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"Der Feinschmecker": Das sind Hamburgs beste Restaurants

Die Gourmetzeitschrift "Der Feinschmecker" kürt jedes Jahr die 500 besten Restaurants Deutschlands. Darunter finden sich dieses Mal gleich 21 Restaurants in Hamburg.

Das Urteil des Magazins "Der Feinschmecker" wird allen Hamburger Gourmets gefallen: 21 Restaurants haben es in unserer Stadt in die Liste der 500 besten Restaurants Deutschlands geschafft. Damit können Hamburgerinnen und Hamburger aus einer so großen Auswahl exquisiter Küche wählen wie in kaum einer anderen Stadt. Vorausgesetzt ihr habt genug Geld auf der Tasche. Ein 6- bis 8-Gänge-Menü kann in den Top-Restaurants schon mal 200 bis 300 Euro kosten.

Drei Restaurants stechen hervor

Drei Etablissements haben viereinhalb von fünf Punkten ergattert. Das Seven Seas auf dem Blankeneser Süllberg punktet alleine schon mit der "romantischsten Terrasse über der Elbe". Aber auch die Küche der Chefköche Karlheinz Hauser und Axel Krause hat sich dem Magazin zufolge dieses Jahr noch ein Mal verbessert: "Klar strukturiert sind die Gerichte, die zwischen feiner Eleganz und großer Aromenkraft variieren und schwelgerisch gut sind", so das Urteil des Redaktion.

Der Tausendsassa unter Hamburgs Edel-Restaurants ist das Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten. 1919 wurde es zum ersten Mal eröffnet, 2013 nach einer vollständigen Renovierung mit modernerer Küche wiedereröffnet. Am hohen Ansehen des Hauses an der Binnenalster hat der Einschnitt nicht gerüttelt. Im Gegenteil: Die Jury des Feinschmeckers lobt den "sensiblen Umgang" mit den hochwertigen Produkten und zeigt sich von der überwältigenden Weinkarte beeindruckt. Die umfasst satte 1.100 Optionen.

The Table, das vor drei Jahren in der HafenCity eröffnet wurde, konnte die Jury mit einem modernen, ausgesprochen urbanen Konzept überzeugen. Chefkoch Kevin Fehling und sein Team bereiten die Speisen vor den Augen der Gäste zu, die alle an einem langen, geschwungenen Hochtisch sitzen. Auch die Speisen seien "hochästhetisch angerichtet und so raffiniert wie harmonisch komponiert". Ein Abend in dem Restaurant ist ein exklusives Erlebnis: Die Plätze sind auf Monate ausgebucht.

Enttäuschungen und Überraschungen

Die Restaurants von Steffen Henssler und Tim Mälzer sucht man in der Liste vergeblich. Von den gastronomischen Angeboten Hamburger TV-Köche wurde einzig Cornelia Polettos gleichnamiges Lokal in Eppendorf von den Kritikern beachtet. Die "Gastronomia" darf sich mit zwei Feinschmecker-Punkten schmücken. Diesen Umstand verdankt es aber augenscheinlich eher der Anhängerschaft als der überragenden Qualität. Auch wenn das Konzept der Gastronomia nicht vollends überzeuge, sei sie "auf jeden Fall ein beliebter Treffpunkt ihrer Fans und der Nachbarschaft".

Dafür finden sich einige Newcomer in der Auswahl der besten Restaurants. Allen voran das Bianc, ebenfalls in der HafenCity ansässig. Der portugiesische Küchenchef Matteo Ferrantino hat in seiner Heimat bereits erfolgreich die mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Vila Joya geführt. Den mediterranen Einschlag hat er nach Hamburg mitgebracht und kombiniert ihn seit November 2017 auf kreativste Weise mit deutscher Kost.

Oder das Louis - by Thomas Martin: Der Chefkoch des ebenfalls ausgezeichneten Jacobs Restaurant im Hotel Jacob ist während der Umbauphase des Hauses ein eigenes Projekt angegangen. In dem ursprünglich als Pop-Up-Restaurant konzipierten Lokal lässt er sein junges Team experimentieren und neue Wege gehen. Die Gäste waren begeistert und so bleibt das Restaurant ihnen auch nach der Rückkehr von Martin ins Jacobs am Kaiserkai erhalten. Und auch das Lakeside im neu gebauten Hotel "The Fontenay" hat sich mit drei Punkten in die Riege der besten Restaurants der Stadt eingereiht.

Diese Restaurants hätten es auch verdient

Keine Frage, in der Liste des "Feinschmeckers" finden sich nur Top-Adressen. Unserer Meinung nach könnte die Auswahl an Hamburger Restaurants aber noch etwas größer ausfallen. Immer mehr Lokale warten mit innovativen, frischen Konzepten auf. Zum Beispiel das Wolfs Junge in Uhlenhorst, das zeigt, wie gut Nachhaltigkeit schmecken kann. Oder die Hobenköök im Oberhafen, die sich täglich aus der direkt angeschlossenen Markthalle bedient. Oder Brechtmanns Bistro in Eppendorf, dessen Küche sich irgendwo zwischen deutscher Hausmannskost und ostasiatischer Raffinesse bewegt. Trotzdem wurden diese Restaurants nicht in das Feinschmecker-Ranking aufgenommen. Dafür müsst ihr dort auch nicht ganz so viel Geld locker machen, um satt zu werden.

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