(© Eimsbütteler Nachrichten )

Erinnerung an NS-Opfer: "Monat des Gedenkens" in Eimsbüttel

Gelebte Erinnerungskultur: Vom 20. April bis 31. Mai findet in Eimsbüttel zum fünften Mal der "Monat des Gedenkens" statt. Mit diversen Veranstaltungen soll an das Schicksal der Opfer des NS-Regimes gedacht werden.

Seit vielen Jahren finden in Eimsbüttel verschiedene Gedenkveranstaltungen zum Andenken der Opfer der Gräueltaten des Dritten Reichs statt. Viele Erinnerungsorte wurden zu diesem Zweck im Bezirk ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 beschloss die Bezirksversammlung Eimsbüttel die Gründung eines "Monat des Gedenkens" und es bildete sich eine offene Arbeitsgemeinschaft, die sich als Plattform und Netzwerk für Veranstaltungen und Aktivitäten versteht. Jeder ist eingeladen mitzuwirken, sich an Veranstaltungen zu beteiligen oder eigene Ideen zu entwickeln.

Vielfältiges Programm & lange Teilnehmerliste

In ganz Eimsbüttel, von Schnelsen im Norden bis Harvestehude-Rotherbaum im Süden, finden im diesjährigen "Monat des Gedenkens" mehr als 50 Veranstaltungen und Aktionen statt. Darunter zum Beispiel Stolperstein-Putzaktionen, eine Lesung von Texten von in der NS-Zeit verfemter Autoren oder auch ein "Rap gegen das Vergessen".

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel: Jüdische Jugendliche auf dem Weg nach Palästina. Vortrag von Erika Hirsch. (© Lior Oren )

Den Auftakt zum diesjährigen "Monat des Gedenkens" bildet, wie schon in den Jahren zuvor, eine Gedenkveranstaltung für die Kinder vom "Bullenhuser Damm" Mitte April. Die Veranstaltung erinnert an den Jahrestag der Ermordung von 20 jüdischen Kindern und zahlreichen erwachsenen Gefangenen des Konzentrationslagers Neuengamme sowie Kriegsgefangenen durch die SS in der Nacht vom 20. zum 21. April 1945. An den Kindern waren zuvor im Konzentrationslager Neuengamme medizinische Versuche vorgenommen worden.

Die Liste der Teilnehmer am "Monat des Gedenkens" ist beinahe so lang wie die Liste der Veranstaltungen. Neben Theatern wie den Kammerspielen und dem Mut Theater, ist etwa auch das Abaton-Kino dabei. Genauso wie diverse Kirchenverbände, Bürgerinitiativen und die Bezirksversammlung.

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