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Das sind die 10 schönsten Brücken Hamburgs

"Über sieben Brücken musst du geh'n" wussten 1979 schon Karat – und waren offenbar noch nie in Hamburg. Brücken gibt es in der schönsten Stadt der Welt nämlich mindestens zwei Hand voll, die es sich lohnt, zu überqueren – und zu bewundern.

1. Die wohl bekannteste Brücke in Hamburg: Köhlbrandbrücke

Viele nennen sie – scherzhaft oder durchaus im Ernst: die Golden Gate von Hamburg. Sie ist zwar nicht ganz so lang und farblich kein so großer Blickfang wie ihr Pendant in San Francisco, aber mindestens genauso schön geschwungen. Ob ihr auf dem Altonaer Balkon steht und Richtung Hafen schaut oder auf der A7 Richtung City düst – die Köhlbrandbrücke schwingt sich elegant zwischen Containerschiffen und Kränen durch die Skyline Hamburgs und euer Blickfeld. Mal sehen, wie lange noch, denn weil die Brücke für viele Schiffe nicht hoch genug ist, wird schon über einen Abriss spekuliert. Am besten also noch so oft wie möglich bewundern, fotografieren und drüberfahren!

2. Alte Schönheit: Ellerntorbrücke

Sie ist die zweitälteste Steinbrücke Hamburgs und war über Jahrhunderte für Fußgänger sogar die einzige Ost-West-Verbindung durch die Innenstadt. Seit 1668, ihrem Baujahr, hat sich an der Hamburger City-Infrastruktur zwar viel getan, doch eine Augenweide ist die Ellerntorbrücke übers Herrengrabenfleet noch immer. Drei geschwungene Natursteinbögen ziehen sich von einer Fleetseite zur anderen und spiegeln sich so fotogen im Wasser, dass man gar nicht wegschauen möchte.

3. Schlossrahmen: Wandrahmsfleet- und Holländisch-Brookfleet-Brücke

Echte Zungenbrecher und echte Hingucker sind diese zwei Schönheiten namens Wandrahmsfleet- und Holländisch-Brookfleet-Brücke. Denn sie rahmen das beliebte Hamburger Wasserschlösschen und sind damit wohl die meistfotografierten Brücken der Speicherstadt. Ihre Namen haben sie übrigens von den einst vornehmsten Straßen Hamburgs: Alter Wandrahm und Holländischer Brook. Hier lebten im 17. Jahrhundert die erfolgreichsten Kaufmannsfamilien der Stadt. Tipp: Den besten Blick auf die schönen Brücken samt Schlösschen habt ihr von der Poggenmühlenbrücke aus. Allerdings seid ihr hier so gut wie nie allein, denn ein Geheimtipp ist dieser Spot schon lange nicht mehr.

4. Verkehrsknotenpunkt und beliebtes Fotomotiv: Lombardsbrücke

Sie dient nicht nur Autofahrern und Radfahrern jeden Tag als Verbindung zwischen Binnen- und Außenalster, sondern allen, die das Alster-Panorama lieben, auch als perfekter Aussichtspunkt auf Rathaus und Alsterfontäne. 1868er Baujahr, 69 Meter lang, drei Bögen – diese Fakten sollten echte Hamburger Brücken-Fans schon kennen …

5. Südliche Verbindung: Alte Harburger Elbbrücke

Hamburg wird nicht umsonst als "Tor zur Welt" bezeichnet, denn ohne Brücken kein Tor – schließlich fließt die Elbe durch Hamburg. Und wer dort rübergehen und nicht durchschwimmen will (lassen wir den Elbtunnel mal außen vor), braucht eben eine Querung. Das Tor nach Süden bildet die Alte Harburger Elbbrücke, die seit 1872 alle, die nach Harburg und noch weiter südlich wollen, ans andere Elbufer bringt. Besonders eindrucksvoll sind die großen Steinportale mit Fachwerkbögen, gefolgt von den fotogenen Fischgräten-Stahlträgern. Bei Nebel ist die 500 Meter lange Brücke übrigens ein ganz besonderer Blickfang!

