Drachengold, der Stadtteilchor von St. Georg, entwickelt jedes Jahr ein musikalische Revue. (© Mathias Thurm )

"Drachengold": St. Georgs bunter Stadtteil-Chor braucht noch Männer

Drachengold ist ein Chor. Und mehr als das: Er setzt den jeweiligen Jahresschwerpunkt der Geschichtswerkstatt St. Georg in eine Musik-Revue um. Und auch wenn sie diesen Song nicht singen: "Bass, Bass, die brauchen Bass". Tenor aber auch.

Es begann 1996. Da entstand der Gedanke, das Jahresthema der Geschichtswerkstatt St. Georg – der spanische Bürgerkrieg – in einer musikalischen Revue umzusetzen. Zwölf eifrige St. Georgianer entwickelten ein Programm, sangen von Freiheit, Kampf und Heimatland, spielten dazu Szenen der Revolution. Die Leitung übernahm Matthias Botsch. Eigentlich sollte diesen Job Ingo Müller, der Kantor der evangelischen Kirche übernehmen. Doch ihm kam etwas dazwischen. Und Matthias Botsch machte seine Sache so gut, dass er immer noch der Chef dieser bunten Truppe ist.

Besagte Truppe zählt mittlerweile um die 60 Köpfe. Immer noch entwickeln die Sänger und Musiker – zur Truppe gehört auch eine Band – jedes Jahr eine Revue, in der das jeweilige Jahresthema der Geschichtswerkstatt mit Gesang, Tanz und Schauspiel umgesetzt wird. 2018/19 war es die "Revolution 1918/19", im Jahr davor hieß das Thema "Warum Europa?".

Die Revue ist immer auch politisches Statement

Monatelang diskutieren, fabulieren, recherchieren, streiten, probieren und kreieren die Chormitglieder eine Show, die immer auch politisches Statement ist. Mit Spaß und Streitlust – im positiven Sinne. Schließlich ist eine kontroverse Diskussion die Basis jedes demokratischen Prozesses. Und das ist Drachengold wichtig. So nennt sich der Chor seit 1999. Warum? Weil der Heilige Georg – Nachtigall, ick hör dir trapsen – ja so eine Geschichte mein einem Drachen laufen hatte. Und das Gold? Hat laut Chor irgendetwas mit einem Bonbon zu tun.

Macht mit: Drachengold sucht vor allem Männer

Wer herausfinden möchte, was genau es damit auf sich hat (werden die Proben mit Zuckerwerk versüßt?), ist herzlich eingeladen, selbst mitzumachen. Vor allem, wenn ihr Männer seid. Denn gerade bei Tenor und Bass würde sich Drachengold über kräftige Stimmen freuen. Geprobt wird montags im "Schorsch" in der Danziger Straße von 20 bis 22 Uhr. In den Schulferien finden in der Regel keine Proben statt.

Mehr Infos zum Stadtteilchor Drachengold von St. Georg findet ihr im Internet.

Interesse an der Historie eurer Heimatstadt? Dann könnten euch auch die Geschichtswerkstatt von Eimsbüttel und das Ottenser Stadtteilarchiv euch interessieren.

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