(© Shutterstock / Gerckens-Photo-Hamburg )

Erdölfelder, blaue Frösche und mehr: So interessant ist Reitbrook

In Reitbrook liegt der Hund begraben? Von wegen! Überzeugt euch selbst davon, dass das nicht mehr als ein Gerücht ist und der ländliche Stadtteil viel mehr zu bieten hat. kiekmo nimmt euch mit in den Osten Hamburgs.

1. Erdölfelder mit Pferdekopfpumpen

Dass in Reitbrook fast ein Jahrhundert lang Erdöl gefördert wurde, darauf weisen heute noch die unübersehbaren Pferdekopfpumpen auf den Feldern hin. Mit ihrer Hilfe konnte zwischen 1937 und 2013 kostbares Erdöl aus der Tiefe gepumpt werden – zusammengerechnet waren es über 2,5 Millionen Tonnen des schwarzen Gold. Erdöl gibt es zwar weiterhin unter dem Reitbrooker Marschboden, seit rund sechs Jahren wird dieses aber nicht mehr gefördert. 2014 kündigte der Ölkonzern GDF Suez allerdings an, die Förderstätte erneut wiederzubeleben, um dort jährlich bis zu 20.000 Tonnen Öl zu gewinnen.

2. Blaue Frösche im Naturschutzgebiet Die Reit

Naturschutzgebiete (NSG) gibt es viele in Hamburg. Die Reit in Reitbrook ist aber ganz besonders, denn hier, wo Gose- und Dove-Elbe zusammenfließen, warten nicht nur 92 Hektar Natur zur Erholung auf euch, sondern auch viele seltene Pflanzen- und Tierarten darauf, bestaunt zu werden. Besonders fotogen sind zwischen Ende März und Mitte April die Moorfrösche im NSG. Denn um Eindruck bei den Damen zu schinden, färben sich die Moorfrosch-Männchen in der Paarungszeit blau und blubbern mit ihren Konkurrenten im Wasser um die Wette. Ein seltenes Phänomen, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet – zumal der Moorfrosch auf der Roten Liste steht und nur noch in wenigen Feuchtgebieten zu finden ist.

Infos: Naturschutzgebiet Die Reit, Reitbrooker Hinterdeich 320, 21037 Hamburg

3. Historische Reitbrooker Mühle

Ein echter Hingucker ist die Reitbrooker Mühle – und nicht zuletzt deshalb zücken viele erstmal das Handy, um ein Foto zu machen, wenn sie die Schönheit hier entdecken. Kein Wunder, immerhin gibt es nicht allzu viele Mühlen in Hamburg. Und wenn das stattliche Bauwerk dann auch noch so toll, nämlich unmittelbar am Wasser, gelegen ist wie die Reitbrooker Mühle, sollte man es sich unbedingt einmal näher ansehen. Der 1870 erbaute Galerieholländer (Typenbezeichnung) ist übrigens die einzige Mühle in der Hansestadt, die noch ihre Originalflügel hat. Und hier wird sogar noch gemahlen, denn die Mühle ist heute Sitz eines Futtermittelhandels. Zwar mittlerweile elektrisch, aber mit vielfältigem Output. So werden in der Mühle Futter, Düngemittel, Blumenerde, Einstreuspäne, Mehl und Getreide hergestellt – im Rahmen einer Besichtigung könnt ihr euch das sogar live anschauen.

Infos: Reitbrooker Mühle, Reitbrooker Mühlenbrücke 1, 21037 Hamburg; Mo–Fr 8 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Sa 8 bis 13 Uhr

4. Hofläden in Reitbrook

Wenn das Leben auf dem Lande einen Vorteil hat, dann ist es das Wissen darum, wo die Lebensmittel, die ihr kauft, herkommen. In Reitbrook findet ihr jede Menge Hofläden, die euch mit frischen Produkten direkt vom Bauern versorgen. Besonders prominent in Reitbrook sind die Milchbauern Langeloh und Kohrs, die sich zu Ladenöffnungszeiten vor Kunden aus ganz Hamburg kaum retten können. Kein Wunder, denn frischer und schmackhafter können Milch, Joghurt, Quark und Sahne kaum sein. Perfekt also zur Selbstversorgung oder für einen Familienausflug mit den Kids, die sich vor Ort an den Tieren erfreuen können, während Mama und Papa den Kühlschrankvorrat pimpen.

Infos: Milchhof Reitbrook, Vorderdeich 275, 21037 Hamburg; Mo+Do+Sa 10 bis 12 Uhr, Mi+Fr 15 bis 17 Uhr

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