(© Klaus Behrmann )

Das Holthusenbad: Schwitzen und schwimmen wie vor 100 Jahren

Einfach nur Sauna kann ja jeder. Schwimmbad auch. Im für viel Geld aufgehübschten Holthusenbad an der Kellinghusenstraße in Eppendorf könnt ihr eine Zeitreise unternehmen.

Der Winter kann in Hamburg echt ein Fiesling sein. Mit fünf Grad, peitschenden Böen und kübelweise Wasser von oben. Da kommt die gepflegte Wellness-Auszeit zuweilen wie gelegen. In Eppendorf steuern Saunafans gern das Holthusenbad an. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn nachdem die Therme für mehr als eine Million Euro aufgehübscht wurde, wird dort mit einer vom Jugendstil der 20er Jahre geprägten Atmosphäre gepunktet.

Holthusenbad Hamburg: Schwitzen im Lichtspielhaus

Neun unterschiedliche Saunen und Dampfbäder sind beim Umbau des Hamburger Holthusenbads entstanden. Im "Lichtspielhaus" könnt ihr bei 90 Grad einen Aufguss genießen und dabei Filmaufführungen sehen. In der sogenannten "Kaffeestube" seid ihr bei 80 Grad umgeben vom nostalgischen Wiener Kaffeehaus-Flair. Dort begleiten Klangexperten die meditativen Aufgüsse mit Klangschalen oder anderen Instrumenten. Wenn ihr es etwas kühler und heimelig mögt, besucht doch mal die Eppendorfer Stube, eine 70-Grad-Sauna, in der es aussieht wie im eigenen Altbauwohnzimmer. Montags und mittwochs ist übrigens Damensauna angesagt.

(© Dietmar Theis )

Das einzige Wellenbad Hamburgs gibt's im Holthusenbad

Und natürlich könnt ihr nicht nur schwitzen im Holthusenbad Hamburg, das gleich gegenüber der U-Bahnstation Kellinghusenstraße zu finden ist. Vom beheizten Freibad mit Unterwasserbeleuchtung über das einzige Wellenbad Hamburgs und einen Kinderspielplatz im Wasser bis hin zu der mondänen, im klassizistischen Stil gehaltenen Therme mit Sprudelliegen wird noch weit mehr geboten. Gastronomie gibt es sowohl im Schwimmbad als auch in der Saunawelt.

Vorreiter: Erstes beheiztes Freibad Europas

Das Holthusenbad gehört fraglos zur Hamburger Stadtgeschichte. Als Badeanstalt Eppendorf 1914 entstanden, erhielt das Bad schon im Jahr 1927 ein beheizbares Außenbecken. Das hatte es zuvor in Europa noch nicht gegeben. Den Namen bekam die Einrichtung, in der unzählige Eppendorfer das Schwimmen lernten, 1920 - in dem Jahr in dem Senator Gottfried Holthusen starb. Die Backstein-Architektur geht auf den großen Architekten Fritz Schumacher zurück, der Hamburg als Oberbaudirektor prägte.

Info: Holthusenbad, Goernestraße 21, 20249 Hamburg, Mo-So 10 bis 23 Uhr

Noch mehr Wellness in Hamburg

Einmal die Seele baumeln und sich verwöhnen lassen – wenn ihr auf der Suche nach den schönsten Wellness-Oasen Hamburgs seid, haben wir noch ein paar Tipps auf Lager. Am besten durchkneten lassen könnt ihr euch in diesen 7 Massage-Hotspots in Hamburg. Nur einen Steinwurf von Eppendorf entfernt findet ihr außerdem von Floating bis Thai-Massage unsere Top 5 der Wellness und Entspannung in Eimsbüttel. Genießt es!

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