(© Sandis Helvigs/Unsplash )

Pilze sammeln in Hamburg und Umgebung: Hier sprießt es aus dem Boden

Noch ist das Herbstwetter mild genug für einen Waldspaziergang, um in Hamburg Pilze zu sammeln. Wir verraten euch, wo ihr Pfifferlinge, Steinpilze & Co. findet. Aber Vorsicht: Gerade unerfahrene Pilzsammler sollten anschließend prüfen lassen, ob ihre Beute wirklich genießbar und nicht giftig ist.

1. Pilze sammeln in Hamburg-Harburg: Auf der Suche im Waldgebiet Im Stuck

Am Stadtrand von Harburg liegt das Waldgebiet Im Stuck. Das Areal umfasst rund 512 Hektar des Naturraums Harburger Berge und zählt zur Revierförsterei Eißendorf, die sich um die Pflege der Mischwaldbestände aus Buchen, Eichen, Douglasien und Fichten kümmert. Im Stuck gedeiht auch ein Feuchtbiotop. Das bedeutet, dass ihr nicht nur nach Pfifferlingen und Steinpilzen, sondern auch nach Amphibien wie Erdkröten, Molchen und Grasfröschen Ausschau halten könnt.

Tipp: Vom Bahnhof Harburg kommt ihr zum Beispiel mit dem Bus 340 bis zur Haltestelle Appelbütteler Weg. Dort angekommen, seid ihr direkt am Waldrand.

2. Pilze sammeln in Haake und Emme

Wer an der S-Bahn-Station Neuwiedenthal aussteigt, gelangt schnell in den Erholungswald Haake und das Waldgebiet Emme, die beide zur Revierförsterei Hausbruch gehören. Über gut erschlossene Wege geht es bergauf und bergab. So liegen zum Beispiel der 38 Meter hohe Schanzenberg, der 70 Meter hohe Kaiserstuhl und der fast 80 Meter hohe Reiherberg im Waldgebiet.

Tipp: Für die Tour zieht ihr euch am besten festes Schuhwerk an, denn teilweise führt euch die Pilzsuche über schmale und wurzelige Pfade. Haltet dabei die Augen offen nach Pfifferlingen und Steinpilzen. Nach erfolgreichem Sammeln könnt ihr euch in der Kärntner Hütte oder im Landhaus Jägerhof stärken. Falls ihr nichts gefunden habt: Auf der Speisekarte findet ihr sicher auch das ein oder andere deftige Gericht mit Pilzen.

3. Steinpilze und Maronen im Forst Rosengarten

Der Forst Rosengarten im Landkreis Harburg liegt zwar schon in Niedersachsen, doch für Pilzsammler lohnt es sich, die Fühler auch dorthin auszustrecken. Denn in dem Mischwald findet sich das ein oder andere Schätzchen. Mit etwas Glück entdeckt ihr neben Steinpilzen sogar Maronen. Und wenn ihr nicht erfolgreich sein solltet, braucht ihr vom Forst Rosengarten nicht mehr so lange bis in die Lüneburger Heide noch weiter südlich. Dort stehen die Chancen gut, Maronen zu finden, die überwiegend in Kiefernwäldern wachsen.

Tipp: Den nördlichen Teil vom Forst Rosengarten erreicht ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn ihr vom S-Bahnhof Neuwiedenthal den Bus 340 weiter nach Alvesen nehmt. Mit dem Auto geht's deutlich schneller.

4. Pilze sammeln im Sachsenwald in Aumühle

Wer sichergehen will, dass er nicht umsonst auf Pilzsuche geht, besucht den Sachsenwald in Aumühle. Denn hier findet ihr innerhalb kürzester Zeit jede Menge junger Steinpilze, Maronen, Stockschwämmchen (prima Würzpilz für die Suppe!), Goldröhrlinge und Butterpilze. Aber Vorsicht: In kaum einem anderen Waldgebiet in Hamburg und Umgebung finden sich so viele Doppelgänger der essbaren Speisepilze. Wenn ihr euch also nicht sicher seid, ob ein Pilz genießbar oder giftig ist, könnt ihr euch zum Beispiel mit der Pilzberatung im Biozentrum Klein Flottbek in Verbindung setzen. Oder ihr bucht über die VHS Bergedorf einfach eine geführte Pilztour mit Experten im Sachsenwald (Tel.: 040-42886840).

