Unsplash/Jonathan Rautenberg )

Kein Stress? 10 Situationen, die jeden Hamburger aus der Ruhe bringen

Norddeutsche Gelassenheit ist Hamburgern quasi angeboren. Trotzdem gibt es Situationen, die jedem Hanseaten Schweißperlen auf die Stirn treiben. Welche 10 Momente besonders stressig sind, lest ihr hier.

1. Wenn ihr auf dem Kiez unterwegs seid – und euch ein JGA entgegen kommt

Ihr schlendert nichts ahnend über die Reeperbahn und auf einmal seht ihr am Horizont weißen Tüll, einen haarigen Bauch im Mankini oder einen Bollerwagen erscheinen. Dazu lautes Gegacker oder Gegröle. Ihr seid euch sicher: Ein Junggesellenabschied kommt euch entgegen. Was ist zu tun? Straßenseite wechseln? Böse gucken, damit ihr nicht angesprochen werdet? Bevor ihr euch entschieden habt, seid ihr schon mitten drin und gebt 50 Cent für einen Schnaps aus, bei dem sich eure Nackenhaare aufstellen. Alles in allem: Stress pur.

2. Wenn ihr Besuch habt – und die Elphi besichtigen müsst

Die Elbphilharmonie, ein Must-see für Hamburg-Besucher. Aber spätestens nach zwei Minuten auf der Elphi-Plaza wird klar: Ihr kommt gerade mal ein Selfie weit, bis euch der erste Ellbogen in die Seite trifft und ihr von der Touri-Karawane weitergeschoben werdet. Die einzige Verschnaufpause könnt ihr auf der über 80 Meter langen Rolltreppe nach unten machen.

3. Wenn ihr eure Wohnung verlasst – und es ist Schlagermove

Ob Schlagermove, Weihnachtsmarkt oder Hafengeburtstag: Findet eine Großveranstaltung in Hamburg statt, ist die Stadt voll. Und zwar überall. Spätestens, wenn ihr euch mit 25 verkleideten Flower-Power-Hippies den Wagon in der U3 teilt, steigt der Stresslevel auf 100. Aber ihr seid nicht allein. Die meisten Hamburger brauchen eine Woche Urlaub, nachdem sie sich auf dem Rathausmarkt durch die Menschenmenge gequetscht haben.

4. Wenn ihr sonntags Hunger habt – und am Hauptbahnhof einkaufen geht

Jeder Hamburger kennt diese Situation: Es ist Sonntag und der Kühlschrank ist leer. Was nun? Ab zu Edeka im Hauptbahnhof. Allein der Gedanke an die engen Gänge und die überfüllten Kassen lässt eure Hände schwitzig werden und euer Herz rasen. Mit knurrendem Magen ist das alles noch viel schwerer zu ertragen. In den 20 Minuten, die ihr an der Kasse Schlange stehen müsst, schwört ihr euch: Für die kommende Woche wird eine Einkaufsliste geschrieben.

5. Wenn ihr am Jungfernstieg umsteigen müsst – und die U3 nicht findet

Wer am Rathaus oder Jungfernstieg umsteigt, könnte auch gleich Harry Potter im Labyrinth beim Trimagischen Turnier Gesellschaft leisten. Ihr kommt aus der U2 und möchtet in die U3 umsteigen? Dann viel Spaß beim Suchen. Erstmal müsst ihr über eine ewig lange Rolltreppe zum Bahnsteig der S-Bahn gelangen, dann immer den gelben Schildern nach und einem gefühlt 100 Kilometer langen Gang folgen. Nur Mut, das Ziel ist garantiert im Weg!

