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Frischer geht's nicht: Pflückt eure Beeren im Obst-Paradies

Auf dem idyllisch gelegenen Obsthof in der Wedeler Marsch könnt ihr verschiedenste Früchte selbst pflücken. Außerdem: Streichelzoo, Spielplatz, Hofladen und feinste Kuchen im Hofcafé.

Idyllisch schlängelt sich der Steinweg aus Wedel heraus, zwischen Wiesen und Feldern, am Rande gluckst Wasser durch den Graben. Nach einer Rechtskurve folgt bald eine Gabelung. Nach links geht es weiter Richtung Fährmannssand, wo ihr herrlich am Deich spazieren und im gleichnamigen Gasthaus auch gut mit euren Kindern essen könnt. Wir aber gehen (oder fahren) geradeaus weiter, Richtung Obst-Paradies Kleinwort. Weit ist es nicht mehr, dann sind wir auf dem Hof.

Der erste Weg führt in den Hofladen. Hier könnt ihr Obst und Gemüse (je nach Saison einiges aus eigenem Anbau, der Rest ist zugekauft), Säfte, Wein und Gewürze sowie selbstgemachte Fruchtaufstriche, Bärlauchpesto und -salz erstehen. Und ihr bekommt hier auch euer Sammelkörbchen. Auf geht's!

Seit 1989 könnt ihr auf dem Obsthof selber pflücken

Der Hof der Familie Kleinwort ist von weitläufigen Feldern, Plantagen und Beeten umgeben, insgesamt sind es 19 Hektar, auf denen Obst gedeiht. 1901 wurde er erbaut, zunächst Viehzucht und Ackerbau betrieben. Im Jahr 1948 sattelte die Familie aber um: Von jetzt an wurde nur noch Obst angebaut, das schon damals direkt am Hof und auch dem Wochenmarkt verkauft wurde. Seit 1989 könnt ihr die Früchte auch selbst pflücken.

Verschiedene Beeren, Äpfel und Kirschen

Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, prall und rot leuchten sie aus den grünen Blättern. Reihe um Reihe ziehen sich die Pflanzen, viele nebeneinander, endlos lang. War das Wetter gut und ist der richtige Zeitpunkt gekommen, pflückt ihr hier im Überfluss, ratzefatze ist das Körbchen voll. Wenn sich die Saison dem Ende zuneigt, müsst ihr dagegen ein bisschen auf die Pirsch gehen, die Augen offenhalten, ein wenig zwischen den Blättern wühlen. Das macht auch den Kindern Spaß: Wer entdeckt noch reiche Beute, eine Stelle, die die anderen Pflücker bislang übersehen haben?

Auch Kirschen und Äpfel könnt ihr euch von den Bäumen holen. Letztere gibt es in 15 Sorten. Da wird gewiss eine dabei sein, die auch euch schmeckt, oder? Auf dem Weg in die Plantagen kommt ihr übrigens an weiteren Bewohnern des Hofes vorbei, denen ihr guten Tag sagen könnt: Ziegen, Häschen und grunzende Schweine.

Im Hofcafé gibt es köstliche Kuchen und Torten

Nach dem Pflücken habt ihr euch eine Pause verdient. Also hoch die Stufen in den alten Heuboden! Er wurde 2005 zum Café mit großer Terrasse umgebaut, von der aus ihr einen wunderbaren Blick in die Marsch habt. Am Wochenende gibt es hier Frühstück, das wahre Highlight sind aber die selbstgebackenen Kuchen und Torten. Gerade letztere sind wahre Kunstwerke, häufig mehrstöckige Verlockungen aus Sahne, Früchten, Schokolade und Cremes. Einfach göttlich: die Apfel-Schmand-Torte. Leider wollen die Kleinworts das Rezept nicht herausrücken, es hilft also nichts: Wer sie gelegentlich genießen möchte, muss auf den Obsthof kommen.

Die Kinder können auf dem Spielplatz toben

Nach dem Essen können die Kids dann noch ein bisschen auf dem Spielplatz toben. Oder, falls sie groß genug sind, sogar schon, während ihr noch gemütlich auf der Terrasse sitzt, denn von da aus habt ihr Schaukel, Rutsche und Sandkasten im Blick. Achtung: Im Café und auch im Hofladen sind nur Barzahlung möglich. Packt also genug Geld ein, denn auch eure selbstgepflückten Früchte müssen ja noch bezahlt werden. Der Preis geht nach Gewicht, und zugegeben: Supergünstig ist das Ganze nicht. Aber dafür macht die Pflückerei Spaß und ihr könnt euch die prallsten Beeren selbst aussuchen. Alle stammen übrigens aus kontrolliert integriertem Anbau.

Infos: Obst-Paradies Kleinwort, Winterros, 22880 Wedel; Café Öffnungszeiten: Mi–Fr 14 bis 18 Uhr, Sa+So 10 bis 18 Uhr, Frühstück 10 bis 13 Uhr; Hofladen Öffnungszeiten (also auch Pflückzeiten): Mi–So 10 bis 18 Uhr

Noch mehr Wissenswertes aus den Elbvororten

Frische und regionale Produkte findet ihr übrigens auch auf diversen Wochenmärkten in Wedel. Und habt ihr euch schon mal gefragt, wie Wedel zu seinem Namen gekommen ist?

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