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Den Parkdruck senken: St. Pauli bekommt neue Parkplätze für Anwohner

Gut 50 Stunden pro Jahr verschwendet der Hamburger durchschnittlich mit der Parkplatzsuche. Zumindest auf St. Pauli könnte sich dieser Zeitverlust ab Frühjahr etwas verringern.

Aktuell streiten sich die befahrzeugten Anwohner und Besucher auf St. Pauli um 800 Parkplätze. Ab Frühjahr dürfte sich die Parkplatzsuche zumindest etwas entspannen. Denn die Stadt plant, die Anzahl auf 4.100 Stellplätze auszuweiten.

Für 30,30 Euro Jahresgebühr bekommen St. Paulianer dann dank Dauerparkschein die Gelegenheit, zusätzlich zwischen Holstenstraße, Stresemannstraße, Budapester Straße und den Landungsbrücken ihre PKW abzustellen. Damit wächst die Parkzone zur größten im Stadtgebiet. Gut für die Anwohner, weniger gut für Touristen, die auf ebenjenen Parkplätzen fortan ein Ticket lösen müssen. Bis Ende April stellt der Landesbetrieb Verkehr (LBV) dafür 95 neue Parkscheinautomaten auf. Die Erweiterung kostenpflichtiger Parkfläche ist vor allem für Besucher und Kurzparker ein teures Vergnügen: Bei drei Stunden Parkdauer – der maximal möglichen – werden 2 Euro pro Stunde fällig. Die Maßnahme soll die Besucher und Touristen auch dazu animieren, auf Parkhäuser auszuweichen oder das Auto stehen zu lassen und stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Für den LBV dient das Pilotprojekt als Vorbild für weitere Stadtteile. Der Flughafen und Billstedt sind bereits im Gespräch. Die Schanze, das Karoviertel und auch Ottensen als mögliche Projekte hat der LBV für 2018 ebenfalls schon im Blick.

(© HH, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung )

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