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Neue Namen für Hamburgs Straßen: Diese Wege werden umbenannt

Hamburg ist ständig im Wandel. Und so überrascht es nicht sonderlich, dass sich einige Stadtteile demnächst über neue Straßenbezeichnungen freuen dürfen. Welche Straßen das sind, wie genau sie heißen werden und – ganz wichtig – warum sie so heißen werden, erfahrt ihr hier.

Es ist also beschlossen: Die Stadtteile Rotherbaum, Eimsbüttel, Bergedorf und Wandsbek dürfen sich auf neue Namen freuen – zumindest was einige ihrer Straßen und Plätze betrifft. Das hat nun der Hamburger Senat entschieden.

Die neuen Bezeichnungen der insgesamt neun Verkehrsflächen wurden aber nicht einfach willkürlich ausgesucht. "Mit den aktuellen Benennungen erinnern wir unter anderem an zwei Verfolgte des Nationalsozialismus, die durch ihre Biographie eng mit der Geschichte Hamburgs verbunden sind", so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, gegenüber der MOPO.

Neue Namen – mit tiefer Bedeutung

So wird der Kreisverkehr in der Straße Grindelhof ab sofort den Namen "Arie-Goral-Platz" tragen. Wer das ist, fragt ihr euch nun? Goral, in Hamburg aufgewachsen, war ein jüdischer Dichter, Maler und Friedensaktivist. 1934 ist er vor den Nationalsozialisten geflohen – 18 Jahre später wieder in die Hansestadt gekommen. Ihm verdanken wir unter anderem die Errichtung des Heinrich-Heine-Denkmals auf dem Rathausmarkt im Jahr 1982.

Und auch eine Teilfläche der Parkanlage Grindelberg wird künftig anders heißen: "Paul-Abraham-Park". Paul Abraham feierte in den 30ern große Erfolge mit Operetten – und kam deswegen aus seinem Geburtsland Ungarn nach Berlin. 1933 endete dieser Erfolg durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Abraham floh und kehrte in den 50ern nach Deutschland zurück. 1960 starb er schließlich in Hamburg.

Neuerungen auch in Bergedorf, Eimsbüttel und Wandsbek

Kennt ihr den Weg nördlich der Bahnlinie Hamburg-Berlin? Auch dieser trägt künftig den Namen eines Hamburgers: Karl Heinz Rissmann. Der Industriekaufmann war 1977 Mitglied der Bezirksversammlung Bergedorf und erster Vorsitzender der ARGE Bergedorf-West.

Zudem wird die Straße Warwischer Hinterdeich in Bergedorf erweitert, in Eimsbüttel der Syringenweg. In Wandsbek wird es künftig den Walddörferstieg und die Rahlstedter Bahnhofstraße geben, der Helmut-Steidl-Platz wird auch erweitert.

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