich hoffe, euch haben meine 10 Tipps mit der Marie Kondo Methode inspiriert.

Jules

Melde dich für unsere kostenlose Zusammenfassung aller News aus deinem Viertel an. Jede Woche neu.

Jetzt kostenlos anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.