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Die Alsterschwäne: 5 Fakten, die ihr als Hamburger wissen müsst

Hamburgs Alster ohne Schwäne? Das ist seit Jahrhunderten undenkbar. Hier erfahrt ihr, warum ihr die Alsterschwäne besser nicht beleidigt, wo sie im Winter leben und wie ihr Vati heißt.

1. Bloß nicht schimpfen, wenn es schwant

Kein Witz: Alsterschwan, das ist quasi eine eingetragene Marke. Seit Jahrhunderten. Es gibt ein Dokument aus dem Jahr 1591, das als Beleg dient. Und die Federtiere stehen in Hamburg unter ganz besonderem Schutz. Schimpfwörter spart ihr euch besser. Denn, das ist kein Witz: Das Beleidigen eines Schwans wurde schon im Jahr 1664 per Gesetz verboten. Es gilt die Faustregel: Wer einen Schwan beleidigt, der beleidigt zugleich die Stadt Hamburg.

2. Der Vati der Schwäne ist ein Mensch

Hamburgs Schwäne haben einen Papa. Einen ohne Flügel. Denn die Stadt Hamburg beschäftigt ganz offiziell einen Schwanenvater. Den ungewöhnlichen Job gibt’s schon seit 1674. Der amtierende Vati heißt Olaf Nieß und ist bereits seit mehr als zwanzig Jahren im Amt. Vorgänger war wiederum sein Vater, der satte 46 Jahre lang auf Hamburgs Schwäne aufpasste. Seit 1818 ist für die Betreuung der Tiere das städtische Amt eines Revierjagdmeisters eingerichtet. Der Schwanenvater ist der einzige Mitarbeiter der Zentralstelle Schwanenwesen, die im Bezirksamt Hamburg-Nord angesiedelt ist.

3. Darum habt ihr die Alsterschwäne im Sommer 2018 kaum gesehen

War das ein prächtige Sommer, oder? Den habt ihr sicher in Kanalcafés, auf der Stadtparkwiese und an der Alster genossen. Schwäne gab's dabei seit Anfang August nicht mehr zu sehen. Denn den Tieren wurde die große Hitze in Hamburg zum Verhängnis. Zu wenig Sauerstoff im Wasser, dafür reichlich Bakterien. Einige Tiere starben sogar. Die Stadt entschied kurzerhand, die Alsterschwäne von der Alster zu nehmen. Für sie hieß es schon im Sommer ab ins Winterquartier am Mühlenteich.

4. Hier gibt’s auch im Winter lange Hälse zu sehen

Apropos Winter. Nicht so die Jahreszeit für die rund 120 Alsterschwäne, die es eisfrei lieben. Zum Glück gewährt Hamburg seinen liebsten Vögeln angemessen Unterschlupf: mitten in Eppendorf. Dort wird ein Teil des Mühlenteichs den ganzen Winter eisfrei gehalten. Eine Unterwasserpumpe gewährleistet stets Wasser unterm Schnabel. Je nach Witterungslage kehrt die Kolonie im März oder April zurück auf die Alster, in ihre Kanäle und Fleete. Dort bauen sie von Ende März an ihre Nester.

5. Die Geschichte vom total verliebten Schwan

Hamburger kennen die Geschichte vom verliebten Schwan. Die Story machte 2004 Schlagzeilen. Mit seiner ungewöhnlichen Geliebten sorgte "Swanee" damals für mächtig Aufsehen. Er hatte sich in ein Tretboot mit Schwanenoptik verguckt. Der stolze Wasservogel wich dem Plastikgefährt nicht mehr von der Seite. Sobald das Boot vermietet wurde, ging auch "Swanee" mit auf Tour, drängte sich zuweilen vor das Boot und versuchte, dessen Weiterfahrt zu verhindern. Sogar ein Nest baute der lüsterne Schwanen-Mann seiner Angebeteten. Wenn sich jemand dem Schwanen-Boot näherte, plusterte sich der verliebte Vogel mächtig auf, es gab ein wildes Gezeter. Später entspannte "Swanee" sich mehr und mehr, wartete irgendwann sogar geduldig vor dem Bootshaus auf seine Angebetete, bis sie von der Arbeit heimkam.

Mehr Infos: www.alsterschwaene.de

Bester Blick auf die Alster

Die Schwäne sind im Winterquartier, doch auch ohne Hamburgs lebende Wahrzeichen ist die Alster ein Traum. Mit einem heißen Pott Glühwein in der Hand und einem Teller Erbsensuppe auf dem Schoß könnt ihr den Ausblick aufs Wasser am besten von der Alsterperle genießen. Wir gehen schon mal vor!

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