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10 Fettnäpfchen, in die Hamburger Touristen häufig treten

Wer als Tourist nach Hamburg kommt, hat's nicht immer leicht. Denn hier warten so einige Fettnäpfchen, die zum Reintreten förmlich einladen. Ob zur Vorbereitung für den nächsten Hamburg-Besuch oder als Belustigung für die Hamburger unter euch – hier kommen zehn typische Szenarien.

1. Eine andere Stadt als die schönste Stadt der Welt bezeichnen

Wer einem Hamburger weißmachen will, dass zum Beispiel München die schönste Stadt der Welt ist, beißt auf Granit. Da ist es auch nicht ratsam, sich auf eine Diskussion einzulassen, denn der Hamburger wird kein Argument dieser Welt gelten lassen. Spätestens wenn er vor unterdrückter Wut rot anzulaufen droht, solltet ihr die Notbremse ziehen. Sonst habt ihr bald einen Freund weniger. Wir meinen's ernst!

2. Beim Fleischer nach Hamburger Speck fragen

Da wird wohl jeder Hamburger Fleischer in lautes Gelächter ausbrechen. Denn Obacht! Hamburger Speck ist eine Nascherei aus Zuckerschaum, die mit herkömmlichem Speck so gar nichts gemein hat – außer der abwechselnd in weiß und rot geschichtete Optik. Zugegeben, der Begriff ist etwas irreführend. Falls ihr dem Hamburger Speck noch mal eine Chance geben wollt: Den Klassiker gibt's auf dem Hamburger Dom an jeder Ecke und auch bei einigen Einzelhändlern in Hamburg, zum Beispiel im arko-Shop.

3. Mit Minirock und Bauchtasche auf dem Hans-Albers-Platz stehen

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Im kurzen Partyoutfit, High Heels und – die Krönung – einer Bauchtasche am Hans-Albers-Platz oder vor dem Reeperbahn-Burger King auf Freunde zu warten, ist KEINE gute Idee. Denn diese beiden Orte sind die typischen Jagdreviere der Prostituierten. Und die haben zusätzliche Konkurrenz nicht so gern. Das Gleiche gilt übrigens für Daunenjacke und Moonboots im Winter. Don't do it!

4. In einer Hamburger Kneipe Club Mate bestellen

Dass Club Mate in Hamburg nicht so populär ist, begreifen Ortsunkundige spätestens dann. Wer nämlich in einer Hamburger Kneipe eine Club Mate ordert, wird damit wenig Erfolg haben. Gut möglich, dass der Barkeeper euch daraufhin einfach wortlos eine Fritz Kola vor die Nase stellt – oder ein Astra Bier. Hanseaten sind ja von Natur aus eher praktisch veranlagt.

5. Die Alsterschwäne ärgern

Den Fehler macht man nur einmal. Denn die Hamburger Alsterschwäne sind eine Art Wahrzeichen. Wer sie ärgert, hat innerhalb weniger Sekunden entweder einen wütenden Hamburger am Hals oder einen wütenden Schwan. Und den Kampf gegen Letzteren könnt ihr nur verlieren. Denn so schön die weißen Schwäne auch aussehen, wenn man sie provoziert, können sie richtig biestig werden.

6. Hamburg mit „g“ am Ende aussprechen

Das heißt nicht Hamburg, sondern ganz locker aus dem Rachen gerutscht „Hamburch“. Jeder, der diese Aussprache nicht drauf hat, entlarvt sich selbst direkt als Nicht-Hamburger. Da haben wir Hamburger ganz feine Ohren. Wer also nicht unangenehm auffallen will, übt vorher noch mal seine Aussprache. Etwa so: "Wir sind in Hamburch, Kinners!". Und hier noch ein paar sprachliche Eigenheiten, damit ihr ein bisschen üben könnt: So schnackt Hamburg.

7. Über den HSV lästern

Über den HSV gibt es in der letzten Zeit nicht viel Gutes zu sagen, das stimmt. Aber sich als Nicht-Hamburger über den Verein auszulassen, ist eine heikle Sache. Damit wären wir gaaaanz vorsichtig. Denn wenn jemand über den HSV herzieht, dann nur echte Fans, die dem Verein seit Jahren die Treue halten ("Nur der HSV!"). Wenn ein Nicht-Hamburger abfällig über den HSV spricht und dabei unglücklicherweise an einen HSV-Fan gerät, kriegt er einen auf den Deckel – wenn's gut läuft. Wenn's schlecht läuft... vermeidet das Thema einfach!

8. Glauben, dass die Reeperbahn DER Party-Hotspot in Hamburg ist

Zu viele Kiosks, zu viele Touristen, zu viele Junggesellinnenabschiede: Ihr habt euch die Hamburger Reeperbahn anders vorgestellt? Dann macht ihr einen entscheidenden Fehler. Klar, kann man die Reeperbahn mal runterlaufen, wenn man schon mal hier ist. Aber: Das wirkliche Kiezleben spielt sich in den Nebenstraßen ab. In so coolen Läden wie dem Möwe Sturzflug, dem Clockers oder dem Grünen Jäger bei der Schanze. Was viele Hamburg-Besucher nämlich auch nicht wissen: Man muss sich nicht für Kiez oder Schanze entscheiden. Von einem zum anderen Ort kann man auch ganz easy laufen – über die legendäre Wohlwillstraße.

9. Glasflaschen mit auf den Kiez nehmen

Dieses Fettnäpfchen kann richtig teuer werden. Viele Hamburger Touristen wissen aber schlichtweg nicht, dass Glasflaschen am Wochenende auf der Reeperbahn verboten sind und erleben dann eine böse Überraschung. Bis zu 5.000 Euro Bußgeld muss man nämlich zahlen, wenn man von Freitag bis Sonntag zwischen 22 und 6 Uhr mit einer Glasflasche über den Kiez läuft und erwischt wird. Autsch!

10. Auf den Tele-Michel wollen

Der Fernsehturm ist das höchste Gebäude der Stadt – wir können schon verstehen, dass man da hoch will. Die Enttäuschung ist dann aber jedes Mal groß, wenn es heißt: Sorry Leute, der Tele-Michel ist seit 2001 geschlossen. Vielleicht habt ihr in vier Jahren mehr Glück. 2023 soll der Fernsehturm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Bis dahin könnt ihr aber auch einen der anderen, großartigen Aussichtspunkte in Hamburg besuchen. Der Blick vom Michel oder die Aussicht vom Dockland sind auch traumhaft schön!

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