(© Unsplash / Aaron Blanco Tejedor )

Da geht niemand gern hin: 10 Orte des Grauens in Hamburg

Echte Hamburger wissen, dass sich das wahre Grauen in dieser Stadt an anderen Orten abspielt als im Hamburg Dungeon. Es gibt nämlich Gebäude, Plätze und Alltagssituationen, die selbst in unserer schönen Hansestadt Horror sind.

1. Die Flure des Bezirksamts

Ähm, welches Bezirksamts jetzt genau? Na, das ist in Hamburg wirklich fast egal. Ob Altona, Grindel oder Nord, ob Ummeldung oder Reisepass beantragen – überall das gleiche Spielchen. Ihr wartet viiiel zu früh am Morgen – nach Ziehen einer Meldemarke wohlgemerkt – in Hamburger Bezirksämtern in charmanten Wartehallen mit fleckigem grauen Nadelfilzboden und merkwürdig gruppierten Pseudo-Design-Stühlen. Zur Belohnung dürft ihr außerdem noch ein Passbild im Fotoautomaten mit dem unvorteilhaftesten Licht der Welt machen. Der zaubert garantiert Schocker-Augenringe wie im Horrorfilm. Jippieh!

2. Die City Nord

City Nord? Was war das noch mal? Ach so, die aseptische Bürohochhaus-Gegend hinterm Stadtpark, in die sich kaum jemand freiwillig verirrt, wenn er nicht hier arbeitet. Oder auf leere Trabantenstädte steht. Und die armen Studenten der Fakultät für Geisteswissenschaften: Die müssen seit dem Wintersemester 2017/18 nämlich im Interimsquartier am hiesigen Überseering statt im Philosophenturm ihren Vorlesungen lauschen. Statt Grindeltrubel nun also Geisterstadt für die Geisteswissenschaftler. Passt doch irgendwie: Das ist Existentialismus pur!

3. Die HafenCity nach 21 Uhr

Ach Hafencity, warum siehst du abends nur so wenig nach City aus? Nach 21 Uhr werden hier immer noch die Bürgersteige hochgeklappt, und es halten sich höchstens ein paar Skater, Touristen oder Radfahrer noch hier auf. Wo sind denn all die Menschen, die hier angeblich wohnen? Sehen die abends alle fern in ihren hochgeschraubten Wohntürmen? Vielleicht sogar gerade eine Doku in der "Arte"-Mediathek über die unaufhaltsame Ausdehnung unserer Großstädte. Oder eher einen Gruselfilm, der in apokalyptischen Endzeitgegenden spielt? Ein "Campus-Suite"-Sandwich-Papier weht vorbei, während ihr noch rätselt. Uaah, schnell nach Hause!

4. Die Postfiliale in der Kaltenkirchener Straße

Wer schon einmal ein Paket oder ein Einschreiben hier abholen musste, weiß, dass ein Besuch in dieser Postfiliale nur etwas für nervlich Hartgesottene ist. Der Grusel-Krimi fängt mit der gelben Benachrichtigungskarte in eurem Briefkasten an, geht bei der Anfahrt über die Riesen-Kreuzung weiter, bis über den kleinen, stets vollen Beton-Parkplatz – und hört bei der langen Schlange, in der man IMMER endlos warten muss, nicht auf. Denn wenn ihr Pech habt, müsst ihr euch am Ende auch noch anhören, dass euer "Zalando"-Päckchen eh schon wieder zurückgeschickt wurde. NEEEEIIIIINNNNN!!!!

5. Food Sky in der Europa Passage

Nichts gegen Einkaufszentren. Aber wehe, ihr landet aus Versehen mal mittags im Food Sky der Europa Passage. Da müsst ihr tierisch aufpassen, nicht von den Heerscharen hungriger Büroleute, die hier wild entschlossen auf der Jagd nach ihrem Mittagessen sind, umgerannt zu werden. Oder in wabernden Dünsten von asiatischen Bratnudeln und Hamburgern zu vergessen, was ihr eigentlich hier wolltet. Überhaupt tun sich in der Europa Passage viele Fragezeichen auf. Zum Beispiel, wenn ihr anhand der Lageplan-Schilder an den Rolltreppen den Weg zu einem bestimmten Store finden wollt. Wir wünschen viel Erfolg!

