(© Robin Eberhardt )

Eimsbütteler Straßennamen: Die Mansteinstraße

Osterstraße, Hoheluftchaussee, Gärtnerstraße: Lebendige Einkaufsstraßen in Eimsbüttel und all die kleinen Wohnstraßen – woher haben sie ihre Namen? Wir klären in lockerer Folge auf.

Die Mansteinstraße liegt im Generalsviertel und verbindet die Gärtnerstraße und die Bismarckstraße, wobei sie auch den Eppendorfer Weg kreuzt. Größtenteils ist sie eine Wohnstraße, lediglich zwischen der Gärtnerstraße und dem Eppendorfer Weg sowie an der Kreuzung zur Bismarckstraße gibt es kleinere Geschäfte, wie eine Bäckerei, einen Friseur und einige Restaurants.

Die mehrstöckigen Häuser stammen zum Teil noch aus der Zeit des Jugendstils oder der Neorenaissance. Die meisten neueren Häuser wurden optisch angepasst. Nur wenige Ausnahmen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg passen nicht ins Straßenbild.

(© Robin Eberhardt )

Wer war der Namensgeber?

Die Mansteinstraße ist nach dem preußischen Offizier Albert Ehrenreich Gustav von Manstein benannt. Er wurde am 24. August 1805 in Willnischken, heutiges Litauen, als Sohn von Albrecht Ernst und Karoline Ernestine von Manstein, geboren. Sein Vater fiel als Major eines westpreußischen Dragonerregiments in einem Gefecht bei Piktupönen.

In seiner Jugend besuchte Albert Ehrenreich Gustav von Manstein die Kadettenschulen in Kulm und Berlin. Im Jahr 1822 trat er in die preußische Armee ein, wo er Karriere machte: Schon ein Jahr nach seinem Eintritt wurde er zum ersten Mal befördert. Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 führte er eine Division und war am Sturm auf die Düppeler Schanzen und beim Übergang nach Alsen beteiligt. Dafür wurde ihm der Orden Pour le Mérite sowie das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens verliehen.

(© Wikipedia )

Ein Lebensabend in Billwerder

Mit der Reserve der 1. Armee konnte von Manstein im preußisch-österreichischen Krieg 1866 am Ende der Schlacht von Königgrätz entscheidend eingreifen und erhielt das “Eichenlaub Pour le Mérite”. Im folgenden Jahr wurde er zum kommandierenden General des IX. Armee-Korps ernannt und 1868 schließlich zum General der Infanterie. Seine Verdienste im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 brachten ihm eine Dotation in Höhe von 100.000 Talern ein sowie die Ehrenbürgerrechte der Stadt Altona. Nachdem er 1873 seine Militärkarriere beendete, verbrachte er seinen Lebensabend in Billwerder. Er starb Manstein am 11. Mai 1877 in Flensburg und wurde auf dem Friedhof der St.-Nicolai-Kirche begraben.

Kurz nach der Jahrhundertwende hat auch die Gemeinnützge Wohnungsgenossenschaft von 1904 in der Mansteinstraße einen Wohnblock gebaut, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1952 wieder errichtet wurde.

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