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Eimsbüttels Kultclub HEBC: Wo Omi aus dem Fenster beim Kicken zuschaut

So einige Profis kickten einst beim Hamburg-Eimsbütteler Ballspielclub. Doch der HEBC ist weit mehr als nur Talentschmiede für Fußballer. Schließlich ist er längst Eimsbüttels Kultclub.

Als wir klein waren, wollten wir alle bei HEBC spielen. Auf diesem coolen Reinmüllerplatz, inmitten der Backsteinbauten. Wo die Omis sonntags aus den Küchenfenstern linsten, wenn die kleinen Kerlchen unten kickten. Von der langen Historie des Stadtteilclubs wussten wir damals noch nichts. Unsere Sehnsucht hatte einen andern Grund. Einen stofflicher Natur. Na klar, diese irre schönen Trikots. Lila und weiß. Irgendwie edel. Und wir mussten gegen die Jungs von HEBC in diesem schnöden Grün antreten. Denn wir hatten es nur zu Grün-Weiß Eimsbüttel geschafft. Das konnte ja nichts werden. Auf dem Reinmüller gab es regelmäßig Haue, manchmal ging es zweistellig aus.

Einst kickte hier St. Pauli-Ikone "Truller"

HEBC gehört zu "Eimsbush" wie der Michel zu Hamburg. Und der Club hat Kicker hervorgebracht, die es später auf die große Bühne des Fußballs schafften. So sahen die Omis aus ihren Küchenfenstern Anfang der 80er einen gewissen André Trulsen grätschen. "Truller" schaffte es später zum FC St. Pauli, wo er noch heute die meisten Bundesligaauftritte aller Spieler vorweisen kann. Zeitgleich schnürte Thomas Wolter auf dem unweit der Osterstraße gelegenen Reinmüllerplatz seine Buffer. Der sollte 1992 sogar für die deutsche Nationalmannschaft gegen Brasilien auflaufen.

Der "Verein zwischen den Häusern"

Passend zum Heimplatz an der Tornquiststraße, der bis zu 2.500 Zuschauer fasst und über Kunstrasen verfügt, nennt sich der Club selbst "Verein zwischen den Häusern".

Mehrmals im Jahr wird dort eine Fußballschule angeboten. Das Projekt "Kids in die Clubs" spielt eine wichtige Rolle. Der Hamburg-Eimsbütteler Ballspielclub war und ist weit mehr als nur Talentschmiede für Fußballer. Der 1911 gegründete Verein ist tief verwurzelt im Stadtteil, leistet wichtige Integrationsarbeit und schafft Identifikation. Auch mit kleineren Bällen, denn beim HEBC gibt es eine Tischtennissparte. Auch an der Platte herrschen zwei Farben vor: Lila und weiß.

Infos: HEBC, Tornquiststraße 79, 20259 Hamburg

Auch für diese Vereine schlagen Hamburgs Fußballherzen

Hamburg und Fußball, das ist eine große Liebe. Kein Wunder, dass jedes Viertel seinen Club hat. Und auch dort haben schon so einige Profis das Kicken gelernt. Beim HSV Barmbek-Uhlenhorst wurde zum Beispiel ein Weltmeister groß: Andreas Brehme kickte einst bei BU. Und der SC Victoria ist der Jugendclub von Stefan Effenberg.

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