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Die besten Hamburg-Filme - Teil II

Hamburg als großartige Filmkulisse, das hat schon so oft funktioniert. Beweise gefällig? Wir präsentieren euch den zweiten Teil der sehenswertesten Hamburg-Filme. Aber Obacht, diese Liste hat es in sich!

Vor wenigen Wochen haben wir einen Artikel über die aus unserer Sicht besten Hamburg-Filme veröffentlicht. Das dazugehörige Feedback unserer Leser war überwältigend, wir haben unglaublich viele Meinungen, Kommentare und Ergänzungen erhalten. Aus diesem Grund gibt es hiermit eine Fortsetzung dieser Liste, komplett gefüllt mit den persönlichen Tipps der kiekmo-Leser. Vorhang auf für die besten Hamburg-Filme - Teil II.

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Kurz und schmerzlos (1998)

Auch in dieser Auswahl darf ein Werk von Fatih Akin nicht fehlen. In diesem Fall stand "Kurz und schmerzlos" aus dem Jahr 1998 ganz oben in der Gunst der Filmliebhaber. Über den Inhalt von Akins Spielfilmdebüt wollen wir nur das Nötigste verraten: "Kurz und schmerzlos" ist ein kantiges Gangsterdrama, in dessen Zentrum die Freundschaft einer türkisch-griechisch-serbischen Gang aus Altona steht. Jedem, der ihn noch nicht gesehen hat, legen wir diese cineastische Perle wärmstens ans Herz. Funfact: In Nebenrollen sind Akin selbst, seine heutige Ehefrau, sein Bruder sowie sein Vater zu sehen.

Fleisch ist mein Gemüse (2008)

Hamburg-Harburg Mitte der 80er Jahre: Der junge Musiker Heinz hat starke Akne, eine psychisch kranke Mutter und darüber hinaus nicht viel vom Leben. Die Verfilmung von Heinz Strunks Bestseller "Fleisch ist mein Gemüse" schafft es, den charakteristischen Strunk-Humor gekonnt auf die Leinwand zu transportieren. Ihr werdet viel weinen, wahlweise aus Traurigkeit oder vor Lachen. Heimlicher Star des Films ist der Ende September verstorbene Andreas Schmidt als Bandleader "Gurki". Da klatschen die Apachen - bis die Handflächen glühen.

Manche hatten Krokodile (2016)

Herzlich willkommen in der Subkultur von St. Pauli: Es gibt wohl keinen anderen Hamburger Stadtteil, um den sich so viele Mythen und Legenden ranken. Viele von den Geschichten über den Kiez gehören allerdings der Vergangenheit an und leben nur noch in den Erinnerungen seiner Bewohner weiter. Genau diesen hat Regisseur Christian Hornung mit genauem Auge und angenehmer Zurückhaltung in "Manche hatten Krokodile" ein filmisches Denkmal gesetzt. Wer Hamburg liebt, sollte diese charmante Kneipen-Dokumentation unbedingt gesehen haben.

Taxi (2015)

Mit "Taxi" aus dem Jahr 2015 haben wir eine weitere Romanverfilmung im Programm. Karen Duve schrieb den gleichnamigen Bestseller, in dessen Mittelpunkt Taxifahrerin Alex (Rosalie Thomass) steht. Angesiedelt im Hamburg der 1980er, pendelt die Protagonistin zwischen Reeperbahn und Luxushotel - mit den absurdesten Gästen auf der Rückbank. Als Co-Stars stehen Rosalie Thomass die großartigen Stipe Erceg und Peter Dinklage, bekannt als "Tyrion Lennister" in der Serie "Game of Thrones", zur Seite.

Der letzte Lude (2003)

Ja, wir geben es zu: Dieser Film ist absolutes Trash-Kino, aber auch für dieses scheinen die kiekmo-Leser ein Herz zu haben. Lotto King Karl alias Gerrit Heesemann hat mit seiner Rolle als Andi Ommsen in "Der letzte Lude" eine Figur für die Ewigkeit geschaffen. Zumindest in Hamburg. Zur Handlung: Andi hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Lude den Kiez zurückzuerobern. Dafür muss er zunächst jede Menge Stullen schmieren - immer darauf bedacht, dass ihn die leichten Mädchen mit seinem korrekten Spitznamen "Stuten-Andi" ansprechen. Kann man sich anschauen, muss man aber nicht.

Große Freiheit Nr. 7 (1944)

Historisch betrachtet, unter sehr dramatischen Umständen zwischen Mai und November 1943 gedreht, wurde die "Große Freiheit Nr. 7" erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem absoluten deutschen Filmklassiker. Großen Anteil hatten daran unter anderem die beiden Hauptdarsteller Hans Albers und Ilse Werner sowie nicht zuletzt die unvergessene Filmmusik: Die Lieder "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins", "Beim ersten Mal, da tut's noch weh" und "La Paloma" wurden dank des Films weltberühmt.

Rocker (1972)

Mit der Labelung "Kultfilm" sollte man immer vorsichtig umgehen, in diesem Fall passt die Bezeichnung allerdings wie die Faust aufs Auge. Womit wir thematisch mitten in der Handlung von Klaus Lemkes "Rocker" aus dem Jahr 1972 wären: Der Film ist eine Milieu- und Charakterstudie sondergleichen. Alle Darsteller sind Laien, die teilweise sogar unter ihren bürgerlichen Namen auftreten. "Rocker" hat zahlreiche Redewendungen geprägt ("Du bist doch'n Kerl oder was, mach dich gerade!") und wird heute noch regelmäßig in Hamburger Kinos gezeigt. Einer der prägenden deutschen Filme der 70er Jahre.

Haben wir euren liebsten Hamburg-Film außen vor gelassen oder habt ihr Anmerkungen zu unseren Tipps? Dann nutzt gerne die Kommentar-Funktion dieses Artikels in unserer kiekmo-App – euer Feedback ist uns schließlich sehr wichtig.

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