Tipp: Da der Sachsenwald HVV-technisch prima angeschlossen ist, fahrt ihr am besten vom Hauptbahnhof aus mit der S21 nach Aumühle. Von dort aus erreicht ihr die größte Grünfläche Schleswig-Holsteins bequem zu Fuß.

5. Austernseitlinge suchen im Niendorfer Gehege

Die meisten Ausflügler kommen ins Niendorfer Gehege, um dort das Wildgehege, den Waldspielplatz oder die Hundeauslaufwiese zu besuchen. Im Herbst aber eignet sich das Naherholungsgebiet auch wunderbar zum Pilze sammeln. Wen also die Pilzmanie gepackt hat, kann sich dort auf die Suche nach Austernseitlingen und Co. machen. Allerdings solltet ihr etwas Zeit und Geduld mitbringen, denn das Niendorfer Gehege ist immer gut frequentiert, sodass ihr eine Weile suchen müsst. Aber wie heißt es so schön: Wer suchet, der findet!

Tipp: Das Waldgebiet erreicht ihr entweder mit dem Auto, das ihr auf dem Parkplatz beim Waldcafé Corell (übrigens auch prima für eine kleine Stärkung nach dem Pilze sammeln!) abstellen könnt oder ab Eidelstedt mit dem Bus 181 (Richtung Sternschanze). Steigt an der Haltestelle Niendorfer Gehege aus und ab geht's in die Pilze!

6. Maronen und Hallimasche im Segeberger Forst sammeln

Appetit auf eine leckere Pilzpfanne? Dann ab in den Segeberger Forst und die Augen offen halten! In dem Rotkäppchen-Wald wachsen – bei geeigneter Witterung – nämlich haufenweise Maronen, Steinpilze und Hallimasche, die sich zuhause in ein leckeres Pilzgericht verwandeln lassen. Aber: Verarbeitet nur die wirklich guten Pilze weiter, die verwurmten lasst ihr lieber weg!

Tipp: Das neben dem Sachsenwald größte zusammenhängende Waldgebiet in Hamburg und Schleswig-Holstein befindet sich zwischen Hamburg und Neumünster und ist am schnellsten mit dem Auto via A7 bis Bad Bramstedt und dann Richtung Barker Heide zu erreichen.

7. Pilze sammeln in Hamburgs Norden – im Tangstedter Forst

Auch das Dickicht des Tangstedter Forstes im Norden Hamburgs hält für Pilzliebhaber jede Menge Überraschungen bereit. Bei feuchten und milden Temperaturen sprießen hier vor allem Maronen, Stein- und Butterpilze. Orientiert euch bei eurer Suche vor allem an Baumstammenden, die feucht und licht sind. Denn hier wachsen die kulinarischen Leckerbissen für euer nächstes Wildgericht am besten.

Tipp: Den beliebten Nadelwald zwischen Norderstedt und Tangstedt erreicht ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten via U1 bis Norderstedt und anschließend mit dem Bus 378 Richtung Glashütte/Markt. Nach sechs Zwischenhalten erreicht ihr den Stopp Harkshörn, Harckesheyde (Ost). Von hier aus sind es nur noch wenige Gehminuten bis zum Forst.

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Lust auf noch mehr Spaziergänge und Wanderungen ins Grüne? Wie wäre es mit einem Ausflug in die Lüneburger Heide? Außerdem hätten wir hier noch wunderbare Spaziergänge im Norden Hamburgs. Die kiekmo-Redaktion wünscht euch viel Spaß in der Natur!

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