Tante Emma lässt grüßen. (© Die Goldenen Fünziger Jahre e.V. )

"Die Goldenen Fünfziger Jahre": Museum der schönen alten Zeit in Bramfeld

Die 1950er: Eine Zeit des Aufbruchs, des Wirtschaftswunders, des Rock'n'Roll. In dem kleinen Museum in Bramfeld könnt ihr eine Zeitreise dorthin unternehmen.

Ein Gerät mit Wählscheibe und Hörer am Ringelkabel – so manches Kind heutzutage erkennt gar nicht mehr, dass es sich bei diesem Kuriosum um ein Telefon handelt. Tatsächlich ist es ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in denen die Musik aus einem Röhrengerät kam, die Dauerwelle unter einer monströsen Haube brutzelte und die Knie der Damen züchtig bedeckt blieben. Die 50er-Jahre: eine glückliche, goldene Zeit, in der Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu leben begann.

Warum sehen Friseursalons heute nicht mehr so charmant aus? (© Die Goldenen Fünziger Jahre e.V. )

In verschiedenen Räumen könnt ihr den Zeitgeist spüren

Ein kleiner Museumsverein in Bramfeld nimmt euch mit auf eine Zeitreise in dieses Jahrzehnt, das zum Sound von Elvis in die Zukunft rock'n'rollte. Auf mehr als 200 Quadratmetern (135 drinnen, 60 draußen) könnt ihr durch ein Wohnzimmer, eine Küche, eine Drogerie, einen Frisörsalon, ein Jugendzimmer und eine Bar mit Musikbox schlendern. Und was gibt es da zu entdecken! Die Räume sind äußerst liebevoll eingerichtet. Wunderschönes, Stilvolles findet sich hier, Skurriles, Schräges, Schrottiges auch: Nippes, Lampen, Uhren, Zeitungen und Bilder an, auf und über stilvollen Mid-Century-Möbeln. Und erst die Tapeten!

Traum-Tapete im Jugendzimmer des Museums. (© Die Goldenen Fünziger Jahre e.V. )

Der Grundstock war eine private Sammlung

Gegründet wurde der Museumsverein im Jahr 1997. Kernstück war die private Sammlung eines Wahlhamburgers, der ursprünglich aus der Pfalz stammte und seine Schätze mit in die Hansestadt brachte. Doch sollten all die Stücke, die zeitgeschichtlichen Wert haben, in irgendeinem Privatraum vermodern? Nein. Und so wurde beschlossen, die Sammlung zu erweitern und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bis 2012 war das Museum im ZEBRA Einkaufszentrum

Ein Raum war rasch gefunden: Bis 2012 war das Museum "Die Goldenen Fünziger Jahre" im Bramfelder Einkaufszentrum ZEBRA zuhause. Doch dann wurde der Mietvertrag von einem auf den anderen Tag gekündigt und das Museum stand auf der Straße. "Glücklicherweise fanden wir Räume, in denen wir die Ausstellungsstücke – damals etwa 16.000 – einlagern konnten", erzählt Klaus Fink, Vorsitzender des Vereins. "Wir haben als mobiles Museum Ausstellungen in diversen Einkaufszentren in Hamburg gemacht, das war ja besser als nichts".

Schöner wohnen: mit Möbeln und Accessoires aus den 50er-Jahren. (© Die Goldenen Fünziger Jahre e.V. )

Ende 2018 wurden die neuen Räume eröffnet

Doch schließlich fand das 50er-Jahre-Museum in der Bramfelder Chaussee ein neues Zuhause. Ein Jahr lang wurde renoviert und umgebaut, eingerichtet und dekoriert. Im November 2018 wurden die Ausstellungsräume schließlich eröffnet. 18.000 Objekte aus dem goldenen Jahrzehnt besitzt der Verein mittlerweile, die allermeisten davon waren Spenden. Solltet ihr noch ein Schätzchen aus den 50ern zuhause haben, könnt ihr es gerne beim Verein abgeben. Größere Stücke werden sogar abgeholt.

Infos: Die Goldenen Fünfziger Jahre Museum, Bramfelder Chaussee 282, 22177 Hamburg; Di–Fr 11 bis 17 Uhr, Sa+So nach Vereinbarung. Wenn möglich, bitte vorher telefonisch anmelden! Der Eintritt ist frei

Vintage-Läden in Hamburg

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