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Entweder … oder? 10 Entscheidungen, vor denen nur Hamburger stehen

In welche Richtung bin ich mit der U3 schneller? Finde ich die Elphi jetzt gut oder nicht? Und überhaupt: HSV oder St. Pauli? Hamburg hält so manches Dilemma für uns parat.

1. Fahre ich mit der Bahn – oder mit der Fähre?

Bestimmt habt ihr mit diesem Fakt auch schon mal Gäste beeindruckt: das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr gilt auch für Fähren. Doch nicht nur Touris stellt sich deshalb die Frage, ob man – etwa Richtung Hafen City oder Wilhelmsburg – am Bug die Elbbrise genießt oder in U- oder S-Bahn steigt. Eigentlich gar keine Frage, meint ihr? Dabei haben auch U4 und S3 ihre Argumente: da wären die schicken neuen Stationen, die allein schon einen Trip in die Hafen City wert sind, und außerdem fährt die Bahn nach Wilhelmsburg & Co. natürlich regelmäßiger als die 73er-Fähre. Und der Ausblick beim Überqueren der Elbbrücken kann es mit dem vom Oberdeck auch aufnehmen. Naja, fast zumindest.

2. Wenn der Burger-Hunger kommt: Otto's oder Dulf's?

An hervorragenden Restaurants aller Geschmacksrichtungen und Preisklassen mangelt es unserer Stadt nicht. Umso fieser, dass ausgerechnet die Frage nach richtig gutem Burger in Hamburg Kopfzerbrechen bereiten kann. Es gibt nämlich zwei Kontrahenten, die nicht nur gleichwertig Köstliches vom Grill zaubern, sondern irgendwie auch noch ähnlich klingen: Otto's und Dulf's – zwei Mal einsilbig, zwei Mal auf "s" endend. Entscheidende Unterschiede gibt's natürlich trotzdem: So haben Veganer mit der Speisekarte bei Otto's mehr Spaß während die Buletten-Türme bei Dulf's ungeschlagen bleiben.

3. Finde ich die Elbphilarmonie jetzt super – oder fluche ich weiter darüber?

Ganz egal, auf welcher Seite ihr steht – diese Diskussion kennt wohl jeder. Der Bau der Elbphilarmonie, so sagen die Einen, sei ja wohl völlig vergurkt worden und fügen wahlweise Schmiergeldskandale und/oder verbrannte Steuergelder hinzu. Die fertige Elphi, meinen hingegen die Anderen, sei ein architektonisches Meisterstück und außerdem international gefeiert (oft gehört: "Sogar die New York Times hat drüber geschrieben!") Das klingt unversöhnlich – muss es aber nicht sein. So ein bisschen haben schließlich beide Seiten Recht: Glatt gelaufen ist der Bau nun wirklich nicht, aber vielleicht überstrahlt der Glanz der fertigen Elbphilarmonie ja eines Tages dieses Chaos.

4. Eine echte Glaubensfrage: HSV oder St. Pauli?

Auch wenn Berlin jetzt zwei Vereine in der 1. Bundesliga hat und sich 1860 München und der FC Bayern München sogar mal ein Stadion teilen mussten: Das Stadtderby in Hamburg so viel Tradition, Geschichten und Dramen hervorgebracht, wie kein anderes in Deutschland. Deshalb kennen eben nur hiesige Fußball-Anhänger dieses ganz spezielle Dilemma, sich zwischen dem Hamburger Sportverein und dem 1. FC St. Pauli entscheiden zu müssen. Wobei, jeder Fan weiß das: Man sucht sich nicht aus, für welchen Verein das Herz schlägt – der Verein findet einen.

5. Bleiben wir in der Schanze – oder gehen wir noch auf den Kiez?

Es ist zwar ein antiquiertes Wort, trifft es aber ganz gut: die Schanze und der Kiez sind beide Amüsierviertel – und in unserer Stadt liegen die eben nur ein paar Fußminuten voneinander entfernt. Wer in Hamburg mal abends unterwegs war, kennt den Ablauf bestimmt: Treffpunkt ist eine der vielen Bars rund ums Schulterblatt, danach soll's irgendwann noch weitergehen, vielleicht so Richtung Hamburger Berg. Problem ist nur: Oft genug kommt es dazu gar nicht mehr – weil ihr dann doch bis lange nach der Happy Hour in der Schanze versackt. Am nächsten Tag sind sich dann alle einig: "Nächstes Mal aber!" Is klar.

