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5 Denkmäler in Bramfeld, die ihr sicher noch nicht kennt

Bramfeld liegt im Nordosten von Hamburg und ist mit knapp 50.000 Einwohnern einer der bevölkerungsstärksten Stadtteile. In dem Geschichtsträchtigen Ort könnt ihr einige historische Denkmäler entdecken.

1. Mitten drin: Der Bramfelder Dorfplatz

Auf dem Bramfelder Dorfplatz befindet sich ein Denkmal, das an den Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848-1851 erinnert: Ein Adler mit Kanonenkugeln sitzt auf einem großen Findeling. Davor ist das alte Bramfelder Wappen in den Boden gelassen. Die große Friedenseiche wurde 1871 gepflanzt. Dieses Szenario markiert den alten Dorfmittelpunkt von Bramfeld und wurde als Ganzes unter Denkmalschutz gestellt.

Infos: Bramfelder Dorfplatz 1, 22175 Hamburg

2. Neobarockes Gotteshaus: Osterkirche Bramfeld

An der Kreuzung von Steilshooper Allee und Bramfelder Chaussee findet ihr die Osterkirche. 1914 wurde die Kirche mit dem achteckigen Grundriss fertiggestellt und geweiht. Nach dem Krieg wurde im Rahmen einer Renovierung der typisch protestantische Kanzelaltar durch ein Relief des Bildhauers Fritz Fleer ersetzt. Der Kirchenraum wirkt jetzt freundlich und einladend und ist unter der Woche in der Regel nachmittags für Gebete und Besichtigungen geöffnet. Gottesdienste finden sonntags um 11 Uhr statt.

Infos: Osterkirche, Bramfelder Chaussee 202, 22177 Hamburg

3. Wohnen im Grünen: Die Siedlung Hohnerkamp

Grün, Grüner, Hohnerkamp: Die 1954 erbaute Wohnsiedlung trägt auch den hübschen Beinamen Gartenstadt. Umgeben von Gärten und Grünanlagen reihen sich hier über 1.500 Wohnungen aneinander. Die Architekten Hans Bernhard Reichow und Gustav Lüttge schufen einen Mix aus Reihenhäusern und Geschosswohnungen und planten die Siedlung außerdem so, dass die meisten Gebäude einen kleinen Garten oder Balkon mit sonniger Südwest-Ausrichtung haben. Die Hohnerkampsiedlung gehört zu den größten Hamburger Bauprojekten der Nachkriegszeit. 1987 wurden die pastellfarbenen Fassaden der Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Infos: Gartenstadt Hohnerkamp, 22175 Hamburg

4. Umstrittenes Erbe: Kriegerdenkmal Bramfeld

Auf einem Steinsockel steht ein meterhoher Soldat in Helm und Uniform. In seinen Händen hält er ein Schwert. Das Denkmal wurde 1935 in der Zeit des Nationalsozialismus zum Gedenken an die gefallenen Soldaten des ersten Weltkriegs errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal um einen Gedenkstein mit der Inschrift "Unsere Kriegstoten 1939 – 1945" ergänzt. Auf Tafeln in den dahinterliegenden Rundbögen sind die Namen getöteter Soldaten eingelassen. Der Ort war in der Vergangenheit immer wieder Anlaufstelle für rechte Gruppierungen. Daher wurde 2018 beschlossen, das Denkmal um eine Kommentierung zu ergänzen, die eine kritische Betrachtung ermöglicht.

Infos: Kriegerdenkmal am Alten Teich (Kleiner Bramfelder See), 22177 Hamburg

5. Keine 60 Jahre alt: Die Simeonkirche

Seit 1961 ist eine zweite Kirche in Bramfeld zu finden. Da sich die Geistlichen damals nicht auf einen Namen einigen konnten, wurde die Kirche zunächst "Heilig-Geist-Kirche" genannt und erst später Simeonskirche getauft. Die Gemeinde veranstaltet regelmäßig Flohmärkte, Konzerte, Gemeindereisen und Jugendfreizeiten. Gottesdienste finden in der Regel sonntags um 9.30 Uhr statt.

Infos: Simeon-Kirche, Am Stühm-Süd 83, 22175 Hamburg

Autorin: Natalja Fischer

Bramfeld entdecken

In Bramfeld könnt ihr nicht nur Denkmäler besichtigen, sondern sich auch durch die besten Döner-Läden in Bramfeld probieren oder im Gzeiten leckere Cocktails genehmigen. Ab 2020 soll außerdem neuer bezahlbarer Wohnraum in Bramfeld entstehen.

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