(© Shutterstock/Africa Studio)

Darum macht die AWO ihr Seniorenzentrum in Stellingen dicht

Traurig: Mit dem Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Stellingen schließt zum ersten Mal ein Hamburger Altenheim, weil es offene Stellen nicht besetzen kann. Alle Details zur Schließung hier.

Ende Juni macht der Landesverband Hamburg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sein Seniorenzentrum an der Hagenbeckstraße dicht. Der Grund: Neun Vollzeitstellen konnten nicht besetzt werden. Eine schwierige Situation für das verbleibende Personal und die Bewohner. Denn für sie musste der Wohlfahrtsverband bis Ende Juni eine neue Bleibe finden. Laut AWO sei aber sämtlichen der etwa 40 Mitarbeiter eine neue Stelle angeboten worden. Auch für alle Senioren gebe es Plätze in Ersatzunterkünften.

Personalnot zeichnete sich schon lange ab

"Wir bedauern diesen Schritt", heißt es seitens der AWO, die sich ohne entsprechendes Personal nicht in der Lage sah, "die gesetzlichen Vorgaben und ihre eigenen hohen Qualitätsansprüche in der stationären Pflege" zu erfüllen. Bereits vor zwei Jahren hatte sich die Personalnot abgezeichnet. 2017 schloss die AWO den kompletten zweiten Stock. Dadurch reduzierte sich die Zahl der Bewohner von mehr als 70 auf zuletzt 53.

Um einen Weiterbetrieb der Einrichtung zu ermöglichen, hatte die AWO Hamburg sich nach eigenen Angaben auch darum bemüht, an Stelle der stationären Pflege alternative Wohnformen für Senioren mit ambulanter Pflege im AWO Seniorenzentrum Hagenbeckstraße umzusetzen. Hierzu habe sie allerdings keine Genehmigung bekommen. Ein Grund, warum die AWO keine neuen Altenpfleger gefunden habe, könne laut Gewerkschaft Ver.di die Tatsache sein, dass die AWO keine Tariflöhne zahle.

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