(© Ulrike Fischer )

Einfach wau! Die Tierbar für alle Felle

Dass Britta Karsch und Birgit Rogge mit ihrem Geschäft für Tierbedarf so erfolgreich sind, ist kein Wunder: Die beiden stecken einfach ihr Herzblut in die "Tierbar". Ein Besuch in Eimsbüttel.

Als die 70-jährige Vorbesitzerin vor über fünf Jahren fragte, ob Britta und Birgit ihren Laden übernehmen wollen, sagten sie ohne langes Zögern zu. „Da war auf einmal der Traum der kleinen Selbständigkeit zum Greifen nah“, erzählt Britta. Beide lieben Tiere und haben selber Hunde und Katzen. „Und da Britta Biologin ist und ich mich im Steuerfach auskenne, haben wir unseren Mut zusammen genommen und zugegriffen“, ergänzt Birgit.

Die Hunde wissen allerdings nicht, was ein Wochenende ist.

Heute ist die Tierbar im Eppendorfer Weg eine beliebte Anlaufstelle für Hunde-, Katzen- und auch Nagetierbesitzer im Viertel. „Es ist schon lustig, wenn drei, vier Hunde bei uns brav hintereinander anstehen und sich ihr Leckerli abholen“, sagt Birgit. Denn eine Kleinigkeit bekommt jedes Tier im Laden. „Die Hunde wissen allerdings nicht, was ein Wochenende ist und drücken sich auch sonntags die Nase an der Eingangstür platt, montags sind dann lauter Abdrücke von feuchten Hundenasen zu sehen“, erzählt Britta grinsend.

Riesiges Angebot

Und wie sind die Besitzer so? Birgit: „Wir haben so tolle Kunden hier im Viertel! Besondere Menschen, die ihre Tiere wie echte Familienmitglieder behandeln – und das sind sie ja auch.“ Viele Ältere kommen gern, aber auch Familien und Berufstätige nutzen das riesige Angebot der Tierbar. Vom Frischfleisch bis zum Katzenflummi ist alles zu haben. Außerdem bietet die ausgebildete Hundetrainerin Britta auch einen Gassi-Service an. „Nicht alle Berufstätigen können ihre Tiere mit zur Arbeit nehmen. Ich bekomme dann die Schlüssel, hole die Hunde ab und fahre für ein paar Stunden mit ihnen ins Grüne. Da können sie sich ordentlich austoben und haben eine tolle Zeit!“ Kann man die Tiere auch in den Ferien abgeben? Birgit: „Nein, das machen wir nicht. Es gibt Tierpensionen, aber die meisten Tierbesitzer bringen ihre Lieben bei Verwandten, Freunden oder Nachbarn unter oder nehmen sie gleich mit in den Urlaub.“

Unterschriftensammlung für mehr Auslaufflächen

Natürlich trifft man sich nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Schnacken bei Birgit und Britta. „Ein Riesenthema ist gerade die Leinenpflicht für Hunde am Isebekkanal. Und dass die bisherigen Grünflächen zwischen Mannsteinbrücke und Goebenstraße größtenteils zu Langgraswiesen werden sollen, die niemand mehr betreten darf“, erzählt Britta und betont, wie wichtig es für Mensch und Tier ist, auch in der Stadt genügend Platz und Auslauf zu haben. Die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Initiative „Kaifudogs“ sammelt seit einiger Zeit Unterschriften für den Erhalt der Wiesen. Auf welcher Seite Britta und Birgit stehen, kann man unschwer erraten.

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