(© Shutterstock/p_ponomareva )

Der etwas andere Verein aus Reitbrook: die Tomatenretter

Früher wurde sie als Liebesapfel bezeichnet, heute wird sie in Teilen von Österreich immer noch Paradiesapfel genannt – die Tomate. Die Vielfalt der Gemüsesorten nimmt jedoch immer mehr ab. Die Tomatenretter aus Reitbrook wollen dem entgegenwirken…

Rot, rund, saftig – wie eine Tomate klassischerweise aussieht und schmeckt, weiß wohl jeder. Dass Tomaten aber sonnengelb, schwarz wie die "Königin der Nacht", grün, orange, länglich und birnenförmig sein können und jede Sorte ihren ganz eigenen Geschmack hat – das wissen die wenigsten. Und das ist auch der Grund, weshalb es den Verein Tomatenretter überhaupt gibt.

Der weltweite Handel mit Saatgut wird zu einem großen Teil von wenigen Firmen gesteuert. Die Folge: Die Sortenvielfalt geht enorm zurück. Was übrig bleibt, sind eine Handvoll Sorten, eben die, die wir kennen und im Supermarkt kaufen. Für die Tomatenretter steht daher fest: Auch wenn es den Anschein hat, als würde man gegen Windmühlen kämpfen – es ist lohnenswert, sich für eine größere Tomatenvielfalt einzusetzen, viele verschiedene Sorten anzubauen und das Wissen über sie weiterzugeben.

"Ein Biss sagt mehr als tausend Worte"

Kommt auf den Hof und probiert selbst, wovon die Tomatenretter überzeugt sind: nämlich dass jede Sorte ihren besonderen Geschmack hat, dass sortenreines Gemüse intensiver schmeckt als die Hybrid-Züchtungen aus dem Supermarkt und dass es sich lohnt, den Boden ebenso sorgsam zu behandeln wie die Tomatenpflanzen selbst. Das Ergebnis: etwa 140 verschiedene Sorten in allen erdenklichen Farben, Formen und Größen und eine geschmackliche Vielfalt, der Bezeichnungen wie Paradies- und Liebesapfel eher entsprechen als der Name "Tomate", bei dem jeder bloß denkt: Ah, rot, rund und saftig…

Infos: Tomatenretter, Reitbrooker Hinterdeich 291, 21037 Hamburg; Workshops zu Tomatenpflege und anderen Themen jeden Sa ab 13 Uhr

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