(© Unsplash / Karl Groendal )

Blaulicht bizarr: 5 kuriose Polizeieinsätze aus Hamburg

Klar, Corona beherrscht aktuell die Berichterstattung. Nichtsdestotrotz geht der ganz normale Wahnsinn weiter: Die Hamburger Polizei erlebt von Zeit zu Zeit merkwürdige Situationen. kiekmo hat fünf kuriose Einsätze aus den letzten Monaten für euch zusammengetragen.

Don't drink and d(r)ive

Ein besonders kurioser Vorfall ereignete sich Mitte Juli in Wandsbek: Offenbar wollte ein Autofahrer um jeden Preis einer Fahrzeugkontrolle entkommen. Denn als die Beamten den Wagen am Brauhausstieg anhielten, rannte der Mann Richtung Mühlenteichpark davon. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf – bis der Mann in den Teich sprang. Diese Entscheidung schien eine Kurzschlussreaktion gewesen zu sein, denn offenbar konnte sich der Flüchtende nicht selbstständig über Wasser halten und musste gerettet werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an und versorgten den Duchnässten. Was ihn zu Flucht veranlasste, blieb fraglich. Stand er vielleicht unter Alkoholeinfluss?

... erst mal 'n Brötchen

Was macht man, wenn man ein Messer im Rücken hat? – Genau, erst mal zum Bäcker. Das dachte sich Mitte Mai zumindest ein 23-Jähriger in Eilbek. Er spazierte seelenruhig in seine Stammbäckerei und bestellte ein Milchbrötchen. Der junge Mann hatte die Verwundung gar nicht bemerkt, bis Passanten ihn darauf ansprachen. Ein Glück – denn die Verletzung betraf auch die Lunge und war lebensgefährlich! Im Krankenhaus wurde das Messer operativ entfernt. Die Ärzte vermuten, dass der hohe Adrenalinspiegel dazu führte, dass der Geschädigte die Schmerzen nicht spürte. Der hingegen zeigte sich nach der Not-OP immer noch ungläubig: "Ich habe gedacht, der Mann hätte mir auf den Rücken geschlagen". Das Warum ist ihm schleierhaft. Die Polizei nahm nach einer Sofortfahndung einen 33-jährigen Verdächtigen fest und konnte dessen Attacke auf einen zweiten Passanten verhindern. Der Täter sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Verdacht: Versuchter Mord.

Dranbleiben

Das dachte sich zumindest eine Dame Anfang Juli am Hamburger Hauptbahnhof. Die hatte es besonders auf den Koffer einer anderen Frau abgesehen. Die Polizei stellte den Diebstahlversuch fest und nahm die 58-Jährige in Gewahrsam – und stellte dabei fest, dass sie wegen eines anderen Diebstahldelikts gesucht wurde. Sie kam aber schnell wieder auf freien Fuß. Nur eine Stunde nach dem ersten Versuch startete sie den zweiten. Dieses Mal beobachtete ein Zeuge die Situation und benachrichtigte die Beamten. Die Folge: Platzverweis. Diesen missachtete die Frau allerdings und versuchte ein drittes Mal, den Koffer zu stehlen. Erneut stellte sie der zuständige Polizist. Dieses mal musste sie sich in längeren Gewahrsam begeben. Warum die Fast-Geschädigte sich überhaupt so lange am Hauptbahnhof aufhielt, kaum auf ihr Gepäck achtete und warum die Täterin es so sehr auf den Koffer abgesehen hatte, in dem die Polizei nur Bekleidung uns Haushaltsartikel feststellen konnte, ist unklar. Insgesamt wurden drei Strafverfahren eingeleitet.

Eltern haften für ihre Kinder

Ende Mai stritten sich zwei Kinder im griechischen Restaurant Zeus im Stellinger Weg. Erst mal nicht unbedingt etwas Unübliches. Der Vorfall gestaltete sich jedoch kurios: Der Vater eines der Kinder versuchte augenscheinlich, den Streit der Lütten zu schlichten. Darauf stieg auch der Vater des anderen Kindes ein – statt den Konflikt zu beseitigen, artete die Situation aber in eine handfeste Auseinandersetzung vor dem Lokal aus, bei der einer der Männer zu Boden ging. Er zog sich eine Kopfverletzung zu. Zeugen, die schließlich die Polizei alarmierten, berichteten von einer Massenschlägerei mit Frauen und Kindern – derart eskalierte das Geschehen allerdings nicht. Was die Ursache des Kinderstreits war, ist nicht bekannt. Die kiekmo-Redaktion vermutet aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit von etwa 21:30 Uhr akute Übermüdung auf beiden Seiten.

Der richtige Riecher

Na gut, diese Meldung ist eigentlich kein Polizeieinsatz, solch einen kuriosen Glücksfall wollten wir euch aber nicht vorenthalten. Wem von euch ist schon mal das Rad geklaut worden? Ungutes Gefühl, oder? Und wirklich ärgerlich. So ging es auch dem Hamburger Autor und Künstler Natias Neutert, der im beschaulichen Harvestehude lebt. Er schloss sein Rad in der Isestraße an und ging mit seinem Schnauzermix Gino Gassi. Als Hund und Herrchen zurückkamen mussten die feststellen, dass das Rad gestohlen worden war. Bei Anzeigeerstattung versprach die Beamte der Wache Lokstedt nicht viel – schließlich werden in Hamburg tausende Räder pro Jahr entwendet. Auf dem Heimweg zog der einstige Straßenhund plötzlich stark an der Leine und leitete Neuters zum Seelemannspark. Er schien etwas zu wittern. Unglaublich: An der Mündung des Isebekkanals in die Alster lag das verloren geglaubte Fahrrad – Gino hatte es vom Eppendorfer Baum aus gerochen! Der Streuner aus Marbella sollte wohl eine Karriere als Spürhund einschlagen! Im Gegensatz zu den meisten von uns kam Neuters also wieder zu seinem Fahrrad. Da hat sich jemand das Leckerli redlich verdient!

Zum Gruseln: True Crime in Hamburg

Nervenkitzel gefällig? An einigen Orten der Stadt läuft es uns eiskalt den Rücken herunter. Denn ihnen haftet ihre dunkle Vergangenheit an: Hier erlebt ihr True Crime in Hamburg. Und auch diese dreisten Betrugsfälle aus Hamburg haben es in sich.

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