(© Unsplash/Jilbert Ebrahimi )

Mülltauchen in Hamburg: Wird "Containern" jetzt legal?

Schluss mit der Verschwendung: Hamburger Justizsenator Till Steffen möchte das Containern legalisieren lassen.

Mehr als 18 Millionen Tonnen – so viele Lebensmittel landen laut der Umweltorganisation WWF jährlich im Müll. Und das alleine in Deutschland. Besonders verschwenderisch: Selbst wenn Menschen weggeworfene Nahrung noch verwenden möchten – sie dürfen nicht! Denn hierzulande ist das Containern und Mülltauchen, also das Einsammeln von Lebensmitteln aus Abfallcontainern, gesetzlich verboten. Doch das soll sich nun ändern, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. So möchte der Hamburger Justizsenator Till Steffen (Bündnis 90/Die Grünen) in der Konferenz der Justizminister der Bundesländer (5. und 6. Juni 2019) die Legalisierung des Containerns fordern.

Mülltauchen und Containern gegen die Verschwendung

Bisher läuft es so: Werfen Supermärkte oder Fabriken ihre Produkte in den Müll, weil sie entweder Druckstellen haben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, gilt es als Diebstahl, diese Nahrungsmittel wieder aus den Müllcontainern zu entnehmen. Zukünftig soll dieses Gesetz zur Eigentumsaufgabe jedoch geändert werden. Das Containern soll straffrei sein – das zumindest fordert die Stadt Hamburg vom Bund.

Sollte sich der Bund nicht darauf einlassen, schlägt Till Steffen eine Alternative vor: ein generelles Wegwerfverbot für Supermärkte. In Frankreich gibt es seit 2016 ein vergleichbares Gesetz: Lebensmittelmärkte mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche dürfen unverkaufte Nahrungsmittel nicht mehr wegschmeißen. Stattdessen müssen Obst, Gemüse und Co. an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden.

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