(© von Freude )

Craft Beer aus Hamburg: "von Freude" für Bier-Freunde

Seit fünf Jahren gibt's die kleine Craft-Beer-Brauerei "von Freude", deren Wiege in der Tarpenbekstraße in Eppendorf steht – und die auf einen echten "Pils-Killer" setzt.

Holsten auf die Hand. Becks aus der Büchse. Am Abend 'ne Pulle Astra aufm Kiez. War alles so einfach früher. Als es noch keinen Hype ums Craft Beer gab. War aber auch weniger lecker. Das sehen Natalie Warneke und Martin Schupeta nicht anders. Er einst Anlageberater bei einer Privatbank, sie aus der Textilbranche, hängen beide vor ziemlich genau fünf Jahren ihre Jobs an den Nagel. Fürs Bier. Das selbstgebraute, um genau zu sein. Die ersten Hopfigkeiten entstehen im 20 Liter fassenden Kessel in der eigenen Küche. Freunden und Familie schmeckt's prima. Also geht im Oktober 2013 das Ale Primeur an den Markt. Es ist der Anfang der Biermarke "von Freude".

Brauen für den Wahnsinn: Das erste Bier kommt aus der eigenen Küche

Das bernsteinfarbene Pale Ale, das mit einem belgischen Hefestamm zubereitet wird, kommt auch außerhalb der eigenen Wände an. Es setzt auf eine Mischung aus einem deutschen und einem amerikanischen Hopfen. "Diese Kombination hatten wir durch Ausprobieren entwickelt", erinnert sich Natalie an die ersten Stunden am Braukessel in der Tarpenbekstraße. Ihrem kleinen Unternehmen geben die beiden übrigens einen Namen, der vielsagend ist: "Wahnsinn GmbH". Natalie erinnert sich: "Unser Entschluss, etwas mit Bier zu machen, hat uns selbst überrascht und wir fanden es passend, der Firma den Namen dieses Prozesses zu geben." Alles irgendwie Wahnsinn halt.

Gegen Massenbierhaltung: "Von Freude"-Gründer Natalie Warneke und Martin Schupeta. (© von Freude )

Die ersten 3000 Liter nach Gründung der Firma werden im Frankenland abgefüllt. Ausgeliefert wird das Bier an ausgewählte Bars und Restaurants. In den folgenden Jahren sollen es immer mehr werden, Supermärkte kommen hinzu. "Die Reise von der ersten gefüllten Flasche bis zu dem Punkt, an dem wir heute stehen, war voll von interessanten Begegnungen, spannenden Menschen, neuen Aufgaben und Dingen, die wir so zum ersten Mal getan haben und anderenfalls vermutlich nicht erlebt hätten", sagt Natalie. Wenn sie die fünf Jahre Revue passieren lässt, fällt auf, wie viele neue Fähigkeiten sie sich haben aneignen müssen. "Wir wollten uns nicht auf externe Dienstleister verlassen, sondern alle Prozesse in unserem Unternehmen selbst in der Hand haben." So spannend das neue Leben als Brauer auch ist, die rosarote Brille haben Natalie und Martin bis heute nicht aufgesetzt. Es stimmt schon: Unterm Strich stehen deutlich weniger Urlaub, weniger bezahlte Krankheitstage und weniger regelmäßiges Einkommen als vor der Firmengründung.

Bier-Tastings und ein erster "von Freude"-Store

Aber über Bier reden ist das eine, Trinken macht fraglos mehr Freude. Und das könnt ihr in der Hamburger Innenstadt. In den altehrwürdigen Colonnaden betreiben die Brauer aus Eppendorf seit einigen Monaten einen Store. Auch ihre Versuchsbrauerei und Büroräume sind dort untergebracht. Besucher können sich bei Tastings durchs komplette Programm schlürfen.

(© von Freude )

Das IPA gibt es bei "von Freude" das gesamte Jahr über. "Ich würde sagen, es ist unser Pils-Killer", sagt die "von Freude"-Chefin, die sich gern mal „gegen Massenbierhaltung“ ausspricht. Gerade in urbanen, hippen Gegenden löse das Indian Pale Ale mehr und mehr das Pils in den Gläsern ab. Darüber hinaus gibt es bei "von Freude" weiterhin das Ale Primeur, das Boulevard und das Just Pils sowie ein Double IPA Bollywood als Limited Edition und zur Hopfenerntezeiten ein Frischhopfenbier.

Bleibt die Frage nach dem persönlichen Lieblingsbier? "Für mich ist es immer das Bier, das ich zuletzt gebraut habe. Ich trinke aber auch die anderen", antwortet Natalie. Na dann, Prost!

Noch mehr Bier

Ihr seid echte Craft-Beer-Lovers? Dann lernt auch die Jungs von JoyBräu und ihr Proteinbier kennen. Und wenn ihr nich ganz sicher seid, was Craft Beer eigentlich genau ist: Unsere Kollegin Jenny ist der Craft-Beer-Szene mal auf die Spur gegangen.

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