(© Sophia Herzog )

"Café Centrale": Eine italienische Institution aus Ottensen

Italienischer Flair an der Elbe: Seit 15 Jahren versorgt Italiener Romeo Turella vom Café Centrale Ottensen mit frischer Pasta und bestem Espresso.

Im Café Centrale am Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen surrt die Kaffeemaschine. Zwei Frauen lehnen an einem der hohen Holztische und sprechen leise miteinander. Auf einer Bank am Fenster blättert ein älterer Herr durch eine Tageszeitung. Hinter der Theke schnippelt Chef Romeo Turella schon die Tomaten für den Mittagstisch. Die Tür geht auf, ein Stammgast betritt den Laden. Romeo winkt kurz und ruft "Espresso?" über die Theke. Der Gast nickt, Romeo stellt zwei Tassen unter die Siebträgermaschine. Ein paar Sekunden später schlürfen beide ihren Espresso aus.

Das Café Centrale ist in Ottensen fest verankert

Noch ist es ruhig im Café Centrale. "Das liebe ich besonders hier", schwärmt Romeo. Wenn er morgens den Laden aufschließt, ist Ottensen noch ganz still, erzählt er weiter. "Dann mache ich mir in Ruhe einen Espresso, starte in den Tag und schaue dabei zu, wie langsam alles um mich herum aufwacht." Erst später, gegen 12 Uhr, beginnt der Ansturm auf das Mittagessen, für den hier viele jeden Tag Schlange stehen. Die frische Pasta für die wechselnde Tageskarte bezieht Romeo aus Berlin, Brot und Foccacia von zwei italienischen Bäckern. "In Italien wird der Kaffee außerdem ein bisschen anders geröstet als in Deutschland, nämlich viel langsamer", erklärt Romeo. Deshalb importiert er die Bohnen aus seiner italienischen Heimatstadt Vicenza. Das gefällt den Ottensern: Rund 80 Prozent der Gäste sind Stammkunden.

Italienischer Kaffee, Brot und Pasta für Ottensen

Einige der Stammgäste kommen schon seit 15 Jahren, als Romeo das Café eröffnete. "Früher gab es hier nicht viel", erinnert er sich an die Anfangszeit. Nur das Aurel direkt gegenüber war bereits eingezogen, die Straße hoch gab es einen Portugiesen. Höchste Zeit also für ein neues Gastro-Angebot, fand Romeo. "Erst habe ich nur Cappuccino, Espresso und ein bisschen Focaccia verkauft", erinnert sich der Italiener. Gastro-Erfahrung hatte er damals noch nicht. "Während des Studiums habe ich ab und zu in Küchen ausgeholfen, um ein bisschen Geld zu verdienen." Auch, wenn die Anfangszeit im Centrale nicht so einfach war, wie er dachte: "Als Italiener hat man das einfach im Blut", erzählt Romeo lachend. "Ein bisschen Kaffee, ein bisschen Brot, das funktioniert meistens."

Mehr Italiener in Ottensen

Wir lieben Pizza, Pasta und Co.! Für Liebhaber der italienischen Küche gibt es in Ottensen ein großes Angebot toller Restaurants. Besonders leckere neapolitanische Pizza bekommt ihr zum Beispiel bei "Farina meets Mehl".

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