Der kurzfristige Radweg auf dem Sievekingdamm. (© kiekmo )

Fahrradstadt Hamburg? Neue Pop-up-Bikelanes und Fahrradbrücke

Verkehrssenator Anjes Tjarks hat eine klare Mission: Hamburg soll zur Fahrradstadt werden. Ausgerechnet Corona könnte dieses Vorhaben beflügeln. Bei kiekmo lest ihr, was für die Hansestadt geplant ist.

Sicher radeln: Im Praxistest schneidet Hamburg eher bescheiden ab. Vor allem in der Innenstadt muss sich der gemeine Radler mit Kopfsteinpflaster sowie schlecht bis gar nicht gekennzeichneten und viel zu engen Radwegen herumärgern. Das will Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ändern. Dabei kommt ihm ausgerechnet Corona zugute. Denn aufgrund der Infektionsgefahr meiden viele Hamburger derzeit den ÖPNV. Beim Radfahren wird der Abstand ganz automatisch eingehalten. Um Radeln attraktiver als Autofahren zu machen und sowohl Umweltverschmutzung als auch Verkehrsinfarkt durch erhöhtes PKW-Aufkommen einzudämmen, sperrt die Stadt nach Berliner und Münchener Vorbild nun die rechte Spur einiger Hauptverkehrsstraßen für den Autoverkehr – als sogenannte Pop-up-Bikelanes. Sie sollen dort entstehen, wo es Radfahrer in Hamburg besonders schwer haben.

Erster Radstreifen auf dem Sievekingdamm

Wie man sich die Pop-up-Bikelanes vorstellen kann, ist aktuell auf dem Sievekingdamm in Hamm-Nord zu sehen. Zwei gelbe durchgezogene Linien trennen den Rad- von Autoverkehr. Zudem ist der Radweg mit gelben Fahrradsymbolen versehen. Die dortige Umleitung des Radverkehrs auf die Fahrbahn habe aber lediglich etwas mit Straßenumbaumaßnahmen zu tun und sei eine kurzfristige Lösung, so das Bezirksamt Mitte laut NDR.

"Pop-up-Bikelanes" für mehr Sicherheit im Radverkehr

Ein Teil der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße sowie die Straßen Beim Schlump, Hallerstraße und Sandtorkai/Brooktorkai sind auserkoren, das Konzept zu testen. Im Herbst sollen die ersten tatsächlichen Pop-up-Bikelanes realisiert werden, weitere folgen dann im Frühjahr 2021. "Pop-up-Bikelanes bilden ein wichtiges Element, um auch relativ kurzfristig gut abgegrenzte Radwege mit mehr Platz und Sicherheit für den Radverkehr zu installieren", sagte Verkehrsminister Anjes Tjarks dem Hamburger Abendblatt. Der ADFC Fahrrad-Club zeigt sich erfreut, aber noch längst nicht zufrieden: Er fordert die Einrichtung von 25 solcher Radwege, beispielsweise auf der Wandsbeker Chaussee und der Reeperbahn sowie an der Alster.

Brücke über die Norderelbe

Weiterhin plant Tjarks, die Stadtteile HafenCity und Grasbrook mit einer Brücke über die Norderelbe zu verbinden. Auch Rettungsfahrzeuge könnten auf diesem Weg schneller über die Elbe gelangen. "Die Brücke wäre nicht nur für den neuen sehr autoarmen Stadtteil Grasbrook ein Gewinn, sondern auch die kürzeste Verbindung aus Richtung Wilhelmsburg und Harburg in die Hamburger City", so Tjarks im Hamburger Abendblatt. Bauvorhaben und mögliche Finanzierung werden mit der HafenCity GmbH geprüft. Die Brücke wäre ein Meilenstein auf Tjarks' Weg zu unterbrechungsfreien Radverbindungen durch ganz Hamburg.

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