(© Stadtteilreporter Jonas Richter )

Beyond Eimsbüttel: Diese Sehenswürdigkeiten in der Nachbarschaft solltet ihr euch anschauen

Für viele Eimsbüttler unglaublich, aber wahr: auch außerhalb des Stadtteils gibt es schöne Ecken in Hamburg. Stadtteilreporter Jonas Richter hat ein paar gute Tipps auf Lager, welche Sehenswürdigkeiten ihr euch unbedingt mal schauen solltet.

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen", getreu diesem alten Motto kann es manchmal sogar Spaß machen, den schönsten Stadtteil Hamburgs zu verlassen. Aber keine Sorge, so weit müsst ihr Eimsbüttel gar nicht hinter euch lassen, um ein paar neue Fleckchen kennenzulernen. Denn in direkter Nachbarschaft warten ungeahnte Sehenswürdigkeiten auf euch, die ihr beim nächsten Spaziergang einfach einmal besuchen solltet.

1. Stellinger Wasserturm

Zwischen den U-Bahn Haltestellen Hagenbecks Tierpark und Lutterothstraße verbirgt sich nicht nur ein großer Kleingartenverein, sondern auch ein gewaltiges Wahrzeichen der Gemeinde Stellingen, die zu ihrer Entstehungszeit noch eigenständig war. Seit 1912 ragt aus dem Grün ein knapp 48 Meter hoher ehemaliger Wasserturm. Dieser wurde in den 1980er Jahren zu einem Wohngebäude umfunktioniert. Dank der freien Umgebung haben die Bewohner in den oberen Etagen heute einen fantastischen Ausblick. Aber auch von unten lohnt sich ein Blick auf das hohe Bauwerk in typischem Hamburger Backstein-Look.

2. Wasserturm Lokstedt

Noch ein bisschen höher, noch ein bisschen origineller: so kommt ein weiterer, fast zeitgleich erbauter Wasserturm in der Eimsbüttler Nachbarschaft daher. Unweit des Lokstedter Steindamms entstand 1911 ein circa 50 Meter hoher Turm mit charakteristischem Kegeldach zur Wasserversorgung der umliegenden Anwohner. Auch dieser Turm, dessen Fassungsvermögen einmal 500 Kubikmeter Wasser betrug, wurde in den 1980er Jahren zu einem Wohnhaus umgebaut. Anders als sein Stellinger Verwandter, steht er allerdings unter Denkmalschutz. Wer sich wie der Prinz fühlen möchte, der Rapunzel bittet, ihr Haar aus dem Fenster herunterzulassen, sollte sich diesen Turm einmal von unten anschauen.

3. Ehemalige Tabakfabrik von Eicken

Kaum ersichtlich ist dieses Schmuckstück mit architektonisch interessantem Schornstein in einem Hinterhof der vielbefahrenen Hoheluftchaussee. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts wurde hier eine Tabakfabrik für die Firma von Eicken erbaut, die in den 1980er Jahren aufwendig saniert und umgebaut wurde. Seit 1986 steht auch dieses Gebäude unter Denkmalschutz und beheimatet heute vor allem kleine Unternehmen aus der Kreativbranche. Wer sich anschauen möchte, wie wilhelminische Industriearchitektur mit einer Shisha-Bar zusammenpasst, kann sich im Avenue 95 umsehen, das in einem Gebäudetrakt der Fabrik beheimatet ist.

4. Kirche des heiligen Prokop

Quasi eine Fußspitze hinter dem Ende des Stadtteils Eimsbüttel liegt die Kirche des heiligen Prokop. Die russisch-orthodoxe Kathedrale wurde 1965 fertiggestellt und steht seit 1994 unter Denkmalschutz. Mit seinen verzierten Kuppeln und aufwendigen Fresken steht das Gotteshaus seinen architektonischen Vorbildern aus Russland in nichts nach und ist durch die blau-türkise Farbgebung ein echter Hingucker in der Nachbarschaft. Wer dem Klang ihrer neun Glocken einmal lauschen möchte, stattet der Kirche am besten einmal einen Besuch ab.

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