(© picture alliance / Everett Colle )

"Bunker77" im Zeise: Porträt einer Surf-Legende

Bunker Spreckels gilt bis heute als eine der schillerndsten Figuren der Surf-Szene. Sein Lebensweg war experimentell, avantgardistisch und zunehmend dekadent. Die Dokumentation "Bunker77" liefert erstmals Einblicke in sein kurzes, aber intensives Leben.

In einer Zeit, als Filme noch analog waren und Kameras entsprechend teuer, gab es einen jungen Mann, seines Zeichens Millionärserbe, der aufgrund seines Talents und seines exzentrischen Charakters zur Surf-Legende und zum Rockstar avancierte. Die Rede ist von Bunker Spreckels, der 1977 im Alter von nur 27 Jahren verstarb. Dessen kurzes, aber intensives Leben hat Regisseur Takuji Masuda in einer Dokumentation festgehalten.

Er tanzte auf dem Meer wie niemand sonst – bis seine surreale Persönlichkeit explodierte.

Anhand von Originalmaterial aus jener Zeit rekonstruierte er den raketenhaften Aufstieg Spreckels' zum Star der Surf-Szene seiner Zeit, dessen Ruf als Pionier und Avantgardist auch über seinen Tod hinaus nachhallen sollte. Bunker war nicht nur der Stiefsohn des Schauspielers Clark Gable und Erbe eines Zucker-Imperiums, sondern eben auch Rockstar mit allem, was dazu gehört. So brav, wie auf dem obigen Foto trat Bunker nur selten in Erscheinung.

Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, eine neue Vision des Surfens zu entwickeln. Dafür testete er die gefährlichsten Wellen Hawaiis, raste im Mercedes Cabrio mit Waffe im Gürtel durch Hollywood, genauso wie durch Südafrika, wo er auf einer bahnbrechenden Expedition die fantastischen Wellen von Jeffreys Bay entdeckte. Er posierte für das Times Magazine im Pelzmantel am Strand, verschlang in einem Jahr 500 Frauen – und Unmengen an Drogen.

Zwölf Jahre arbeitete Regisseur Takuji Masuda an seinem Film "Bunker77", in dem er etliche Größen der Surf-Szene zu Wort kommen lässt. Als Co-Produzenten fungieren unter anderem Anthony Kiedis von den Red Hot Chili Peppers und Hollywood-Star Edward Norton.

Wann: 11. Februar, 20 Uhr
Wo: Zeise Kinos
Eintritt: 9,50 Euro im Vorverkauf

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