(© Fabian Hammerl )

Die Elektro-Tretroller kommen! Alles, was ihr über die E-Scooter wissen müsst

Der Bundesrat gibt grünes Licht für die Zulassung von Elektro-Tretrollern in Deutschland. Doch was gibt es beim Fahren der E-Flitzer zu beachten? Was ist Pflicht und was verboten? Wir verraten es euch.

Die Länderkammer hat sich am 17. Mai 2019 für die Zulassung der sogenannten Scooter ausgesprochen. Bedeutet: Kurze (oder auch längere) Wege könnt ihr künftig völlig problemlos mit den elektrisch betriebenen Zweirädern zurücklegen. Wie bei fast allem gibt es aber auch hier einige Regeln zu beachten.

Wie kommt man an einen Elektro-Tretroller?

Das Wichtigste zuerst, denn ohne Scooter könnt ihr nicht rollern! Wer möchte, kann sich natürlich seinen eigenen Roller zulegen. Braucht ihr aber nicht. Denn in Hamburg und anderorts sind derzeit viele Verleihfirmen im Gespräch mit den jeweiligen Städten. Wer am Ende die Zweiräder zur Verfügung stellt, steht noch nicht fest. Auch nicht, wie viele Scooter es geben wird. Aber ein Beispiel zur Orientierung: Frankfurt plant mit 5.000 bis 10.000 Elektro-Tretrollern. Klar ist auf jeden Fall, dass die E-Flitzer im Free-Floating-Verleih unterwegs sein werden. Das Prinzip kennt ihr ja bereits vom Carsharing in Hamburg: Via App sucht ihr nach einem Roller, benutzt ihn und lasst ihn an eurem Zielort einfach stehen.

Wer darf die E-Scooter fahren?

Wenn ihr die Tretroller fahren möchtet, dürft ihr sie fahren, auch ohne Führerschein. Einzige Voraussetzung: Ihr müsst mindestens 14 Jahre alt sein. Ursprünglich war geplant, die Roller bereits ab einem Alter von zwölf Jahren zuzulassen, doch dieser Ersuch wurde von der Länderkammer abgewiesen.

Wo darf man mit dem Tretroller fahren?

Eigentlich sollten die Scooter über Deutschlands Gehwege cruisen. Aber nix da: Die Elektro-Tretroller müssen auf dem Radweg fahren. Ob die Bundesregierung die neuen Anforderungen bei der Modernisierung der Radverkehrswege berücksichtig, bleibt zu hoffen. Unklar ist noch, ob die Zweiräder kostenlos in Bussen und Bahnen transportiert werden dürfen.

Wie fährt man einen Tretroller?

Jetzt, wo wir wissen wer und wo, bleibt noch die Frage: Wie fährt man einen Tretrollern? Ganz einfach: Raufstellen, rechts Gas geben, links bremsen. Lenken nicht vergessen. Die Verleihroller sollen maximal 20 Kilometer pro Stunde schnell sein.

Wo kann man den Scooter parken?

Eigentlich überall dort, wo ihr auch ein Fahrrad parken dürft. Heißt: Ihr könnt sie sowohl am Straßenrand als auch auf den Gehwegen abstellen. Einzige Voraussetzung: Die Elektro-Fahrzeuge dürfen niemanden behindern. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, beweist Paris: Dort wurden die Roller kreuz und quer geparkt, sodass ein Verhaltenskodex zum Parken der Roller geschaffen werden musste.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Eigentlich haben wir alles geklärt. Außer die Helmpflicht. Aber die gibt es nicht. Umsichtiges Fahren ist hingegen angesagt. Besonders, da mit dem Mix aus Fahrrädern und Tretrollern zukünftig ziemlich viel auf den Radwegen los sein wird. Unfallforscher rechnen deshalb bereits mit einem erhöhten Unfallaufkommen. Ein Problem ist beispielsweise, dass sich das Fahren der Scooter super simpel anfühlt – und genau deshalb auch oft unterschätzt wird.

Fahrradtouren durch Hamburg

Ihr wollt euch schon mal nach passenden Routen für den nächsten Elektrotretroller-Ausflug umschauen? Dann haben wir genau das Richtige für euch: die schönsten Fahrradtouren durch Hamburg.

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