(© Shutterstock/ruzanna )

Bunker-Hochburg Hamburg: So kreativ werden die Schutzräume genutzt

Kaum zu glauben: Rund 700 Bunker gibt es (noch) in der Hansestadt. Die meisten davon liegen zum Glück unterirdisch, denn ganz ehrlich: Die Betonklötze sind nicht unbedingt schön anzusehen. Doch es gibt gute Alternativen zum Abreißen: Wie kreativ die Bunker in Hamburg inzwischen genutzt werden, verrät euch kiekmo.

1. Dieser Bunker in Hamburg beheimatet auch einen Club

Ein Bunker in Hamburg ist aus dem Stadtbild kaum noch wegzudenken: Der Hochbunker an der Feldstraße auf St. Pauli. Mit jeweils 75 Metern in Breite und Tiefe und einer Höhe von 39 Metern ist er wirklich nicht zu übersehen. Majestätisch überblickt er das Heiligengeistfeld, das Millerntor-Stadion und den Rest von St. Pauli. Schön ist er zwar nicht, aber durch seine zentrale Lage ist der graue Klotz zu einer angesagten Location geworden. Der inzwischen zum Medienbunker umgetaufte Koloss beherbergt in den oberen Etagen Clubs wie das Uebel & Gefährlich und das Terrace Hill. Damit ist er jedoch noch längst nicht ausgelastet. Unzählige Firmen wie Werbeagenturen und ein Musikgeschäft haben das Ungetüm als Sitz auserkoren. Auch optisch soll der ehemalige Flakbunker jetzt ein Makeover bekommen. Auf seinem Dach soll ein Stadtgarten entstehen und der Feldstraßen-Bunker damit zum "Grünbunker" werden. Wir freuen uns schon!

2. Wohnen in Betonromantik: Bunkerlofts am Winterhuder Markt

Wohnungen sind in Hamburg bekanntlich knapp. Und Bunker stehen als Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg oft an den besten Standorten. Was liegt also näher, als die Gebäude auch als Wohnraum zu nutzen. Mit den meterdicken Betonmauern gibt es zumindest keinen Stress, wenn die Musik mal lauter aufgedreht wird. Eine Win-win-Situation. Dass der unansehnliche Betonklotz dabei zur echten Luxusimmobilie werden kann, beweist ein Objekt in Winterhude. Jahrelang hat der Hochbunker in der Barmbeker Straße das Auge beleidigt. Schließlich haben sich Investoren erbarmt und das Gebäude nicht nur aufwendig saniert, sondern mit Luxuslofts bestückt – in Betonromantik, versteht sich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal der Bunker um ein futuristisches Penthouse aufgestockt wurde.

3. Dieser Bunker in Hamburg ist ein lokales Kraftwerk für Ökostrom: Energiebunker in Wilhelmsburg

Upcycling ist in aller Munde. Und was für alte PET-Flaschen möglich ist, kann auch ein ehemaliger Flakbunker in Wilhelmsburg leisten. Nachdem er sein Dasein 60 Jahre lang als Kriegsruine fristete, wurde er im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) zum lokalen Kraftwerk umfunktioniert. Unter seinem neuen Namen Energiebunker produziert der Betonriese Wärme und Strom für 1.500 Haushalte – natürlich klimafreundlich. Ein nettes Nebenprodukt: Auf dem Dach ist ein hippes Café namens Vju entstanden. Hier könnt ihr nicht nur lecker frühstücken, Kaffeepause machen oder Kuchen naschen: Dieser Bunker in Hamburg bietet auch einen herrlichen Blick über ganz Wilhelmsburg.

4. Cocktails im Bunker am Bahnhof Hamburg-Dammtor

Manche Bunker sind fast gar nicht als solche erkennbar. Wusstet ihr, dass auch die beliebte Turmbar in der Rothenbaumchaussee ursprünglich ein Bunker war? Sie liegt in einem sogenannten Zombeck-Turm, benannt nach dem Konstrukteur. Die Besonderheit: Statt mit Treppen wurde der Bunker mit spiralförmigen Rampen in seinem Inneren ausgestattet. Der runde Bunker steht seit 2003 unter Denkmalschutz und das wurde auch schon reichlich begossen. Die Turmbar lädt in einer entspannten Atmosphäre dazu ein, den Feierabend mit dem einen oder anderen klassischen bis ausgefallenen Cocktail ausklingen zu lassen. Auch als Partylocation könnt ihr den Bunker mieten.

5. Bunker für Hamburgs kreative Köpfe: Musikbunker in der Otzenstraße

Wer hätte das gedacht? Bunker haben offenbar eine gute Akustik. Das gilt zumindest für den Musikbunker in der Otzenstraße auf St. Pauli, auch Otzenbunker genannt. Er bietet 40 Proberäume, in denen 120 Hamburger Bands seit Jahrzehnten regelmäßig proben. Nachdem dieser Bunker in Hamburg im November 2018 geschlossen wurde und viele Musiker auf der Straße standen, soll er jetzt umfangreich saniert werden. Dazu gehören eine neue Belüftungsanlage und besserer Lärmschutz – die dicken Wände reichen offenbar nicht aus.

Und kennt ihr schon die: unheimliche Orte in der Hansestadt

So ein Bunker hat ja schon etwas einschüchterndes. Aber kennt ihr schon diese 10 echt unheimliche Orte in der Hansestadt?

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