6. Die Wandelhalle im Hauptbahnhof

Wandeln, darunter stellt man sich etwas Langsames und Genussvolles vor: ein entspanntes Flanieren beim Schaufensterbummel. In der mit Shops und Snack-Optionen vollgestopften Wandelhalle im Hamburger Hauptbahnhof versteht man darunter... hm, nun ja: Hetzende Menschen, die Rollkoffer hinter sich herziehen und kreuz und quer in alle Richtungen streben. Alles so entschleunigt wie ein Vollwaschgang bei 60 Grad – und ungefähr so entspannt wie ein Wimmelbild. Merke: Shoppen und zum Bahngleis eilen vertragen sich einfach nicht. Versöhnlich seht ihr aber über all das hinweg, denn ihr wisst: Hier könnt ihr auch am Wochenende noch Lebensmittel, Blumen und Lieblings-Magazine kaufen!

7. Die U3 zum Hafengeburtstag

Ihr liebt ihn doch auch, diesen wundervollen Moment, in dem die U-Bahn Richtung Landungsbrücken plötzlich den Blick auf den Hafen freigibt... ein Traum, diese U3-Strecke! Doch wehe, es ist Hafengeburtstag: Eine Million Gäste befinden sich dann in der Stadt – und ein Großteil von denen will auch mal auf eurem Lieblings-Ride mitfahren. Sardinenbüchsen-Feeling ahoi! Die Rush Hours in Tokios und New Yorks U-Bahn-Netzen sind nichts dagegen. Einziger Trost: Der Spuk geht hier in Hamburg garantiert wieder vorbei.

8. Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt

Alle Jahre wieder: Ihr freut euch, wenn irgendjemand mittags vorschlägt, dass man sich abends "auf einen netten After-Work-Glühwein" beim Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt trifft. Klingt schön, romantisch und idyllisch. Cut – wir spulen ein paar Stunden vor. Da steht ihr nämlich im Gedränge, mitten in Trauben von dunkel gekleideten Bürohengsten, die ihrem Chef etwas über ihr neuestes Projekt ins Ohr schreien. In eurer Hand ein lauwarmer Glühwein, der in drei Schlucken leer ist. Das Ganze bei 11 Grad und Nieselregen – und wer hat überhaupt die Sache mit dem erneuten Anstehen für den Becherpfand eingeführt?

9. Die Toiletten in der Barclaycard Arena

Eigentlich wolltet ihr einen coolen Abend mit DJ Bobo in der Barclaycard Arena verbringen. Doch kurz vor Konzertbeginn passiert es: Das Bier macht sich bemerkbar. Kein Problem, denkt ihr, und verschwindet Richtung Toiletten. Doof nur, dass sich vor sämtlichen Damen-WCs meterlange Schlangen gebildet haben. Während ihr von einem Fuß auf den anderen tretet, erklingt schon der erste Song des Konzerts. Haben wir schon das Klopapier erwähnt, dass natürlich in eurer Kabine leer ist? Ein Ort des Grauens, zweifellos.

10. Die Futterbuden auf dem Hamburger DOM

Mmh, lecker! Kaum betretet ihr den Hamburger DOM, steuert ihr auch schon auf den Futter-Dealer eures Vertrauens zu. Eine große Portion Schmalzgebäck mit Puderzucker, Streuseln und Schokosoße muss schon sein! Und dann noch Pommes. Und ein Fischbrötchen. Und gebrannte Mandeln. Dass ihr die anschließende Runde auf dem "Breakdancer" kaum überlebt, weil euch alles wieder zu den Ohren rauskommt, konnte ja niemand ahnen. Grauenvoll, dieser Ort der Völlerei!

Hamburg bei Nacht: Diese Orte sind absolut magisch

Mal weg von Grauen und Grusel und hin zu den schönen Dingen: Gerade nachts gibt es in Hamburg einige Orte, an denen eine fast schon magische Atmosphäre herrscht. Hier kommen sie: Hamburg bei Nacht.

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