Moi's Haymaker )

Essiglimonade "Moi's Haymaker": Hamburgs neues In-Getränk kommt aus Altona

Essiglimonade mit Wurzeln in Altona: "Moi’s Haymaker" besticht durch natürliche Zutaten, schönes Design und die Geschichte von drei Hamburger Jungs, die Lust hatten, ihr eigenes Ding durchzuziehen.

Zugegeben: Essiglimonade klingt erstmal nicht so lecker. Doch einmal probiert werdet ihr euch fragen, warum es die nicht schon seit Jahren auf dem deutschen Getränkemarkt gibt. In den USA trinken Farmer die nämlich schon seit dem 18. Jahrhundert – als Erfrischung nach der harten Arbeit auf dem Feld. Mit Moi’s Haymaker findet ihr dieses Getränk nun auch auf den Getränkekarten und in den Regalen von Hamburger Cafés, Bars und Kiosken.

Die Mois: Timon, Jan und Justus (von links) Moi's Haymaker )

Inspirationsquelle: "Darm mit Charme"

Hinter dieser besonderen Limo stecken die drei Hamburger Freunde Jan, Justus und Timon. Jan und Timon sind Wirtschaftsingenieure, Justus ist Designer in einer großen Hamburger Werbeagentur. Sie alle vereinte neben ihrer Freundschaft die Idee, irgendwann einmal ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen. Inspiriert von einem befreundeten Arzt, der gerade das Buch "Darm mit Charme" las, in welchem es auch um den gesundheitlichen Vorteil von Essig-Drinks aus Japan geht, fingen sie an, ihre eigene Essiglimonade zu kreieren. Als dann im Sommer 2017 die Altonale anstand, mieteten sie spontan einen Stand, um zu testen, wie die bei den Leuten ankommt. Fertig war die Limo da noch nicht: keine finale Rezeptur, kein Design. In 1,5 Wochen perfektionierten sie dann ihr außergewöhnliches Getränk, stellten 30 Liter davon in der heimischen Küche her und entwickelten den Namen und das Design. "Wir haben uns super viel Mühe gegeben mit kleinen Flaschen, schönen Etiketts und einem netten Stand", so Timon. "Es war absurd viel Arbeit für so kurze Zeit. Aber es hat viel Spaß gemacht, weil es unser Ding war."

Eine Limo. Vier Zutaten.

Bei den Besuchern der Atonale stießen die Jungs mit ihrer Essiglimo auf Begeisterung – weil nicht nur das Design stimmte, sondern auch der Inhalt schmeckte und an keine andere Limo erinnerte. Zudem besticht Moi’s Haymaker mit Natürlichkeit. Gerade einmal vier Zutaten braucht es, um sie herzustellen: Zitronensaft, Ingwersaft, Ahornsirup und Apfelessig. Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker? Fehlanzeige. "Ich hab sogar mit Giulia Enders, der Autorin von "Darm mit Charme", gesprochen und sie meinte, dass man die Limo durchaus als gesund bezeichnen könne“, so Timon. "Sie hat fast keine Kalorien. Zwar ist ein wenig Ahornsirup für die Süße drin, dem werden aber genau wie Ingwer und Apfelessig viele positive Effekte auf den Körper zugeschrieben."

Wir hatten den Anspruch, dass es gesund sein soll und keine weitere, eigentlich zu süße Limonade wird.

Nach dem Erfolg bei der Atonale sollte die viele Arbeit nicht einfach im Sande verlaufen. Die Jungs machten sich auf die Suche nach einem Abfüller, der auch Kleinstmengen produziert, was in Deutschland alles andere als üblich ist. Fündig wurden sie schließlich in Bayern. Auch dass sie weiterhin mit möglichst unbehandelten, natürlichen Zutaten arbeiten wollten, war nicht leicht zu realisieren. "Wir wollten, dass das fertig abgefüllte Produkt möglichst nah an unserer ursprünglichen Limo bleibt, die wir zu Hause in der Küche hergestellt haben. Wir hatten den Anspruch, dass es gesund sein soll und keine weitere, eigentlich zu süße Limonade wird", so Jan. Die Jungs testeten sich durch zig Varianten ihrer Grundzutaten, auch Apfelessig- und Zitronensafttastings gehörten dazu. Im Herbst hatten sie dann ihre erste Charge vom Moi’s Haymaker zu Hause. Eine Testabfüllung mit 100 Flaschen für gut 500 Euro.

Moi’s Haymaker: Hier gibt’s die Essiglimo

Seitdem ist fast ein Jahr vergangen und die Mois, wie sie sich scherzhaft gerne selbst nennen, konnten viele Händler und Gastronomen in Hamburg davon überzeugen, sie mit in ihr Sortiment aufzunehmen. Eines der ersten ist das Café "Törnqvist". "Das war für uns natürlich ein großes Glück“, so Justus. "Der Besitzer Linus hat uns zu einem Zeitpunkt aufgenommen, als wir noch nicht zuverlässig und pünktlich liefern konnten. Er war da unglaublich verständnisvoll und hat uns Welpenschutz gegeben. Dafür sind wir sehr dankbar!" Doch auch beim Falafelstern, im Café el rojito, bei der Tabakbörse und in vielen weiteren Läden ist Moi’s Haymaker mittlerweile zu finden.

Mit einer Limo wird heute keiner mehr reich.

"Es ist schon cool, wenn man durch die Schanze läuft und Menschen dort plötzlich deine Limo in der Hand halten", erzählt Timon. Davon leben können die drei zurzeit allerdings noch nicht. Limo-Produzenten sind sie bisher nur nebenberuflich. Der Wunsch, sich irgendwann in Zukunft nur noch darauf konzentrieren zu können, ist deshalb bei allen stark. "Mit einer Limo wird heute aber keiner mehr reich", so Justus. "Der Limomarkt ist dafür einfach zu übersättigt. Wir machen es aber, weil wir Bock darauf haben, unser eigenes Ding zu machen und unser Produkt cool finden wollen." Mit Moi’s Haymaker ist den Mois das auf jeden Fall gelungen – und lecker ist es noch dazu.

Mehr Hamburger, die cooles Zeugs machen

Hamburg ist voll mit Gründer-Geschichten. Habt ihr schon von den Jungs von "JoyBräu" gehört? Die brauen alkoholfreies Protein-Bier für Sportler. Doch Träume kann man sich bekanntlich nicht nur mit Getränken erfüllen: Wir haben hier noch Hamburger Deerns, die Plastikmüll zu Yogamatten verarbeiten und zehn Freunde, die sich mit dem Café "Brooks" gemeinsam einen Traum erfüllt haben. Wer weiß, vielleicht findet ihr hier ja auch etwas Inspiration um "euer Ding" durchzuziehen?

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