So soll das neue Fahrradparkhaus am Loogeplatz aussehen. (© Visualisierung: dreidesign )

Des Radlers neue Paradiese: Eppendorf und Winterhude rüsten auf

Wenn ihr am liebsten mit dem Rad unterwegs seid, könnt ihr euch besonders in Eppendorf und Winterhude freuen: Hier wird 2020 kräftig investiert, damit es Radfahrer leichter haben.

Auf das Auto verzichten. Lieber mal mit Fahrrad und Bahn zur Arbeit fahren. Das ist in Hamburg häufig leichter gesagt als getan, die Erfahrung habt ihr sicher auch schon gemacht. Es fehlt schließlich oft an sicheren Orten, um das geliebte und nicht selten ziemlich teure Bike abzustellen und den Zug zu besteigen. In Eppendorf und Winterhude werden jetzt deutliche Zeichen gegen diesen Notstand gesetzt. Unter anderem an der U-Bahn-Station Kellinghusenstraße. Dort haben die Bauarbeiten für Hamburgs erstes Fahrradparkhaus begonnen.

Die "Kelle" bekommt ein Vorzeige-Parkhaus

Die "Kelle" ist ein echter Hotspot, wenn es um die Bahn geht. Mehr als 80.000 Menschen steigen hier täglich in die U1 oder die U3. Gemanagt wird das neue Parkhaus von der Hamburg Park+Ride-Betriebsgesellschaft. Wenn es denn fertig ist. Und das wird voraussichtlich noch in diesem Jahr der Fall sein. Dann können 600 Flächen im Inneren des Neubaus genutzt werden. Draußen gibt’s Platz für weitere 400 Räder.

2,5 Millionen Euro werden investiert

Mitte Januar konnte schon mal der erste Spatenstich für das Projekt gesetzt werden. Satte 2,5 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Bauwerk kosten. Für das Geld gibt’s zwei Etagen, auf denen ihr euer Fahrrad vor Wind, Wetter und Langfingern geschützt abstellen könnt. Verkehrsstadtrat Andreas Riekhof freut sich schon jetzt: "Fahrräder und U- und S-Bahnen sind eine unschlagbare Kombination, um im Alltag auch längere Strecken umweltfreundlich zurückzulegen", lässt er sich zitieren. Und spricht von einem Meilenstein. Es soll nicht der letzte bleiben. Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue jedenfalls äußert gegenüber der Presse große Hoffnungen. Das Projekt werde Strahlkraft weit über Hamburg hinaus entwickeln.

30.000 Fahrrad-Stellplätze bis 2025

Hamburg will den eingeschlagenen Weg zur Fahrradstadt konsequent weitergehen. Laut aktueller Planung sollen bis zum Jahr 2025 fast 30.000 neue Stellplätze für Bikes im Stadtgebiet her. Das wird mehr als 30 Millionen Euro kosten. Ein Stück der Strecke zu einer echten Radler-City hat Hamburg schon hinter sich. Seit 2016 konnte die Zahl der Parkplätze für Räder von 16.000 auf 22.500 gesteigert werden. Und überall wachsen derzeit die Velorouten.

Auch in Winterhude soll es 2020 vorangehen. Etwa im Umfeld der S-Bahn-Station Rübekamp. Dort ist geplant, das Angebot an Stellplätzen erheblich auszubauen. Ist auch dringend nötig, schließlich wird im nahen Pergolenviertel gerade ein neuer Stadtteil hochgezogen. Dort entstehen 1.400 Wohnungen. Da dürften jede Menge Radler einziehen. Zudem ist in Winterhude geplant, die Gertigstraße zur Fahrradstraße umzugestalten.

Auch das Alsterufer wird fahrradfreundlich

Und dann sind da noch die Pläne für das Alsterufer. In Winterhude und auf der Uhlenhorst sollen etliche Straßen als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Los geht’s voraussichtlich im März. Es geht um die Straßen Bellevue, Fährhausstraße westlich der Herbert-Weichmann-Straße, Schöne Aussicht und Eduard-Rhein-Ufer. In die sollen Autos künftig nur noch fahren dürfen, wenn sie dort etwas zu erledigen haben. Anlieger frei – so lautet die Botschaft. Für Radfahrer bedeutet das eine Art verkehrsberuhigten Alsterwanderweg. Begonnen wird mit den Bauarbeiten an der Schönen Aussicht. An der Kreuzung der Straßen Auguststraße und Schöne Aussicht ist zudem eine neue StadtRad-Station vorgesehen.

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