(© Vanessa Leitschuh )

Eimsbütteler Straßennamen: Der Hellkamp

Osterstraße, Hoheluftchaussee, Gärtnerstraße: Lebendige Einkaufsstraßen in Eimsbüttel und all die kleineren Wohnstraßen – woher haben sie ihre Namen? kiekmo klärt in lockerer Folge auf.

Der Hellkamp hieß ursprünglich "Up de Hellkamp" und wurde noch in der Zeit als Eimsbüttel ein Dorf vor den Toren Hamburgs war so benannt. Laut dem Buch "Straßen- und Wegenamen im Bezirk Eimsbüttel" bedeutet Hellkamp "geneigtes, abschüssiges Feld".

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Hauptsächlich Wohnstraße

Heute hat der Hellkamp nichts Ländliches mehr. Er verläuft quer durch Eimsbüttel vom Eidelstedter Weg bis zur Sillemstraße an der Apostelkirche, dort sind ein Spielplatz und ein kleiner Park zu finden. Der Hellkamp ist größtenteils eine Wohnstraße und wird von mehrgeschossigen Wohnhäusern, zum Teil noch im Jugendstil, geprägt.

(© Vanessa Leitschuh )

An den Kreuzungen zur Osterstraße und zum Stellinger Weg gibt es im Hellkamp einige Geschäfte: zum Beispiel ein Sanitätshaus, einen Bäcker, einen Gemüseladen und ein Schreibwarengeschäft sowie einige Restaurants und Kneipen.

Ehemalige U-Bahn Station Hellkamp

Am 23. Mai 1914 wurde die U-Bahn Haltestelle Hellkamp eröffnet. Sie war der Endpunkt der Eimsbütteler Strecke und gab ihr auch den Namen "Hellkamplinie". Die Haltestelle lag in der Straßenmitte des Stellinger Wegs, der Eingang war in Richtung Süden.

Der Bahnsteig der Haltestelle wurde 1929 vermutlich Richtung Norden verlängert und erhielt im selben Jahr noch eine selbsttätige Zugkehranlage, die damals erste in Deutschland. Nachdem die Station während des Zweiten Weltkriegs geschlossen war, wurde sie danach wieder in Benutzung genommen und 1954 sogar modernisiert.

(© Archiv der Hamburger Hochbahn AG )

Der Bau der neuen Linie U2 von Stellingen nach Billstedt ab 1962 besiegelte das Schicksal der Haltestelle Hellkamp. Sie wurde am 1. Mai 1964 außer Betrieb genommen und durch die Haltestelle Lutterothstraße, die rund ein Jahr später am 30. Mai eröffnet wurde, ersetzt. Noch heute sind auf der U-Bahn Line U2 zwischen den Haltestellen Osterstraße und Lutterothstraße die Wandkacheln der ehemaligen Haltestelle zu sehen, außerdem ist diese Stelle des Tunnels breiter.

Apostelkirche

Am westlichen Ende des Hellkamps steht die Apostelkirche. Sie wurde 1893/94 nach einem Entwurf von den Architekten Erwin von Melle und Peter Gottlob Jürgensen im neoromanischen Stil erbaut und am 24. Oktober 1894 eingeweiht. Nachdem sie den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, brannte die Kirche in der Nacht vom 25. auf den 26. September 1977 beinahe vollständig aus. Die Gründe für das Feuer konnten nie vollständig ermittelt werden.

(© Jannika Grimm )

Die Wiederaufbauarbeiten nach einem Konzept von Bernhard Hirche begannen im folgenden Jahr und waren erst 1982 abgeschlossen. Die Apostelkirche erhielt eine Zwischendecke, die ein Foyer im neuen Erdgeschoss und den Kirchensaal im Obergeschoss schuf.

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