6. Wenn ihr am Elbstrand ein Bierchen trinken wollt – und eure Freunde nicht findet

Treffpunkt Nummer eins bei schönem Wetter: die Strandperle am Elbstrand. Kein Wunder also, dass da die eigenen Freunde schnell mal in der Masse verschwinden. Ihr tigert durch die Menschenmenge, checkt euer Handy und guckt viel zu lange gegen die Sonne, nur um dann festzustellen, dass diese verschwommene Silhouette doch nicht zu euch gehört. Spätestens nachdem ihr zum dritten Mal an der gleichen Gruppe vorbeikommt, seid ihr euch sicher: Ihr werdet eure Freunde hier niemals finden. Und jetzt? Nach Hause fahren? Lässig alleine ein Bier trinken? Kurz bevor ihr den Elbstrand gestresst und enttäuscht verlassen wollt, winkt euch jemand zu. Puh – ein Feierabendbier habt ihr euch jetzt aber wirklich verdient.

7. Wenn ihr auf Shopping Queen macht – und das samstags in der Mönckebergstraße

"Lass uns doch am Samstag ganz entspannt in der Stadt shoppen gehen": Ein Satz, den ein echter Hamburger niemals sagen würde. Und das aus gutem Grund. Denn die Mönckebergstraße, die Spitalerstraße und die ganze Innenstadt sind am Wochenende proppenvoll. Wen stresst es bitte nicht, andauernd darauf achten zu müssen dem Vordermann nicht in die Hacken zu treten, zwischen Kleiderständern und anderen Kunden gefangen zu sein oder für eine halbe Stunde an der Kasse zu stehen? Entspannung geht anders.

8. Wenn ihr euch beim Bäcker anstellt – und die Franzbrötchen ausverkauft sind

Gibt es etwas Schlimmeres? Ihr seid morgens auf dem Weg zur Arbeit und freut euch auf ein leckeres Hamburger Franzbrötchen. Leider seid ihr da nicht die Einzigen. Beim Bäcker ist es voll und in der Auslage liegt nur noch ein Franzbrötchen. Schweiß steht euch auf der Stirn, die Hände sind klitschnass und euer Herz rast. In eurem Kopf hämmert die Frage: Wer bekommt das letzte Franzbrötchen?

9. Wenn ihr die Sonne genießen wollt – und um die Alster spaziert

Sobald in Hamburg auch nur ein klitzekleiner Sonnenstrahl durchkommt, ist die Hälfte der Stadt an der Alster. Spaziergänger, Jogger, Fahrradfahrer und ihr mittendrin. Wer in Hamburg mit Kindern unterwegs ist, erleidet hier den ein oder anderen stressbedingten Schweißausbruch. Sind die Kleinen noch in Sicht? Wird der Nachwuchs gerade von einem Fahrradfahrer umgefahren? Besitzer von kleinen Hunden können von der ewigen Angst, dass ihr Wauzi einfach zertrampelt wird, ein Lied singen. Meistens geht aber doch alles gut, denn Hamburger sind sehr umsichtige Menschen.

10. Wenn ihr euch ein Fahrrad ausleihen wollt – und alle anderen auch

Stress beim Fahrrad fahren? Laut der neuen Hamburger Fahrradhymne sollte es den eigentlich nicht geben. Es sei denn, ihr seid mit dem StadtRAD unterwegs. Vorsorglich checkt ihr in der App schon mal wieviele Räder noch an der Station stehen: noch ein Fahrrad verfügbar. Et voilà: Stress. Ihr beschleunigt euren Schritt und schaut alle zwei Meter auf das Handy. Noch ist es da. Kurz bevor ihr ankommt, springt die Anzeige um: Kein Fahrrad zur Verfügung. Na toll, der ganze Stress umsonst. Jetzt müsst ihr doch mit der Bahn fahren. Oder wie sieht es denn bei der nächsten StadtRAD-Station aus? Laut App steht da noch ein Rad.

So schnackt Hamburg

Ihr lebt in Hamburg und könnt nicht genug von eurer Lieblingsstadt bekommen? Dann haben wir für euch 25 Dinge, die ihr nur kennt, wenn ihr Hamburger seid, zusammengestellt.

Weitere Artikel aus deinem Viertel

kiekmo verbindet Hamburger mit ihrer Stadt, ihrem Viertel, ihren Nachbarn.

Suche und biete, was du brauchst oder kannst, entdecke ständig Neues und nutze die kostenlosen Schließfächer der Haspa-Filialen in deiner Nähe.