(© Shutterstock/kuzmaphoto )

Der Mitternachtsbus für Obdachlose: Wärmespender im Winter

An 365 Nächten im Jahr kurvt der Mitternachtsbus durch Hamburgs Straßen. Seine Mission ist es, obdachlose Menschen mit heißen Getränken, Brötchen und Schlafsäcken zu versorgen und menschliche Wärmen denen zu bringen, die oft übersehen werden.

Über 1.000 Obdachlose übernachten in der Hansestadt auf der Straße. Im Winter drohen viele von ihnen zu erfrieren. Um das zu verhindern, dreht der Mitternachtsbus der Diakonie Hamburg seit 1996 jeden Abend seine feste Route von 20 bis 24 Uhr durch die Innenstadt. Ein Projekt, das dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer überhaupt erst möglich ist.

Teamwork in Hamburgs Straßen

Dabei versorgen die Mitarbeiter des Projekts die Menschen auf den Straßen nicht nur mit dem Nötigsten wie heißen Getränken, Brötchen, Brühe, Decken und Schlafsäcken. Ein Hauptgedanke der Arbeit ist auch der zwischenmenschliche Kontakt. Neben Gesprächen werden die Betroffenen über weiterführende Hilfsangebote oder die ärztliche Sprechstunde für Wohnungslose im Diakonie-Zentrum unterrichtet. Der Mitternachtsbus finanziert sich komplett aus Spenden.

Wichtig, um Missverständnisse aus der Welt zu räumen: Die Telefonnummer, die derzeit wieder in den sozialen Netzwerken kursiert, um den Hamburger Kältebus zu rufen, ist der Büroanschluss des Projekts, unter dem nachts niemand zu erreichen ist. Wenn ihr am Abend Obdachlosen begegnet, die dringend Hilfe brauchen, wählt die Notrufnummer 112.

Ihr möchtet Teil des Teams werden? Dann meldet euch unter mitternachtsbus@diakonie-hamburg.de.

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