(© Pixabay / Karsten Paulick )

Darum fordern Eppendorfer Tempo 30 vorm UKE

Durch die Eppendorfer Martinistraße rauschen Busse, Lkw und Autos mit 50 durch – trotz des UKE, vieler Kinder und Senioren. Jetzt macht Eppendorf mobil: Tempo 30 soll her.

Eine Schule. Senioreneinrichtungen. Und das größte Krankenhaus Hamburgs. Das sind drei Argumente für alle, die eine Verkehrsberuhigung in der Martinistraße fordern. Und es gibt noch mehr gute Gründe, schließlich toben auf dem "Baui" genannten Bauspielplatz unweit der viel befahrenen Straße jede Menge Kinder. Reichte bislang aber alles nicht. Die Forderung nach Tempo 30 verhallte. Jetzt sind besorgte Eppendorfer sogar auf die Straße gegangen, um noch mehr Druck auf die Behörden zu machen.

Demo gegen Raser

Veranstalter der farbenfrohen Demonstration mit vielen selbst gemalten Protestschildern war unter anderen das Quartiersnetzwerk "Martini erleben". Das verschafft dem Stadtteil eine Lobby. Auch wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht. An der Demo beteiligten sich zudem die Stadtteilschule Eppendorf, die Bethanien-Höfe, die Kita Elbkinder und mehrere Kirchengemeinden.

Tempo 30 vs. Fahrplan

Dass Kinder und ältere Menschen besonderen Schutz verdienen, ist unstrittig. Eben darum wurde in Hamburg vor einigen Jahren die Straßenverkehrsordnung geändert. Seitdem ist es möglich, vor Schulen, Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern Tempo 30-Schilder aufzustellen. Und das geschieht in Hamburg auch vielerorts. Nur in der Martinistraße eben nicht. Dort hat die zuständige Straßenverkehrsbehörde trotz politischen Drucks einen entsprechenden Antrag des Quartiersnetzwerks "Martini erleben" abgelehnt. Ein Grund ist der Busverkehr, der in der Martinistraße schneller als 30 Stundenkilometer fahren müsse, um die Fahrpläne einhalten zu können.

Das verstehen die Anlieger nicht wirklich. Schließlich lägen die Bushaltestellen in der Martinistraße so nah beieinander, dass Busse ohnehin nie richtig Fahrt aufnähmen. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen, die derzeit noch mit 50 unterwegs sein dürfen, oft aber auch schneller fahren.

Unterschriften für mehr Sicherheit und weniger Lärm

Der Kampf für die Verkehrsberuhigung soll darum weiter gehen. Rund 800 Unterschriften haben die Befürworter von Tempo 30 schon gesammelt. Sie argumentieren nicht nur mit dem Aspekt Sicherheit, sondern auch mit einer von Anwohner erhofften Verringerung des Verkehrslärms in der Martinistraße, in der gerade erst das neue Wohnprojekt martini44 eröffnet wurde. Dort ist auch eine Tagespflege untergebracht. Und eine ambulant betreute Wohn-Pflegegemeinschaft.

Eppendorf soll sicherer werden

Auch ein paar hundert Meter weiter soll sich etwas ändern: Der Eppendorfer Marktplatz soll fahrradfreundlicher werden.

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