(© Dominik Leiner )

Erfindungen aus Hamburg: 13 Innovationen aus der Hansestadt

Als bräuchten wir Hamburger noch mehr Gründe, um stolz auf die Hansestadt zu sein! Wusstet ihr, was für tolle Sachen unsere Perle auf den Weltmarkt gebracht hat? Nein? Wir verraten euch 13 Erfindungen aus Hamburg.

1. Schnullis

Wie beruhigt man Babys am besten? Man lässt sie an allem saugen, was ihnen vors Gesicht kommt: Finger oder auch das Kinn der Mama. Oder – und das war früher ganz normal – an einem Brei aus Zwieback, Wasser und Honig. Was sich anhört wie Babys erster Zuckerschock, war in den 50ern absolut normal, leider aber auch schädlich. Und so brachte der Zahnarzt Dr. med. dent. Müller zusammen mit dem Kieferorthopäden Prof. Dr. Dr. Balters im Jahr 1956 einen kiefergerechten Gummisauger auf den Markt. Der Name: NUK, das steht für "natürlich und kiefergerecht". Der Schnulli war geboren! Was viele nicht wissen: In derselben Fabrik wurden auch Kondome hergestellt...

2. Kulis

Vom Schnulli zum Kuli: So nannte bereits der Hamburger Wilhelm Riepe in den 1920er-Jahren seine Tintenkulis. Somit war er einer der ersten, der den Begriff "Kuli" überhaupt in Umlauf brachte. László József Bíró aus Ungarn war es dann, der dafür als Erster ein praxis­taugliches Modell vorlegte, das die Tinte in gewünschter Weise auf dem Papier verteilte.

3. Industriell gefertigte Zigarettenfilter

Ein bisschen (!) weniger Lungenkrebs für alle Raucher: In Hamburg startete die erste Massenproduktion für Zigarettenfilter, nämlich bei "Hauni Maschinenbau". 1946 gegründet, tüftelten Haunis Elektrotechniker erst mal an kaputten Zigarettenmaschinen. In den 50ern erfanden sie dann den Filteransetzer namens "Max" – die industrielle Fertigung von Filterzigaretten ging an den Start. Heutzutage beglückt Hauni die Welt mit Fabriken zur Zigarettenherstellung – diese werden in Hamburg Bergedorf entwickelt.

4. Chipkarten

Mal eben Geld am Automaten abholen? Klar, aber nur weil Leute in Hamburg echt plietsch sind. Jürgen Dethloff um genauer zu sein, der Gute meldete 1969 nämlich das Patent für eine Plastikkarte mit integriertem Schaltkreis an – und brachte uns somit die Chip- beziehungsweise Bankomatkarte. Dieselbe Technologie ist heute auch in Versicherungs- und Kreditkarten zu finden.

5. Schwimmflügel

1956 passiert Bernhard Markwitz der Albtraum aller Eltern: Seine dreijährige Tochter fällt in den Gartenteich und ertrinkt beinahe. Er grübelte lange, wie man zukünftig Unfälle dieser Art vermeiden könnte. Fast 10 Jahre später, nämlich am 13. Juni 1964, kommen im Schwimmbad Hamburg-Ohlsdorf zum ersten Mal Schwimmflügel zum Einsatz.

6. und 7. Selbstklebende Pflaster und Tesafilm

Klar, durchgesuppte, vergilbte Mullbinden sind an sich schon perfekt, aber dennoch musste ein Hamburger Apotheker 1882 einen draufsetzen – und erfand das Heftpflaster. Sein Name dürfte euch zumindest in Teilen geläufig sein: Paul Carl Beiersdorf und ja, das ist der Gründer der Beiersdorf AG.

1935 brachte ein Experiment, eigentlich angedacht um einen geeigneteren Klebstoff für die Pflaster zu finden, einen Kautschuk-Klebefilm, uns heutzutage wohl besser bekannt als Tesa-Film, benannt nach der Sekretärin Elsa Tesmer, die für Beiersdorf tätig war. Sie setzte den Begriff aus den zwei Anfangsbuchstaben ihres Nachnamens und den zwei letzten Buchstaben ihres Vornamens zusammen.

8. Labellos

Bleiben wir bei der Beiersdorf AG, denn die brachten uns nicht nur Klebriges, sondern auch Knutschiges. Inhaber Oscar Troplowitz brachte uns nämlich den Labello für samtweiche, von Erdöl ummantelte Lippen. Das Drehgehäuse, mit welchem der Labello ein und ausgefahren wird, war 1909 eine wahre Innovation auf dem Kosmetikmarkt.

9. Adventskalender

Wir schreiben das Jahr 1839: Der Theologe und Erzieher Johann Hinrich Wichern kümmert sich um arme Kinder und zieht mit ihnen in das "Rauhe Haus". Weil die lieben Kleinen ständig fragen, wann denn nun endlich Weihnachten ist, bastelt er den ersten Adventskranz, der gleichzeitig auch ein Adventskalender war: 20 kleine rote Kerzen und 4 große weiße symbolisieren die Tage bis Weihnachten, jede weiße Kerze steht für einen Adventssonntag.

10. Dynamit

Von besinnlich zu explosiv: 1866 erfindet der Chemiker Alfred Nobel in Geesthacht, also gaaanz nah an Hamburg, das Dynamit und testet es auf einem Floß auf der Elbe. Der Schwede gewann mit seiner Entdeckung Ruhm und Ehre, und ja, der Nobelpreis ist nach ihm benannt.

11. Zapfventile

Ihr kennt es sicher, das kleine Klick-Geräusch, wenn ihr euer Auto volltankt und es am Limit seiner Aufnahmefähigkeit angekommen ist. Dass euer Auto nicht jedes Mal überläuft und ihr auch für die Lache am Boden zahlt, ist einer Hamburger Erfindung geschuldet: dem Zapfhahn, welcher 1960 das Licht der Autowelt erblickte.

12. Gulaschkanonen

Hört sich lustig an, ist es aber gar nicht. Die sogenannte Gulaschkanone war die erste mobile Kochstelle, die unter anderem für die Speisung der Armen genutzt wurde. Der Prototyp zeigt einen Handkarren aus Metall mit vier verschieden großen Rädern, mehreren integrierten Kochtöpfen und – daher der Name – einem Kanonenrohr zum Dampfablassen. Erfunden wurde diese Revolution der Essenszubereitung in Altona: 1950 meldeten die Hamburger Apotheker Heinrich und Theodor Zeise den mobilen Feldkochherd zum Patent an.

13. Mega gute Schimpfwörter aus Hamburg

Sie sind zwar nirgends zum Patent angemeldet (vermuten wir mal), aber unsere norddeutsche Art brachten herrliche Beleidigungen hervor, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Hier kommen Hamburger Schimpfwörter, die ihr unbedingt im täglichen Gebrauch haben solltet.

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