Lotto King Karl (© Torsten Sorüp )

Ciddy Vibes: 15 Songs, die jeder Hamburger kennen sollte

Hymnen auf Hamburg gibt es viele – aus gutem Grund. Keine andere deutsche Großstadt ist so vielfältig, so großartig und dabei so bodenständig. Oder wie seht ihr das? 15 Lieder, in denen sich jeder Hamburger sofort wiederfindet.

1. Hamburg, meine Perle – Lotto King Karl

"Hamburg, meine Perle, wunderschöne Stadt, du bist mein Zuhaus', du bist mein Leben, du bist die Stadt, auf die ich kann" erklang schon aus Millionen Hamburger Kehlen. Jeder Fischkopp, der etwas auf sich gibt, kann dieses Lied sogar im Schlaf mitsingen. Die bekannte Hamburger Hymne stammt aus der Feder von Lotto King Karl alias Gerrit Hesemann seinesgleichen Sänger, Moderator, Schauspieler und leidenschaftlicher HSV-Fan. "Hamburg, meine Perle" ist ein echter Klassiker und mittlerweile auch über die Stadtgrenze hinaus bekannt.

Lotto King Karl (© Torsten Sörup )

2. Auf der Reeperbahn nachts um halb eins – Hans Albers

„Wer noch niemals in lauschiger Nacht einen Reeperbahn-Bummel gemacht, is' ein armer Wicht, denn der kennt dich nicht, mein St. Pauli, St. Pauli bei Nacht“ – bei diesen Zeilen geht jedem Hamburger das Herz auf. Hans Albers ist wohl DER Hamburg-Musiker. Nicht ohne Grund ist ein Platz auf der Reeperbahn nach ihm benannt. Noch heute spricht er uns aus der Seele!

3. Hamburg Ciddy – Maggers United

Maggers United bezeichnen ihre Musik selbst als Hamburg Ciddy Schnodderrock. Das trifft den Nagel auf den Kopf: Die Jungs singen im schnöden Hamburg-Dialekt, machen Spaß – und sie lieben Hamburg. Ihr Song „Hamburg Ciddy“ hat es zu Recht in diese Liste geschafft. Denn „das ist Hamburch Ciddy, yeah, yeah, Bier und Brause fließt durch unsre Stadt durch all die schönen Fleete, die Hamburch so hat.“

4. Reeperbahn – Udo Lindenberg

Ein Lied auf die Reeperbahn, auf St. Pauli gibt es natürlich auch vom Panik-Rocker Udo Lindenberg – genau genommen sogar zwei. Die erste Version stammt aus den 1970ern, die zweite hat er 1989 veröffentlicht und 2011 noch mal zusammen mit Jan Delay aufgenommen. „Du geile Meile“ und „du alte Gangsterbraut“ betitel er die Reeperbahn liebevoll – so cool, so authentisch. Ihm nimmt man das einfach ab. Haben wir uns nicht alle schon mal nach drei bis fünf Bier in den Armen gelegen und voller Inbrunst "Reeeperbahn, alles klaaar" gesungen? Abende wie diese schweißen so richtig zusammen.

5. Auf St. Pauli brennt noch Licht – Jan Delay

St. Pauli ist der wohl meistbesungenste Hamburger Stadtteil. In Jan Delays "St. Pauli" fühlen wir uns sofort zurückversetzt an lange Kieznächte in ranzigen Bars, wo Freundschaften zwischen zwei Mexikanern (das Getränk, nicht die Leute!) geschlossen werden und wir alle Sorgen, Probleme und Vorurteile über Bord werfen. Denn hier wollen wir alle das Gleiche: einfach feiern, einfach tanzen „inmitten von bezaubernden Geschöpfen, alle von der Sehnsucht hierher getrieben, um das Leben und die Liebe zu zelebrieren.“

6. Kettcar – Landungsbrücken raus

Mit der U3 Richtung Hafen fahren, an den Landungsbrücken aussteigen, auf das Wasser, die dicken Pötte und die Kräne schauen, tief einatmen – zu Hause sein. In ihrem Song „Landungsbrücken raus“ beschreibt die Band Kettcar genau dieses Gefühl : "An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus" – oh ja!

7. Friska Viljor – Wohlwillstraße

Gut möglich, dass ihr diesen Song noch nicht kennt. Das solltet ihr aber! Denn er erzählt die Geschichte von zwei Schweden, die sich Hals über Kopf in Hamburg verlieben. Das war so: Daniel Johansson und Joakim Sveningsson – zusammen bilden sie die Pop-Folk-Band Friska Viljor – wollten nach Veröffentlichung ihres ersten Albums erst nach Hamburg, dann nach Berlin. Bei einem Streifzug durch die Schanze kamen sie an dem Plattenladen Back Records vorbei und freundeten sich mit Inhaber Steve Calabretta an. Der bot ihnen spontan an, einen Gig in seinem Laden zu organisieren – mit so großem Erfolg, dass Friska Viljor direkt im Anschluss in anderen Hamburger Locations auftraten. Sie fuhren nicht mehr nach Berlin, sondern blieben in Hamburg – und widmeten der Wohlwillstraße und den Hamburgern ein Lied. Hört mal rein!