6. Steinerner Orientteppich übers Fleet: Wilhelminenbrücke

Sie wäre eine von vielen Brücken in Hamburg … hätte 2005 nicht ein engagierter Steinmetz aus der Wilhelminenbrücke einen echten Hingucker gemacht. Den Gang übers Kehrwiederfleet zierte danach nämlich ein 27 Meter langer steinerner Orientteppich, ein Mosaik, das nicht ohne Bedeutung ist. So soll der wohl exotischste Läufer Hamburgs Verbindung zum Handel und zu den Waren symbolisieren, die in der Speicherstadt Tag für Tag eintreffen. Da das Muster mittlerweile jedoch verblasst ist, hat Bildhauer Frank Raendchen der Brücke einen frischen Look verpasst: Seit 2019 können Hamburger und Besucher das neue Muster bestaunen.

7. Romantik-Flair über Fachwerkbögen: Schwanenwikbrücke

Ignoriert man die vielen Jogger, die hier gern die Alster umrunden, wirken Fachwerk und verspielte Kandelaber der Schwanenwikbrücke so romantisch, dass man fast vergisst, welche Rolle die Brücke im Krieg spielte. In den Sockeln der Brücke befanden sich nämlich beizeiten Luftschutzbunker und die Promenadendurchgänge unter der Brücke wurden durch Stahltüren verschlossen. Die Brücke selbst hat die Kriegszeit glücklicherweise unbeschadet überstanden und gehört definitiv zu den schönsten Brücken der Hansestadt. Übrigens auch zu den beliebtesten bei vielen Turteltauben, die hier fleißig Liebesschlösser befestigen. Allerdings haben diese keine allzu lange Halbwertszeit, denn sie müssen in regelmäßigen Abständen aufgebrochen und entfernt werden, um die Brücke zu erhalten.

8. Weitester Blick über die Alster: Krugkoppelbrücke

Wer so viel Alster wie möglich sehen will, stellt sich am besten auf die Krugkoppelbrücke. Aber eigentlich auch schade, denn die Brücke selbst ist so schön, dass es sich lohnt, sie als eigenes Motiv zu betrachten. Die hübsche Dreibogen-Querung befindet sich ganz im Norden der Binnenalster, allerdings gerade in der Bauphase. Voraussichtlich ab November könnt ihr sie wieder passieren oder ohne störende Baufahrzeuge und Absperrungen betrachten.

9. Hamburg und seine Hafenbrücken

Sie verbinden die Elbpromenade mit den Hafenfähren und unzählige Touristen mit leckeren Fischbrötchen – die insgesamt zehn Hafenbrücken Hamburgs. Der gelungene Mix aus Holzbrettern und Stahl, das Geräusch knarzender Planken unter den Füßen sowie die Kulisse des Hamburger Hafens machen die Hafenbrücken zu einem echten Highlight in der Hansestadt. Was kaum einer weiß: Sie haben bereits über 100 Jahre auf dem Buckel.

10. Fast wie im Märchen: Brücke am Südteich des Ohlsdorfer Friedhofs

Die Top 10 der schönsten Brücken Hamburgs befinden sich größtenteils in der Innenstadt, rund um Landungsbrücken und Speicherstadt. Dabei lohnt es sich, auch über den Hafenrand hinauszuschauen, denn in anderen Stadtteilen der Hansestadt erwarten euch ebenfalls überraschend hübsche Querungen. Eine von ihnen ist die Brücke am Südteich auf dem Ohlsdorfer Friedhof. "Entzückend" ist wohl die passendste Beschreibung für diesen pittoresken Überweg aus dem Jahr 1889. Die grazile, ornamentale Gestaltung lässt die Brücke fast zerbrechlich wirken – aber keine Angst, ihr könnt sie ohne Bedenken passieren.

Auch schön: Sonnenuntergang in Hamburg

Nicht nur unsere Brücken sind hübsch anzugucken. Auch die Sonne versinkt in Hamburg ganz besonders schön hinterm Horizont. Wir verraten euch 10 Orte für einen malerischen Sonnenuntergang in Hamburg.

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