6. Süß oder salzig: Franz- vs. Fischbrötchen?

Wenn der kleine Hunger kommt, hat Hamburg zwei Spezialitäten zu bieten, um die uns halb Deutschland beneidet: Fischbrötchen, die so frisch wie sonst fast nirgends sind, und unsere lokale Bäcker-Spezialität: luftig-köstliche Franzbrötchen. Das führt nicht selten zur Qual der Snack-Wahl, die erfahrungsgemäß aber zum Glück häufig durch die Uhrzeit entschieden wird: Zum gemütlichen Frühstück oder dem Nachmittagskaffee im Büro passt natürlich das Franzbrötchen, wohingegen Matjes, Räucherlachs & Co. eher in die Mittagspause oder zum Heimweg nach der Arbeit passen. Und wenn ihr es euch richtig aufteilt, geht sogar beides an einem Tag.

7. Was ist jetzt kürzer: Über Schlump oder über den Hauptbahnhof?

Als regelmäßiger U3-Fahrer kennt ihr das bestimmt: Kaum eine Woche, in der man nicht am Bahnsteig von Touristen angesprochen wird, in welche Richtung sie denn nun die U-Bahn nehmen müssen, um dahin oder dorthin zu kommen. Okay, da rollt man vielleicht mal mit den Augen. Aber seit die U3 eine Ringbahn ist (ja, das war nicht immer so) stellt sich ja auch Einheimischen die Frage: Wenn man zu einer Station genau an der gegenüberliegenden Seite des Rings will, ist es dann links rum oder rechts rum schneller? Und biegt der nächste Zug Richtung Barmbek nach Wandsbek-Gartenstadt ab? Oder fährt er durch? Und gibt es auf dem Weg mal wieder eine Streckensperrung? Fragen über Fragen …

8. Astra oder Holsten – Pest oder Cholera?

Einen guten Ruf haben die beiden Hamburger Biere nicht gerade. Vielen verwöhnteren Gaumen sind Astra und Holsten zu herb – und das ist noch eines der freundlicheren Adjektive, das dafür gewählt wird. Uns Hamburgern schmeckt's deshalb natürlich direkt noch besser. Schwierig wird's aber, wenn – und das ist alles andere als selten – es beides auf der Getränkekarte gibt, am besten noch vom Fass. Denn vergleichsweise günstig sind schließlich beide Biere und durcheinander trinken geht natürlich auch nicht. Aber zugegeben, das ist ein Luxusproblem. In diesem Sinne: Cheers!

9. Entspannen an der Elbe – oder an der Alster?

Was macht Hamburg so lebenswert? Richtig, unzählige Dinge! Aber ein Argument für unsere schöne Stadt ist das viele Wasser: die zahlreichen idyllischen Kanäle, der mächtige Strom der Elbe, die paradiesische Weite der Außenalster … Und da ist auch schon das Dilemma: Wenn ihr es euch zum Grillen mit Freunden, zum Ausflug mit der Familie oder einfach einem guten Buch am Wasser gemütlich machen wollt – wohin soll's gehen? Sowohl die Parks an der Elbe als auch die Cafés, Bars und Liegewiesen an der Alster sind einladend. Entscheidungshelfer ist da tatsächlich oft der Wohnort: Barmbeker radeln natürlich lieber zur Alsterwiese am Schwanenwik, Ottensener zieht's eher in den Donners Park.

10. Mary Poppins oder König der Löwen? Oder oder oder …

Musical-Stadt, so wird Hamburg gern genannt. Und zu Recht, schließlich sucht das Angebot europaweit seinesgleichen! Klar, dass es auch viele Einheimische in die Aufführungen zieht, denn die müssen nicht übers Wochenende anreisen, sondern können entspannt und vor allem viel günstiger unter der Woche Plätze in der Neuen Flora und Co. reservieren. Bleibt nur noch die Frage: Wohin soll's denn gehen? Die üppige Bühnen-Auswahl macht eine Entscheidung nicht gerade einfach (auch wenn mindestens ein Besuch bei König der Löwen Pflicht ist) – und das wird auch in Zukunft nicht anders werden. Wir sagen nur: Harry Potter …

Dinge gibt's, die gibt's halt nur in Hamburg

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