8. In Hamburg sagt man tschüss – Heidi Kabel

Heidi Kabel war bekannt für ihre Hamburg-Lieder. „In Hamburg sagt man tschüss“ ist der Klassiker unter den Klassikern. Der Satz hat sich hierzulande zum geflügelten Wort entwickelt und wird zum Beispiel zum Jahreswechsel häufig genutzt. Und sowieso: Wenn irgendwo Abschied genommen wird, hat man es sofort im Ohr. Gern wird das Lied auch beim Sport eingespielt, wenn die gegnerische Mannschaft ein Gegentor kassiert.

9. De Wind vun Hamborg – Ina Müller

"Kinners, och Kinnders", ist das schön. Ina Müller ist ein richtiges Hamburger Original und dafür lieben wir sie. Die Sendung Inas Nacht hat Kultstatus. Die Frau hat eben nicht nur eine große Klappe, sondern kann auch noch Songs schreiben und singen. "De Wind vun Hamborg" ist eine wunderschöne Liebeserklärung an Hamburg. "Ik heff mi jümmer freit, wenn de Wind vun Hamborg weiht" – Ina, wir freuen uns auch!

Ina Müller (© Sandra Ludewig )

10. Kräne – Gisbert zu Knyphausen

Der Hamburger Hafen – das Herz der Stadt und für viele ein Ort der Sehnsucht und der Zuflucht. In den Liedern des Künstlers Gisbert zu Knyphausen spielt er häufig eine Rolle. Selten wurde das Tor zur Welt anschaulicher beschrieben als in dem Stück „Kräne“. Wenn Gisbert zu Knyphausen von „gewaltigen Tieren mit metallenen Krallen“ und Containern, „die fallen unter grandiosem Gepolter in den hungrigen Bauch eines uralten Frachters“ singt, läuft uns ein Schauer über den Rücken. Und unsere "Herzen poltern" mit.

11. Nordisch by Nature – Fettes Brot

Nordisch by Nature darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen – bester deutscher Hip Hop und dann auch noch zu großen Teilen auf Plattdeutsch. Aber auch wer kein Plattdeutsch kann, versteht den Text und singt automatisch mit. Denn „wir im Norden verführen dich discomanisch“. Dann noch „’n Kööm und ’n kühles Blondes, (…) auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle (...), nach der Party breit am Elbstrand einschlafen“ – und das Leben ist einfach schön, schön, schön. Nordisch by Nature eben.

12. Hamburg – Samy Deluxe

Wenn wir schon bei Hip Hop sind, kommen wir an Samy Deluxe nicht vorbei. Seine Liebe zu Hamburg hat er in dem Song „Hamburg“ verarbeitet. Der deutschlandweit bekannte Musiker ist in Eppendorf und Eimsbüttel aufgewachsen – und will nach eigener Aussage in keiner anderen Stadt leben: „Wahrscheinlich bleib ich hier mein Leben lang, genau hier in Hamburg! Hamburg!“

13. City Blues – Beginner

„Hamburg ist die Hälfte von zwei, die Schönste, die Nummer 1, das Gelbe vom Ei.“ Wir könnten hier den ganzen Songtexte zitieren, versuchen aber doch, uns auf die wichtigsten Passagen zu beschränken. "City Blues" ist eine wunderbare Hamburg-Hymne. Sie beschreibt die Stadt und die Menschen, so wie sie sind – mit allen Stärken und Schwächen. Da wäre zum Beispiel diese schöne Passage über das Hamburger Schietwetter: „Der schöne Tag am See endet mit Donner und Blitz. Der Wind peitscht; Kragen hoch, Kopf runter, Tunnelblick“. Oder dieser Ausschnitt: "Der Grund, warum hier Menschen gern leben: Weil die Leute erst fühlen dann denken, dann reden.“

14. An de Eck steit'n Jung mit'n Tüdelband

Ewig alt und schon viel besungen gehört auch "An de Eck steit'n Jung mit'n Tüdelband" zu unseren Hamburg-Liedern, an denen man einfach nicht vorbeikommt. Die erste Version stammt wohl von den Gebrüdern Wolf aus dem Jahr 1911. Seitdem hat sich sowohl am Text als auch an der Melodie das ein oder andere geändert. Am bekanntesten ist wohl die Version von Heidi Kabel; wir möchten euch aber vor allem das Duett von Ina Müller und Jan Fedder ans Herz legen – großartig!

15. Kieztränen – Fynn Kliemann

Einer der neuesten Hamburg-Songs stammt von Fynn Kliemann. Vom YouTube-Heimwerkerking stieg er gefühlt von gestern auf heute zum Musikstar auf. Mit seinem Song „Zuhause“ hat er es in die Top 100 der deutschen Single-Charts geschafft. Das Lied, um das es uns geht, ist aber ein anderes. „Kieztränen“ erzählt von einem Schicksal, das man auf dem Kiez sicherlich häufiger findet. Der Ton ist eher melancholisch-düster, der Text geht unter die Haut: "Und in den Winkeln der Bars starten Tragödien bei Nacht, wandern durchs Glas und werden größer gemacht“.

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