(© Shuttersock/Viktor Kochetkov )

Essbare Eislöffel und Klitschko-Tee: 4 Highlights vom Food Innovation Camp

Was landet demnächst Spannendes auf unseren Tellern und im Supermarktregal? Das entscheidet sich unter anderem bei den Food Awards, die in Hamburg alljährlich im Rahmen des Food Innovation Camps in der Handelskammer verliehen werden. Wir haben die Highlights vom diesjährigen Branchentreff der Food-und Gastro-Branche für euch vom Teller gepickt.

1. Leise rieselt das Bratfett: PAUDAR

Was ist es? Eine kleine Küchen-Revolution: Paudar ist pflanzliches Bratfett in Pulverform zum Streuen. Und außerdem der Gewinner in der Kategorie "Bestes Produkt" der Food Awards des diesjährigen Food Innovation Camps.
Warum ist das gut? Weil es total easy anzuwenden ist: einfach direkt auf Fleisch, Fisch oder Gemüse streuen statt in die Pfanne. Dabei soll Paudar ein perfektes Bratergebnis erzielen – außen schön knusprig, innen saftig – und beim Braten kaum spritzen. Durch die praktische und sparsame Streu-Dosierung kann der Verbrauch an Öl – und damit auch an Kalorien – um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Noch dazu stammt das Produkt aus zertifiziert nachhaltig bewirtschafteten Anbaugebieten. Und dass das Ganze in einer schicken schwarz-weißen Dose verpackt ist, die ein bisschen nach hipper Gewürzmischung aussieht, schadet auch nicht.
Wo gibt’s das? Paudar ist zurzeit online über den Shopping-Channel für Startups, QVC Next, und Rewe online zu beziehen. Bei den Food Awards gewannen die Erfinder jetzt auch noch ein Vertriebs-Listing in vielen Rewe-Nord-Märkten. Fette Sache!

2. Knabber-Eislöffel statt Plastikmüll: Spoonie

Was ist es? Ein nachhaltiger Eislöffel – und ein weiterer Schritt in Richtung plastikfreie Welt. Die erste essbare Alternative zu Plastiklöffeln heißt Spoonie und kommt vom Start-up Spoontainable (eine Wortkombi aus "Spoon" – Löffel – und "sustainable", also nachhaltig). Die Öko-Löffelchen bestehen unter anderem aus gepressten und essbaren Fasern von Kakaoschale – schmeckt irgendwie lecker und keksig. Die süßen Spoonies sind dabei vegan und kommen ganz ohne Zucker aus.
Warum ist das gut? Erstens: Weil wir in der Eisdiele demnächst nicht nur die Waffel, sondern auch den Löffel aufnaschen können. Und zweitens natürlich: Weil wir dank dieser Innovation unsere Plastikberge reduzieren: 360 Millionen Plastikeislöffel werden jedes Jahr in Deutschland benutzt und weggeschmissen. Müssen wir mehr sagen? Wohl auch deshalb sahnte Spoontainable den "Bester Newcomer"-Award bei den Food Awards ab.
Wo gibt’s das? Bestimmt demnächst in eurer Eisdiele, denn seit einem halben Jahr sind die braunen Spoonies auf dem Markt. Wenn ihr das beschleunigen wollt: Die beiden Stuttgarter Gründerinnen und Erfinderinnen von Spoontainable finanzieren ihr Produkt unter dem Motto "Don’t waste it– taste it" aktuell weiter über Crowdfunding – spendet doch einfach euer nächstes Eis-Budget dorthin!

3. Nie k. o. dank Promi-Getränk: Funktions-Tees von Wladimir Klitschko

Was ist es? "Ready to drink"-Japan-Tees von einem ehemaligen Boxweltmeister auf der Basis von weißem und grünem Tee.
Warum ist das gut? Wissen wir auch noch nicht so genau, aber was der sympathische und durchtrainierte Ex-Boxweltmeister und Fitness-Experte trinkt, kann nicht verkehrt sein. Fest steht: Dr. Wladimir Klitschko ist erfolgreicher Unternehmer und hat mit seiner Beratungsfirma unter dem Konzeptnamen F.A.C.E. nun das erste Produkt für den Supermarkt entwickelt, in das er seine Expertise einfließen lässt. Die Philosophie dahinter: Die zuckerfreien Tees sind eher gesundes Funktions- als Genussmittel, sollen dabei helfen, sich zu fokussieren und die Ausdauer zu verbessern.
Wo gibt’s das? Gegen Ende 2019 sollen die Klitschkoschen Promi-Tees in ungefähr 550 Rewe-Filialen in den Regalen.

4. Darf’s ein bisschen Meer sein? Salate aus Algen von Nordic Oceanfruit

Was ist es? Maritime Feinkost aus Meeresalgen, dem Superfood der Zukunft. Die leckeren Salate, Toppings und Burger gibt’s unter dem Produktnamen Nordic Oceanfruit in schick etikettierten Gläsern. Zum Beispiel den "Koreanischen Meeressalat" mit scharfem Ingwer und viel Umami. Ist das fancy Aufstrich? Nö, das Algen-Food kann mehr: Der "Mediterrane Meeressalat" passt zum Beispiel ganz wunderbar zu frischer Pasta. Und der "Meeressalat graved style", ein Klassiker für Skandi-Fans, schmeckt lecker zu Kartoffeln und Brot.
Warum ist das gut? Meeresalgen sind die spannendsten Lebensmittel überhaupt, finden die Hamburger Macher von Nordic Oceanfruit. Mit ihrer tollen Nährstoff-Zusammensetzung und –Dichte ist diese Meeres-Ressource ein Powerfood, dabei vegan und glutenfrei. Algen wachsen außerdem ganz ohne Dünger, Frischwasser und Erde. Für Nordic Oceanfruit werden nur europäische Meeresalgen verarbeitet, sodass in Europa auch für Fischer neue Einkommensquellen geschaffen werden. Das fand die Jury super: Für die Nordic-Oceanfruit-Range wurde bei den Food Awards eigens der Sonderpreis "Beste Produktidee" auf Initiative von Top-Gastronom Christian Rach ins Leben gerufen.
Wo gibt’s das? Tauchen müsst ihr dafür nicht ... die leckeren Feinkost-Algen gibt’s zum Beispiel online auf der Webseite von Nordic Oceanfruit.

Apropos Plastikmüll

Mal ganz abgesehen vom Verzicht von Plastiklöffeln, könnt ihr noch viel mehr tun. Beispielsweise verpackungslos einkaufen: Wir verraten euch, wo man Lebensmittel und Co. unverpackt in Hamburg kaufen kann.

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