Smutje's Landgang )

Frisch, lecker & lokal: Hamburgs schönste Wochenmärkte

Hamburgs Märkte sind wahre Frischeparadiese zum Einkaufen und Bummeln – und selbst für Schietwetter gibt es echte Indoor-Alternativen mit Marktgefühl. Wir haben uns für euch umgeschaut.

Der Hamburger Thomas Sampl ist der Perlensucher unter den Köchen. Er kennt die Erzeuger der Region – und weiß, wo man in Hamburg an beste Ware kommt. Der Koch und Caterer bietet mit "Smutje's Landgang" Wochenmarkt-Touren inklusive Stadtführung und Kochkurs. Uns hat er erzählt, welche Wochenmärkte und Produzenten ihr unbedingt kennen solltet.

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Thomas Sampl zeigt uns seine schönsten Wochenmärkte. (© Gerrit Meier )

Kleiner Markt, großes Angebot

Spritzenplatz Ottensen: "Der Spritzenplatz ist für mich Hamburgs bester Markt. Die Vermischung von unterschiedlichen Ständen – der Wechsel von Regional- und Bio-Erzeugern – sorgt für eine beachtliche Auswahl an Direktvermarktern, obwohl die Marktfläche nicht groß ist. Auch die Öffnungszeiten sind angenehm. Beim Regionalmarkt am Dienstag und Freitag muss man unbedingt zu Fleischermeister Dopke mit seinen frischen ungebrühten Würstchen und hausgemachten Schinkenspezialitäten. Beim Ökowochenmarkt am Mittwoch und Samstag findet man an vielen Ständen alte Gemüsesorten, die fast nirgends mehr zu bekommen sind. Besonders: Der Kattendorfer Hof handelt nur mit Produkten, die auch dort angebaut werden."
Regionalmarkt: Di 8–14, Fr 8–18.30 Uhr
Ökowochenmarkt: Mi 12–18.30, Sa 9.30–15 Uhr

Alles andere als gewöhnlich

Nachtmarkt St. Pauli: "Der Nachtmarkt auf St. Pauli hat seinen ganz eigenen Charme. Hier mischen sich zahlreiche Fressbuden, normale Wochenmarktstände und Livemusik zu einem bunten Trubel. Nicht vorbeikommen kann man an Urthels Fischstand. Es gibt noch unkonservierte Krabben – eine echte Seltenheit, die sonst kaum mehr zu finden ist. Simple Krabbenbrötchen erzielen hier kulinarische Höchstnoten. Frischer geht nicht. Am Biogemüse-Stand von Sannmann findet man zudem tolle Zutaten wie Wildkohlsorten und vielseitige Kräuter. Außerdem gibt es viele Motto-Marktabende wie Spargel, Abgrillen und Grünkohl."
Apr-Sep Mi 16–23 Uhr; Okt-Mär Mi 16–22 Uhr

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Historisch und herzlich

Großneumarkt in der Neustadt: "Mein Lieblingsmarkt ist der Großneumarkt. Dieser kleine, feine Markt besticht durch seine Lage mitten in der Innenstadt an einem der historischsten Marktplätze der Stadt. Wer samstags um 10 Uhr den Markt betritt, wird vom Trompeter auf dem Michel begrüßt. Der große Apfelstand bietet wunderbar seltene Sorten wie Gravensteiner und Finkenwerder Herbstprinz. Im Sommer wird dort außerdem aus roten Johannisbeeren ein Nektar hergestellt, mit dem ich den ganzen Winter über meine Longdrinks versüße. Herausragend lecker! Dazu gibt's immer einen netten Schnack mit den Händlern. Hier ist man unter sich, Touristen sieht man hier wenige."
Mi und Sa 8.30–13.30 Uhr

