Hoch gestapelt: der Triple Meat von Edelsatt – hmmmmm (© Steffen Baraniak )

"Edelsatt": Wo die wilden Burger brutzeln

Eine Burgerbude? Ja, aber was für eine! Denn hier wird’s wild! Bei "Edelsatt" werden die Burger mit Fleisch vom Rot-, Schwarz- und Damwild aufgetischt. Alle Rehe, Hirsche und Wildschweine stammen aus heimischen Revieren.

Mist, wo sind die Sportklamotten, wenn man sie mal braucht? Egal. Essen wir halt Burger. Wir lassen uns auf den alten Lederbock fallen und schauen uns um. Im Gastraum vermischen sich Natur- und Industrie-Charme mit einem Hauch Turnhalle zu einer unaufdringlichen Gemütlichkeit. Die besagten Hocker aus den alten Turnböcken, über die wir in Jugendzeiten federleicht hüpften, sind urgemütlich. Wir bestellen uns erst mal ein Bier – weil's einfach mal ein anderes als das gewohnte ist: Das Bayreuther Helle kommt vom Fass (0,5 Liter für 3,90 Euro), das Pale Ale von Maisel aus der Flasche kostet 3,50 Euro. An der Wand hängen Bilder von Hirschen. Lebenden.

So gesund sind die Wildburger

Wir studieren die Karte und erfahren mehr über das Konzept: Den Gründern geht es um Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und Bio. Weg von der Massentierhaltung, hin zur natürlichen Ressource. Und die heißt: Wildfleisch, purin- und fettarm, ohne hormonelle Zusätze, dafür reich an Mineralstoffen, B2-Vitaminen, Eisen, Zink und Selen. Klingt also schon mal gut. Und schmeckt auch so.

Zum perfekten Burgerglück gibt's Trüffel-Mayo und Wasabi-Schmand

Der „Edelsatt“ (9 Euro) ist mit frischem Salat (mal kein Eisberg), karamellisierten Zwiebeln, Chester-Käse und Preiselbeeren (Hammer! Unbedingt probieren!) belegt, mega-saftig in einem verdammt guten Bio-Bun. Das gibt es leider nicht glutenfrei („Wird aber immer mehr nachgefragt, kommt bestimmt auch bald“), darum gibt's als zweite Wahl den "Green Flavour" (11 Euro) mit Bacon und Avocadocreme im California-Style ganz ohne Brot. Mit Süßkartoffel-Pommes (3,90 Euro), selbst gemachten Pommes-Dippers (3,50 Euro), Trüffel-Mayo und Wasabi-Schmand (jeweils 1,50 Euro) ist unser Burgerglück perfekt.

Currywurst aus Wildfleisch gibt's auch bei Edelsatt. (© Steffen Baraniak )

Mehr als Burger: Bei Edelsatt gibt's auch Currywurst vom Reh

Das Ganze geht übrigens auch etwas weniger wild, dafür komplett fleischfrei mit Auberginen oder Quinoa-Bratling. Und wer mehr auf Bratwurst als auf Burger steht, bekommt auch die – aus Rehfleisch, versteht sich. Nicht wie damals, als in den Räumen noch ein gewöhnlicher Currywurst-Brater ganz gewöhnliche Currywurst über den Tresen reichte. Seit 2015 sind hier die Gründer von Edelsatt zu Hause, die bis dahin ausschließlich in Zelten auf Großevents ihre wilden Burger anboten. 2017 folgte ein zweiter Laden im Karo-Viertel.

Johann-Philipp Jencquel und Sebastian Kämpfert sind selbst begeisterte Jäger. Ihre Mission: edles Wildfleisch aus der leicht elitären Nische zu holen und jedem schmackhaft zu machen, der gern Fleisch isst. Bei uns ist diese Mission definitiv geglückt. Wir sind jetzt ganz wild auf Wild.

Info: Edelsatt, Mühlenkamp 8, 22303 Hamburg; Mo–Sa 12 bis 22.30 Uhr, So 14 bis 21 Uhr

Ich glaub, es hackt!

Ihr könnt von Burgern nicht genug bekommen? Dann haben wir noch mehr Tipps für euch. Hier findet ihr die besten Burgerläden in Eimsbüttel. Außerdem verraten wir euch, wo ihr die besten Burger in Ottensen bekommt.

Melde dich für unsere kostenlose Zusammenfassung aller News aus deinem Viertel an. Jede Woche neu.

Jetzt kostenlos anmelden

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und eure Erfahrung zu verbessern sowie Marketing zu betreiben. Mehr Infos findet ihr in der Datenschutzerklärung.