Das neue Herzzentrum Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf )

Das tut sich 2020 auf dem Gelände der Hamburger Uni-Klinik

In Eppendorf entsteht ein neuer Forschungscampus. Nicht das einzige Bauprojekt, das 2020 in Angriff genommen wird. Wir sagen euch, wie und wo das UKE wächst.

Im Minutentakt steuern Notarztwagen Hamburgs Uni-Klinik an. Doch nicht nur mit Blaulicht sind Autos auf dem Gelände unterwegs. Auch Baufahrzeuge sind an der Martinistraße an der Tagesordnung. Denn das Krankenhaus in Eppendorf wird Stück für Stück erweitert und modernisiert. Bis ins Jahr 2050 reicht die Planung. Ziel ist, das UKE sowohl bei der Versorgung kranker Menschen, als auch in der Forschung und bei der Lehre auf internationalem Spitzenniveau zu halten. Wir haben uns mal angeschaut, was 2020 im und ums UKE so vor sich geht – und das ist einiges.

Smartbox mit Büros

Zum Beispiel entsteht im Westen des Geländes, nicht weit vom Stadion Hoheluft, in diesem Jahr die so genannte Smartbox. Was das sein soll? Ganz einfach ein Neubau mit Büros, in dem Service-Einrichtungen, die bislang überall im UKE verstreut sind, gebündelt werden sollen. Schon 2021 soll das Gebäude fertig sein – und mit seinen 7.800 Quadratmetern Nutzfläche rund 300 Menschen Raum zum Arbeiten bieten.

Neuer Campus für die Forschung

Auch im Norden des UKE-Geländes steht 2020 ein Baubeginn an. Dort wird ein Forschungscampus hochgezogen. Es entstehen 150 Laboreinheiten für die Bereiche Biochemie, Molekular- und Zellbiologie. Der Forschungs­schwer­punkt in dem Neu­bau liegt in den Bereichen Ent­zün­dungen, In­fek­tio­nen und Immuno­logie. Die Fertigstellung des neuen Campus ist für 2023 geplant.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) / Axel Kirchhof )

Neubau des Herz- und Gefäßzentrums

Weitere Baustellen findet ihr im östlichen Bereich des UKE-Areals. Dort wächst die Martini-Klinik. Wenn der Neubau im Jahr 2022 fertig ist, können darin 100 Betten auf vier Stationen belegt werden. Dann wird's acht Operationssäle geben. Nur einige Meter weiter wird ebenfalls kräftig gebuddelt, gemauert und gezimmert. Wenn die Arbeiten am Neubau des universitären Herz- und Gefäßzentrums abgeschlossen sind, können die Ärzte mit 388 zusätzlichen Betten planen. Neun OPs und neun Herzkatheter-Labore entstehen bis 2023 ebenfalls. Unter dem Gebäude können dann bis zu 500 Autos parken.

500 Millionen Investition

Insgesamt werden am Klinik-Standort Eppendorf so um die 500 Millionen Euro investiert. Bei der Erweiterung setzt die Leitung auf Transparenz und bemüht sich, die Öffentlichkeit über anstehende Bauarbeiten umfassend zu informieren. So gab es 2019 eine Info-Veranstaltung, zu der Anwohner eingeladen wurden.

Frickestraße: 110 Laster pro Tag

Auch ein Sorgentelefon für genervte Nachbarn wurde eingerichtet. Unter der Durchwahl 040-7410-57985 nimmt das Lob- und Beschwerdemanagement des UKE Anregungen und Kritik zu den geplanten Baumaßnahmen entgegen. Das alles nicht ohne Grund, denn gerade an der Frickestraße, die eigentlich eine vergleichsweise ruhige Wohnstraße ist, geht es hoch her. Vor allem von dort steuern die Baufahrzeuge das Krankenhausareal an. Die Rede ist von bis zu 110 Lastern täglich. Das UKE hat sogar einen Verkehrsplaner engagiert, um die Belastungen zu gering wie möglich zu halten.

(© Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) /Axel Kirchhof )

Hamburgs drittgrößter Arbeitgeber

Das Universitätskrankenhaus in Eppendorf beschäftigt aktuell rund 11.000 Menschen und ist drittgrößter Arbeitgeber Hamburgs. Derzeit verfügt das Klinikum über mehr als 1.700 Betten. Auf dem Gelände werden jährlich rund 3.400 Ärzte und Zahnmediziner ausgebildet. Im Jahr 2018 wurden laut Geschäftsbericht des UKE 506.697 Patienten behandelt, 104.354 davon stationär. Zahlen, die mit der Erweiterung voraussichtlich steigen werden.

Infos: Universitätsklinikum Eppendorf, Martinistraße 52, 20251 Hamburg; Sorgentelefon: 040-7410-57985

Tempo 30 und eine eigene U-Bahn-Station?

Nicht nur Krankenwagen und Lkw donnern durch die Martinistraße, sondern auch Busse und Autos – trotz vieler Kinder, Senioren und Patienten. Darum fordern Eppendorfer Tempo 30 vorm UKE. Vielleicht kann man hier aber auch bald ganz aufs Auto verzichten: Möglicherweise bekommt das UKE eine eigene U-Bahn-Station.

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