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Entdeckt 7 vergessene Orte rund um die Hamburger Alster

Eine Stadt, die schon im 8. Jahrhundert erwähnt wird, hat eine lange Geschichte. Wir nehmen euch mit und zeigen vergessene Orte rund um die Alster in Hamburg.

Die Alster: Aus historischer Sicht bedeutend

Auch wenn die Elbe aufgrund des Hafens und ihrer Verbindung zum Meer wirtschaftlich besonders wichtig ist, ist die Alster zumindest aus historischer Sicht nicht minder bedeutend für die Stadt. Noch bevor die Menschen in den natürlichen Lauf des Flusses eingriffen, floss dieser an vielen wichtigen Orten der Stadt vorbei. Heute sucht man vor lauter Asphalt manchmal vergeblich nach Wasser. Doch die Kleine Alster etwa fließt noch immer von der Binnenalster kommend an den Alsterarkaden vorbei.

Fotomotiv am natürlichen Flussbett

Das Alsterfleet ist vor allem bei Touristen immer ein beliebter Fotospot in Hamburg. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist dies der Hauptabfluss von der Alster in die Elbe, durch den auch Schiffe fahren können. Bestimmt kennt ihr die Fassaden der Alsterarkaden, aber sind euch auch schon mal die verzierten Decken der Mellin Passage direkt um die Ecke aufgefallen? Am Neuen Wall 13 könnt ihr Hamburgs älteste Passage bestaunen.

Der erste Hafen Hamburgs ...

... befand sich nicht an der Elbe, sondern an der Alster. Um 900 standen am Reichenstraßenfleet, direkt neben den früheren Siedlungen der Stadt, die ersten hölzernen Stege und Pontons. Mit 120 Metern Länge könnte dieser längst nicht mehr mit dem modernen Hafen mithalten. Drei Jahrhunderte später wurde der Hafen in das Nikolaifleet verlegt. Ein Besuch dort lohnt heute noch, schließlich sind die alten Fachwerkhäuser richtig hübsch anzusehen.

Verwunschene Wege rund um die Trostbrücke

Zwischen Bürogebäuden und Straßen findet ihr mitten in der Stadt so viele kleine Zeichen, an denen ihr bestimmt immer vorbeigelaufen seid. Die Trostbrücke, die etwas versteckt zwischen prächtigen Bauten liegt, ziert etwa die Steinfigur von Ansgar von Bremen. Dieser galt als Erzbischof von Hamburg und Bremen und wurde von der katholischen Kirche verehrt. Heutige Forschungen ergaben jedoch, dass er vor allem ein meisterhafter Fälscher war. Bis zum Hamburger Brand von 1842 befand sich hier das weltliche Zentrum der Stadt. Heute sind an dieser Stelle viele Bürogebäude, das Haus der Patriotischen Gesellschaft und einige Restaurants ansässig.

Die älteste Brücke Hamburgs

Oh je, viel Würdigung bekommt dieser Ort leider nicht. Ganz schön traurig, wenn man erst einmal weiß, dass dies die älteste Brücke der Stadt ist. Die Umgebung rund um die Zollenbrücke, errichtet 1633, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit Trümmern gefüllt und inzwischen rasen tausende Autos tagtäglich über die Straße. Wenn ihr aber ganz genau hinschaut, erkennt ihr auf einem der steinernen Trägern das Hamburger Wappen.

In der Deichstraße geht es zurück in die Vergangenheit

Zum Glück sind nicht alle alten Spuren der Stadt so unscheinbar und umgeben von Asphalt. Die Deichstraße ist noch wunderbar erhalten und ein Bummel lohnt immer. Hier seht ihr das letzte erhaltene Ensemble von althamburgischen Bürgerhäusern, die meist Wohnen, Arbeiten und Speicher für Waren vereinten. Heute findet man hier Cafés und Restaurants, aber auch eine Kolonialwarenhandlung. Eine Initiative konnte in den Siebzigerjahren dafür sorgen, dass die wenigen erhaltenen Häuser nicht abgerissen wurden. Somit können wir uns heute vorstellen, wie die Bürger im 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten.

"Kehrwedder": Raus aus dem Hafen

Wo uns heute der bekannte und weltgrößte historische Lagerhauskomplex ins Auge fällt, befand sich früher das Arbeiter- und Handwerkerquartier Kehrwieder. Doch die pittoresken Bauten mussten schon vor dem Bau der Speicherstadt abgerissen werden. Das begrüßten nicht alle Bürger der Stadt. Der Direktor der Hamburger Kunsthalle etwa bezeichnete die Stadt kurzerhand als "Freie und Abrissstadt Hamburg". Hier fließt das Wasser der Alster, welches sich durch die verschiedenen Fleete zieht, in die Elbe – zumindest, wenn die Brücken hochgelassen werden. Geblieben sind die Namen Kehrwiederspitze und Kehrwiederfleet.

Historische Touren mit interaktiven Karten von Story Maps

Ihr möchtet noch mehr über die Geschichte Hamburgs erfahren? Mit den interaktiven Karten von Story Maps könnt ihr euch auf Spurensuche begeben. Wo verlief die Alster ursprünglich? Wo begann der Große Brand von 1842? Und wieso ist eine Grünfläche in der Innenstadt, die jahrelang sogar als Parkplatz genutzt wurde, der kulturgeschichtlich bedeutendste Ort der Stadt? Klickt euch in die Online-Karten rein oder geht mit den gedruckten Stadtplänen "Spuren der Zeiten in Hamburg" durch die Straßen.

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