Lang und schön

Isemarkt in Eppendorf: "Unter den Schienen der U3 verläuft der wohl längste Wochenmarkt Hamburgs. Richtig guten Fisch gibt es bei Fisch Schloh und Hamburgs angeblich besten Fleischsalat, ob man es glaubt oder nicht, bei Käse Schumann. Bei Ernst August Eckhoff findet man regionales und saisonales Obst (auch mal ausgefallene Sorten wie gelbe Kirschen). Mein Tipp: Unbedingt den Kohlrabi und das Walnussbrot bei Andrea Koch vom Biohof Koch probieren. Aber Achtung: Zwischen diese Produzenten mit guter und vielseitiger Auswahl mischen sich auch Zwischenhändler, denen die Qualität nicht so am Herzen liegt."
Di und Fr 8.30–14 Uhr

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Sonne und Süßes am Goldbekufer

Goldbekmarkt in Winterhude: "An sonnigen Tagen ist der Goldbekmarkt meine erste Wahl. Durch die Nähe zum Alsterfleet fühlt man, warum Hamburg eine lebenswerte Stadt ist. Was man immer zuerst machen sollte: einmal komplett von Anfang bis Ende durch den Markt schlendern, das Angebot betrachten und das Flair genießen. Am Ende des Marktes (Richtung Barmbeker Straße) wird man belohnt, denn dort steht ein Muffin-Stand, der durchgehend warme Muffins mit tollen Zutaten wie Pekannüssen und Kirschen serviert. Nach der süßen Pause geht es ans Einkaufen – zum Beispiel bei den Händlern aus dem Alten Land und aus den Vierlanden. Wichtig: Auf die Herkunft der Ware achten und am besten dort kaufen, wo nur Selbstproduziertes angeboten wird."
Info: Di, Do und Sa 8.30–13 Uhr

Schlechtwettermärkte

Marktzeit in der Fabrik: Alle Jahre wieder lockt die Marktzeit in die Ottenser Fabrik. Wo sonst Konzerte stattfinden, verkaufen jeden Samstag von Oktober bis April rund 30 Händler Kulinarisches aus eigener Herstellung: vom Biobergkäse über Honig und Nüsse bis zu eingeweckten Suppen. Oder man sichert sich einen der fertig gepackten Frühstückskörbe, nimmt auf der Galerie Platz, lauscht der Livemusik und genießt.
Barnerstraße 36 (Ottensen), Sa 9.30–15 Uhr (Okt–Apr); www.marktzeit.com

Roman Kraft )

Mercado-Markthalle: Schlendern in der Mittagspause oder Wocheneinkauf für die ganze Familie? Die Markthalle im Mercado kann beides. Hier wandelt es sich vielfältig von Blumen- zu Gemüseständen, von frischem Fleisch des Geflügelhofs Schönecke zu türkischer Feinkost bei Arkadas. Köstliche Stärkungen bieten die Kaffeerösterei Burg oder einer der Imbisse mit asiatischer, italienischer oder deutscher Küche. Was nach dem Indoor- Marktbummel noch fehlt, findet man im Edeka Frischemarkt, bei Budni (im Untergeschoss) oder im Reformhaus Engelhardt.
Ottenser Hauptstraße 10 (Ottensen), Telefon 398 68 40, Mo-Mi, Sa 10–20, Do-Fr 10–21 Uhr; www.mercado-hh.de

(© Rindermarkthalle St. Pauli / Marius Roeer )

Rindermarkthalle: Einkaufen statt Shoppen verspricht die Rindermarkthalle – und lädt mit einem überdachten Wochenmarkt zum Flanieren ein. An 20 Ständen und in kleinen Geschäften rundum finden Genusshungrige Brot, Wein, Käse, Feinkost und mehr. Außerdem lockt ein üppig bestückter Edeka. Besonders gegen Abend tummeln sich an den Ständen die Menschen aus dem Viertel für ein Gläschen Wein und den ein oder anderen Schanzen-Schnack.
Neuer Kamp 31 (St. Pauli), Telefon 87 97 63 90 (Büro), Mo-Sa 10–20 Uhr; www.rindermarkthalle-stpauli.de

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